Werder-Einzelkritik

Werder in Noten gegen FC Bayern: Felix Agu belebend, Marco Friedl zu unentschlossen

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München mit 0:3 (0:2) verloren. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Mio Backhaus: In der Anfangsphase kaum geprüft, beim Elfmeter gegen Kane machtlos. Beim zweiten Gegentreffer des Engländers auf dem falschen Fuß erwischt, allerdings auch nicht komplett von jeder Schuld freizusprechen. Beim dritten Gegentreffer ohne Chance, zeichnete sich noch mit einer starken Parade gegen Musiala aus (88.). Note: 3,5

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Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Felix Agu war belebend beim Startelf-Comeback, Marco Friedl war nicht immer entschlossen genug.

Werder Bremen in Noten gegen FC Bayern München: Felix Agu belebend, Marco Friedl zu zaghaft

Justin Njinmah (bis 79.): Der nominelle Stürmer startete auf der für ihn ungewohnten rechten Außenbahn. Hielt diese defensiv gegen den flinken Diaz über weite Strecken dicht. Versuchte, sich auch offensiv einzuschalten, konnte dort sein Tempo allerdings kaum ausspielen. Note 4

Niklas Stark (bis 46.): Rückte nach gerade einmal drei Trainingseinheiten sofort in die Anfangself. Schmiss sich gewohnt in die Zweikämpfe und organisierte die Defensive. Der fehlende Spielrhythmus war ihm dennoch in manchen Aktionen anzumerken. Blieb zur Halbzeit in der Kabine. Note 4

Marco Friedl: Der Kapitän bekam es im Abwehrzentrum hauptsächlich mit Harry Kane zu tun. Setzte diesen vor dessen zweitem Treffer allerdings viel zu zaghaft unter Druck. Auch vor dem Elfmeter gegen Diaz nicht entschlossen genug. Versuchte ansonsten, die Defensive zusammenzuhalten, was ihm aber nur phasenweise gelang. Note 4,5

Karim Coulibaly (bis 60.): Sah das eine oder andere Mal gegen den dribbelstarken Karl nicht gut aus, so auch vor der Entstehung des Elfmeters. Hatte zudem ein paar Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Dafür mit einem starken Tackling in letzter Sekunde gegen den einschussbereiten Gnabry (53.). Musste nach einer Stunde angeschlagen den Platz verlassen. Note 4

Felix Agu (bis 65.): Kam zu seinem ersten Startelfeinsatz seit Anfang Oktober und schaltete sich von Beginn an auch offensiv ein. Verpasste eine Puertas-Flanke um wenige Zentimeter (6.). Sein Schlenzer nach schönem Vorstoß segelte zudem haarscharf am Tor vorbei (39.). War ein belebendes Element auf der linken Seite. Note 3,5

Werder Bremen-Einzelkritik mit Noten: Senne Lynen an Gegentoren beteiligt - Romano Schmid sehr bemüht

Senne Lynen: War maßgeblich an der Entstehung des ersten Gegentores beteiligt. Spielte zunächst einen Fehlpass und holte dann auch noch Karl elfmeterreif von den Beinen. Nur wenige Augenblicke später mit weiterem Ballverlust unmittelbar vor dem zweiten Kane-Treffer. Rückte nach der Pause in die Dreierkette und stabilisierte sich etwas. Note 5

Jens Stage (bis 65.): Das Spiel lief größtenteils am Dänen vorbei. Spulte im Mittelfeld zwar viele Meter ab, hatte allerdings kaum Ballaktionen. Versuchte, sich nach der Pause noch mehr in die Offensive einzuschalten – allerdings ohne Ertrag. Musste bereits kurz nach der Stundenmarke den Platz verlassen. Note 4,5

Cameron Puertas: Ein unscheinbarer Auftritt des Spaniers. Arbeitete gegen den Ball gewohnt sehr fleißig, wirkliche Offensivakzente konnte er allerdings erneut nicht setzen. Bezeichnend dafür sein Fehlpass bei einem aussichtsreichen Konter kurz vor Schluss (85.). Note 4,5

Romano Schmid: Wenn im ersten Durchgang offensiv etwas bei Werder ging, dann hatte der Österreicher seine Füße im Spiel. Wirkte sehr bemüht, war allerdings auch häufig mit Defensivaufgaben gebunden. Hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, sein Abschluss landete jedoch zu zentral genau auf Bayern-Schlussmann Urbig (64.). Note 4

Marco Grüll: Der Österreicher begann als alleinige Sturmspitze und hatte dort einen schweren Stand gegen Tah und Kim. Konnte nur wenige Bälle gewinnbringend behaupten. Scheiterte unmittelbar nach der Pause mit einem Kopfball am Pfosten (47.). Stark zudem seine Vorarbeit bei Schmids großer Chance (64.). Insgesamt nach der Pause deutlich auffälliger. Note 4

Werder Bremen-Noten gegen FC Bayern München: Samuel Mbangula bringt Schwung, aber vertändelt Chancen

Samuel Mbangula (ab 46.): Ersetzte Stark zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der Belgier sorgte für sichtbaren Schwung in der Bremer Offensive. Vertändelte aber etwas zu leicht eine aussichtsreiche Kontergelegenheit (81.). Note 3,5

Julian Malatini (ab 60.): Rückte nach einer Stunde für Coulibaly in die Dreierkette und verteidigte dort gewissenhaft. Note –

Isaac Schmidt (ab 65.): Kam für Agu in die Partie und beackerte fortan die linke Außenbahn. Konnte sich allerdings kaum mehr in Szene setzen. Note –

Patrice Covic (ab 65.): Der Youngster kam zu seinem elften Saisoneinsatz. Note –

Yukinari Sugawara (ab 79.): Der Japaner ersetzte Njinmah in der Schlussphase. Note –

Weiter mit dem Aufstellungs-Text:

Großer Startelf-Umbau: So sieht die Werder Bremen-Aufstellung gegen den FC Bayern München aus

Welche Veränderungen nimmt Trainer Daniel Thioune in der Startelf des SV Werder Bremen vor? So könnte die Aufstellung gegen den FC Bayern München aussehen!

Update vom 14. Februar (14.20 Uhr): Die Aufstellung ist da! Trainer Daniel Thioune nimmt viele Veränderungen vor. Die komplette Startelf lest ihr im Liveticker zum Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker)!

Und wieder darf munter gerätselt werden. Schon in der Vorwoche, als Daniel Thioune erstmals beim SV Werder Bremen in der Coaching-Zone stand, hatten viele Beobachter mit personellen Veränderungen in der Bremer Aufstellung gerechnet, letztlich war aber nur Keke Topp in die Startelf für das Freiburg-Spiel gerückt und auch an der Dreierkette in der Defensive zunächst festgehalten worden. Eine 0:1-Niederlage sowie eine erste komplette Trainingswoche später stellt der Neu-Trainer nun einige Umbauten in Aussicht – doch den Umfang ließ er am Freitag vor Werders Heimspiel gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) offen.

Aufstellung des SV Werder Bremen: Samuel Mbangula (links) und Felix Agu (rechts) könnten gegen den FC Bayern München in die Startelf rücken.

Aufstellung des SV Werder Bremen: Felix Agu könnte gegen den FC Bayern München in der Startelf stehen

„Es können sich alle sicher sein, dass nicht die gleiche Elf wie in der vergangenen Woche auflaufen wird“, sagte Daniel Thioune und meinte, dass einiges anders sein werde, „als es der eine oder andere erwartet“. Somit ist nicht auszuschließen, dass in der Aufstellung des SV Werder Bremen vor Torhüter Mio Backhaus nun tatsächlich auf eine Viererkette umgestellt wird. Der Nachfolger von Ex-Trainer Horst Steffen hat in der Vergangenheit schon häufig ein 4-3-3-System bevorzugt, was dem zuletzt unsicheren Julian Malatini einen Bankplatz bescheren würde. Im Zentrum dürften dann Marco Friedl und Karim Coulibaly gegen den FC Bayern München verteidigen, Niklas Stark steht nach längerer Verletzungspause immerhin als zusätzliche Alternative auf der Bank wieder zur Verfügung. Den rechten Posten dürfte Yukinari Sugawara übernehmen, links streiten sich Olivier Deman, Isaac Schmidt und Felix Agu um einen Platz in Werders Startelf. Letzterer hatte gegen Freiburg ein halbstündiges Comeback gefeiert und könnte nun auch längere Zeit zum Zuge kommen. „Es war bewusst so abgesprochen, dass es nicht mehr als 30 Minuten sein dürfen“, sagte Thioune. „Jetzt können es aber mehr sein, mindestens 45. Somit kommt er wie alle anderen in Frage für die erste Elf.“

Aufstellung des SV Werder Bremen: Cameron Puertas könnte gegen den FC Bayern München in der Startelf stehen

Bei einer taktischen Umstellung in der Aufstellung des SV Werder Bremen könnte das defensiv ausgerichtete Mittelfeld gegen den angriffslustigen FC Bayern München aus Senne Lynen, Jens Stage und Cameron Puertas gebildet werden – wobei sich Lynen womöglich situativ als zusätzlicher Helfer in die Abwehrkette einreiht und diese wieder zu einer Fünferreihe machen würde. Sollten sich Momente des schnellen Umschaltens anbieten, kämen für die Startelf nominell am ehesten Justin Njinmah und Samuel Mbangula in Frage, während Romano Schmid direkt dahinter – also in einer Art wandelbarem 4-3-1-2 – sowohl gegen den Ball arbeiten, sich aber auch an den gewünschten Pässen in die Spitze probieren könnte. (mbü)

Mit Felix Agu und Cameron Puertas in der Startelf: So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München aussehen!

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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