„Fußball ist ein emotionaler Sport“

Neue Mecker-Regel für die Bundesliga ärgert Werder-Sportchef Fritz: „Hoffe auf Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter“

Künftig darf nur noch Werder Bremens Kapitän Marco Friedl mit dem Schiedsrichter sprechen. Clemens Fritz ist noch kein Freund von der neuen Regel.
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Künftig darf nur noch Werder Bremens Kapitän Marco Friedl mit dem Schiedsrichter sprechen. Clemens Fritz ist noch kein Freund von der neuen Regel.

Auch in der Bundesliga dürfen künftig nur noch die Kapitäne mit den Schiedsrichtern sprechen. Werder Bremens Clemens Fritz erklärt, warum er noch kein Freund von der Änderung ist.

Zell am Ziller – Das könnte noch spannend werden! Beim Trainingslager des SV Werder Bremen in Tirol stehen verständlicherweise die sportlichen Komponenten im Vordergrund, doch es ist nicht auszuschließen, dass auch ein anderes Thema kurzfristig noch auf die Agenda gehoben wird. Denn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat entschieden, dass ähnlich wie bei der EM auch in der Bundesliga und allen anderen deutschen Spielklassen künftig nur noch die jeweiligen Mannschaftskapitäne mit den Schiedsrichtern auf dem Platz diskutieren und reden dürfen. Werder-Sportchef Clemens Fritz schmeckt diese Änderung nicht wirklich.

Regeländerung sinnvoll? Werder Bremens Clemens Fritz: „Fußball ist ein emotionaler Sport“

„Fußball ist ein emotionaler Sport“, hebt der Nachfolger von Frank Baumann vor. „Ich kann ein stückweit die Herangehensweise verstehen, weil man dadurch die Rudelbildung, die auch keiner sehen will, unterbindet. Auf der anderen Seite bin ich ein Freund davon, dass wenn man mal etwas auf dem Herzen hat, das dann auch kundtun darf.“ Und Clemens Fritz ergänzt: „Natürlich ist es immer eine Frage der Art und Weise sowie der Form, aber da gab es ja auch schon in der Vergangenheit eine Gelbe Karte, wenn eine gewisse Linie überschritten wurde.“

In der vergangenen Saison machte diesbezüglich aus Sicht des SV Werder Bremen vor allem Marvin Ducksch unliebsame Erfahrungen. Neun Verwarnungen kassierte der Bremer Angreifer insgesamt, gleich acht davon kamen nicht wegen eines Foulspiels, sondern wegen Meckerns oder anderer Verfehlungen zustande. Da ist also ohnehin eine Besserung vonnöten, am besten Ducksch hält sich komplett zurück. Wenngleich dabei Clemens Fritz auch die Unparteiischen in die Pflicht nimmt:  „Ich hoffe, dass die Schiedsrichter das entsprechende Fingerspitzengefühl haben werden, denn es besteht die Gefahr, dass jetzt einfach viel mehr Gelbe Karten kommen.“ Der 43-Jährige will die Mannschaft noch einmal explizit für die Regel-Veränderung sensibilisieren: „Die Jungs kriegen das ja auch so mit, aber sicherlich wird auch nochmal darauf hingewiesen. Uns tut jeder Spieler weh, der ausfällt, ganz egal ob per Gelbsperre oder Roter Karte.“ (mbü)

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