Wer folgt bei Werder auf Fritz?

Fritz sucht eigenen Nachfolger: Wer bei Werder ab Sommer als neuer Leiter Profifußball infrage kommen könnte

Clemens Fritz sucht beim SV Werder Bremen seinen eigenen Nachfolger - welche Kandidaten ab Sommer als neuer Leiter Profifußball infrage kommen könnten.
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Clemens Fritz sucht beim SV Werder Bremen seinen eigenen Nachfolger - welche Kandidaten ab Sommer als neuer Leiter Profifußball infrage kommen könnten.

Clemens Fritz tritt im Sommer beim SV Werder Bremen die Nachfolge von Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball an. Sein Posten als Leiter Profifußball muss deshalb neu besetzt werden. Fritz kann seinen Nachfolger selbst aussuchen, will sich bei seinen Plänen aber noch nicht in die Karten schauen lassen.

Bremen – Die Frage war von zentraler Bedeutung, mehr als nur richtungsweisend für die Zukunft des ganzen Vereins – dementsprechend erleichtert dürften die Verantwortlichen des SV Werder Bremen sein, dass nun eine Antwort gefunden ist: Clemens Fritz tritt im Sommer die Nachfolge von Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball an. Diese Personalie jetzt klar zu haben, schafft zweifellos Planungssicherheit. Es sorgt allerdings für noch etwas – nämlich direkt für die nächste Frage, deren Beantwortung sehr wichtig ist: Wer übernimmt nach Fritz’ Beförderung dessen Posten als Leiter Profifußball?

Fest steht: Als neuer Sportchef des SV Werder Bremen wird sich der Ex-Profi seinen Nachfolger selbst aussuchen können, schließlich muss er mit ihm ab Sommer eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten – so wie es Clemens Fritz aktuell in umgekehrter Rollenverteilung noch mit Baumann tut. In die Karten schauen lassen möchte sich der 43-Jährige bei seinen Plänen aber noch nicht.

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Werder Bremens Clemens Fritz über Suche nach neuem Leiter Profifußball: „Natürlich habe ich schon meine Gedanken im Kopf“

„Ich bitte um Verständnis, dass ich mich dazu noch nicht äußern möchte“, sagte Fritz am Donnerstag, bei einer extra zu seiner Beförderung anberaumten Pressekonferenz. Und weiter: „Natürlich habe ich schon meine Gedanken im Kopf, die ich aber erstmal mit meinen zukünftigen Geschäftsführerkollegen besprechen möchte, weil mir wichtig ist, dass wir uns abstimmen.“ Selbst die Frage, ob der Posten des Leiters Profifußball unter dem Sportchef Clemens Fritz denn bestehen bleibt, ließ der Ex-Profi des SV Werder Bremen unbeantwortet – es spricht allerdings vieles dafür.

Von Baumann übernimmt Fritz schließlich eine Fülle an Aufgaben, die unter anderem auch den wachsenden Bereich Frauenfußball umfasst und zu denen noch mehr strukturelle Arbeit zählt. Da ist eine rechte Hand eigentlich unabdingbar. Wie sie am Ende heißen wird, hängt auch davon ab, wie der neue Sportchef seine Rolle interpretiert. Fritz hat in der Vergangenheit hier und da durchblicken lassen, dass ihm ein enger Kontakt zur Profimannschaft wichtig ist. Daran dürfte sich nichts ändern. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass er als Gesicht des SV Werder Bremen in der Öffentlichkeit präsent bleibt, um als Sportchef an Profil zu gewinnen. Baumann hatte es in seinen ersten Jahren im Amt genauso gehandhabt und sich erst 2021 dazu entschieden, ab sofort vermehrt im Hintergrund zu agieren – und Clemens Fritz in die vorderste Reihe zu schicken.

Werder Bremens Clemens Fritz würde das Amt des Leiters Profifußball nach DeichStube-Infos gerne in die Hände eines Ex-Profis legen

Nach Informationen der DeichStube würde der kommende Geschäftsführer das Amt des Leiters Profifußball gerne in die Hände eines Ex-Profis legen. In diese Richtung hält Clemens Fritz die Augen offen. Kaderplaner Johannes Jahns, der im vergangenen Sommer von RB Salzburg zu Werder Bremen kam, wäre damit runter von der Kandidatenliste, dürfte für die Zukunft jedoch ohnehin weiter in seiner jetzigen Position eingeplant sein.

Eine durchaus naheliegende Lösung findet sich aber ebenfalls im eigenen Verein: Marco Engelhardt. Der 43-Jährige arbeitet seit 2019 in der Scouting-Abteilung des SV Werder Bremen, für die er vor allem Süddeutschland, Frankreich und Belgien abdeckt. Seine aktive Laufbahn nahm einst bei Rot-Weiß Erfurt und dem Karlsruher SC an Fahrt auf – bei Clemens Fritz war es genauso. Beide Männer sind seit Jahren sehr gut befreundet, was – je nach Blickwinkel – natürlich auch gegen eine Beförderung Engelhardts sprechen könnte. Aktuell absolviert der Ex-Profi das DFL-Zertifikatsprogramm „Management im Profifußball“, das sich laut Beschreibung an „angehende Führungskräfte im sportlichen Bereich“ richtet. Auch Engelhardts direkter Vorgesetzter, Werders Chefscout Sebastian Hartung, ist ein denkbarer Leiter-Profifußball-Kandidat. Der 43-Jährige ist bereits seit 2011 im Verein beschäftigt und hat sich immer weiter nach oben gearbeitet.

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Hat Clemens Fritz seinen früheren Mitspieler Peter Niemeyer als neuen Leiter Profifußball bei Werder Bremen im Blick?

Alternativ zu den beiden Scouts könnte auch Ex-Werder-Spieler Peter Niemeyer das von Clemens Fritz gesuchte Profil erfüllen. Der 40-Jährige hat sich als Geschäftsführer Sport bei Drittligist Preußen Münster seit Sommer 2022 einen Namen gemacht. Zuvor war er Sportdirektor des Clubs und leitete die Nachwuchsabteilung des niederländischen Erstligisten Twente Enschede. Niemeyer hat an der Seite von Fritz einst in 39 Spielen für Werder Bremen auf dem Platz gestanden. 2009 holten sie gemeinsam den DFB-Pokal, bis heute pflegen sie guten Kontakt. Ob Niemeyer allerdings bereit wäre, seinen Posten in Münster aufzugeben, ist eine andere Frage. Schließlich hat er mit dem Verein, der gerade ein neues Stadion plant, viel bewegt und war maßgeblich für den Drittliga-Aufstieg im vergangenen Sommer mitverantwortlich. Aktuell belegt die Mannschaft einen guten achten Tabellenplatz.

Neben Engelhardt, Hartung und Niemeyer sind Sebastian Prödl und Tim Borowski zwei weitere, noch wesentlich bekanntere Namen mit Werder-Bezug, die in Fritz’ Blickfeld geraten könnten, wobei es natürlich grundsätzlich nicht auszuschließen ist, dass sich der angehende Sportchef am Ende für eine Nicht-Bremer-Lösung entscheidet. Prödl, der nach seiner Zeit bei Werder Bremen in England (FC Watford) und Italien (Udinese Calcio) gespielt hat, ist derzeit Mitglied im Aufsichtsrat von Austria Wien, hält zudem Anteile am Verein. Genauso wie Clemens Fritz hat er den Uefa-Studiengang „Executive Master for International Players“ absolviert – im vergangenen Jahr als Bester der insgesamt 30 Teilnehmer. „Ich möchte in den nächsten zwei Jahren gerne in eine Rolle auf der Management-Ebene hineinwachsen, in der ich mich stark fühle. Es wird darum gehen, herauszufinden, welche das ist“, sagte der Österreicher 2022 im Interview mit der DeichStube

Neuer Leiter Profifußball: Clemens Fritz könnte Tim Borowski zurück zu Werder Bremen holen

Tim Borowski kennt den Profifußball derweil aus allen Facetten, war Profi, Trainee-Absolvent und kurzzeitig Sportlicher Leiter der U23 bei Werder Bremen. Später wurde der Ex-Nationalspieler Co-Trainer von Florian Kohfeldt. Der 43-Jährige ist Inhaber der höchsten Trainerlizenz (Uefa Pro) und arbeitet aktuell als TV-Experte für DAZN. Seine Bindung zu Werder Bremen ist durch gemeinsame soziale Projekte immer noch sehr eng. Kandidaten für den Posten des Leiters Profifußball gibt es also ausreichend. Es dürfte die erste wichtige Entscheidung von Clemens Fritz für das neue Amt sein, wem er künftig an seiner Seite vertraut – und wer Werder seiner Meinung nach weiter nach vorne bringen kann. (dco)

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