Vor Heimspiel gegen FC Bayern

Daniel Thiounes Forderung an Werder-Star Samuel Mbangula: „Er muss den Unterschied machen“

Samuel Mbangula war zuletzt nur Joker: Trainer Daniel Thioune erklärt, woran das lag und wie er mit dem Stürmer des SV Werder Bremen plant!

Geht es um das Thema, wie sich die eklatante Offensivschwäche des SV Werder Bremen beheben lassen könnte, dauert es in der Regel nicht lange, ehe folgender Name in der Diskussion fällt: Samuel Mbangula. Meist garniert mit folgender Frage: „Wieso bekommt der eigentlich nicht mehr Einsatzzeit?“ Unter dem inzwischen freigestellten Cheftrainer Horst Steffen war der 22-Jährige, dessen Dienste sich Werder im Sommer satte zehn Millionen Euro hatte kosten lassen, nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen. Und beim Debüt von Steffen-Nachfolger Daniel Thioune? Sah es während des 0:1 in Freiburg genauso aus. Wie er mit Mbangula plant, warum er zunächst nicht einverstanden mit ihm war und was er jetzt von ihm erwartet, hat Thioune kurz vor Werders Heimspiel gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) erklärt. 

Samuel Mbangula (rechts) war zuletzt nur Joker beim SV Werder Bremen: Trainer Daniel Thioune (links) erklärt auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München, woran das lag und wie er mit dem Stürmer plant!

Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat ein ausführliches Vier-Augen-Gespräch mit Samuel Mbangula geführt

In den vergangenen Tagen gab es ein ausführliches Vier-Augen-Gespräch zwischen Spieler und Trainer – mit dem Ziel, sich besser kennenzulernen und den Rahmen der Zusammenarbeit abzustecken. „Es ist wichtig, den Spieler zu verstehen und nachvollziehen zu können, was dazu geführt hat, dass er in einer Situation ist, in der er sich mehr wünscht, wir aber auch mehr von ihm erwarten“, sagte Daniel Thioune. Samuel Mbangula habe ihm berichtet, was „zuletzt bei ihm los war“. Genauer ging der Trainer des SV Werder Bremen nicht auf den Inhalt der Unterhaltung ein. „Danach haben wir die Tür zugemacht und schauen jetzt gemeinsam nach vorne.“

Dass die für die Verhältnisse des SV Werder Bremen enorm hohe Ablösesumme eine Rolle bei der Bewertung des Spielers einnimmt, verhehlte Daniel Thioune nicht: „Wenn man dann doch ein paar Chips für so einen Spieler auf den Tisch legt, dann hat er eine gewisse Qualität und wir wiederum den Anspruch, dass er sie auf den Platz bringt.“ Und genau das hat Samuel Mbangula während seiner ersten Einheiten unter dem neuen Trainer offenbar nicht getan.

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München aussehen!

Werder Bremens Daniel Thioune über Samuel Mbangula: „Grundsätzlich hätte ich mir in den ersten zwei Tagen mehr gewünscht von ihm“

„Grundsätzlich hätte ich mir in den ersten zwei Tagen mehr gewünscht von ihm, das habe ich ihm auch gesagt“, berichtete Daniel Thioune, der Samuel Mbangula deshalb in Freiburg draußen ließ – und mit dessen Leistung nach der Einwechslung nicht rundum glücklich war: „Ich finde, wenn ein Spieler von seiner Qualität auf dem Platz steht, dann muss er den Unterschied ausmachen. Den hätte er in Freiburg machen können bei seiner Riesen-Torchance.“ Mbangula nutzte sie nicht, zeigte aber im Training nach der Partie eine gute Reaktion. „Er muss zusehen, dass er fleißig und beharrlich arbeitet, und das hat er diese Woche getan“, lobte Thioune vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München (live im TV), der sich sicher ist, den jungen Belgier in Bremen dauerhaft in die Spur zu bekommen: „Ich glaube, wir werden noch sehr viel Freude an ihm haben.“ (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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