Vor Bundesliga-Start
Außenverteidiger im Fokus: Werder-Trainer Thioune über Ndiaye-Interesse, Schmetgens-Debüt und Weiser-Comeback
Kommt Moussa Ndiaye? Spielt Mick Schmetgens hinten rechts? Wie weit ist Mitchell Weiser? Werder Bremens Trainer Daniel Thioune über die Baustelle Außenverteidigung.
Die Zeit bis zum Ende der Transferperiode wird immer knapper – und beim SV Werder Bremen ist die Suche nach einer Verstärkung für die Außenverteidigerposition weiter die große Baustelle. Während im Mittelfeld und in der Offensive inzwischen weitgehend Klarheit herrscht und nur noch bei einer günstigen Marktmöglichkeit oder einem Abgang auf der Zugangsseite agiert werden soll, wollen die Bremer vor allem defensiv noch nachbessern. Dabei ist das gesuchte Profil inzwischen ziemlich klar: Werder fahndet nach einem Spieler, der vornehmlich die linke Abwehrseite bedient, zugleich aber auch variabel einsetzbar ist.
Werder Bremen und die Fragezeichen auf der Außenverteidigung: Kommt Moussa Ndiaye? So reagiert Daniel Thioune
Nach DeichStube-Informationen ist Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht dabei aktuell der Wunschkandidat. Der 24-jährige Senegalese ist gelernter Linksverteidiger, kann aber auch im Abwehrzentrum spielen und war in der vergangenen Rückrunde an den FC Schalke 04 ausgeliehen. Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune bestätigte am Freitagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), dass Ndiaye eine von mehreren Personalien ist, mit denen sich die Hanseaten beschäftigen: „Am Ende entscheidet auch der Markt darüber, welchen Spieler wir schlussendlich bekommen können. Ich kenne den Spieler aufgrund der vergangenen Saison. Er hatte eine Menge Impact auf die Mannschaft, um aufzusteigen.“ Ob nun Ndiaye oder doch noch ein anderer Kandidat: Für Thioune steht fest, „dass wir uns defensiv noch etwas breiter und besser aufstellen müssen“.
Zum Spiel im Breisgau wird der neue Mann definitiv noch nicht zur Verfügung stehen. Auch Mitchell Weiser und Felix Agu fehlen Werder Bremen weiterhin. Agu trainierte nach DeichStube-Informationen zuletzt immerhin wieder individuell auf dem Platz, eine Rückkehr in den Kader dürfte aber eher nach der Länderspielpause realistisch sein. Bei Weiser könnte es dagegen schneller gehen. Der 32-Jährige absolvierte zuletzt Teile des Mannschaftstrainings und ist laut Thioune in Reichweite eines Comebacks: „Ich sehe ihn nicht mehr weit weg, dass er an einem Spieltag mal wieder ein Trikot anziehen könnte.“
Werder Bremen sucht Außenverteidiger: Mick Schmetgens einer für rechts - Wird Moussa Ndiaye Konkurrent für Olivier Deman?
Beim Saisonstart dürfte Mick Schmetgens als gelernter Innenverteidiger auf der rechten Seite der Viererkette zu seinem ersten Bundesliga-Startelfeinsatz für Werder Bremen kommen. Der 18-Jährige hatte bereits im DFB-Pokal gegen Lüneburger SK Hansa überzeugt. „Wenn Mick am Sonntag beginnen sollte, dann hat er es sich verdient und genießt unser Vertrauen“, sagte Thioune. Schmetgens bringe dabei wichtige Voraussetzungen für die Rolle mit: „Der Anspruch ist, dass die Defensivspieler auch Spieleröffner sein müssen. Auf der Außenverteidigerposition braucht man einen guten ersten Kontakt, dazu auch Chipbälle hinter die Kette oder gute Flanken. Das ist bei Mick alles gegeben.“ An die Erfahrung eines Mitchell Weiser reiche der Youngster naturgemäß noch nicht heran. „Mitchell hat auch einfach schon ein bisschen mehr von diesem Planeten gesehen und häufiger auf dieser Position spielen dürfen“, betonte der Bremer Übungsleiter.
Falls mit Moussa Ndiaye ein Linksfuß zum Team stoßen sollte, könnte perspektivisch Agu, der auf beiden Außenverteidigerpositionen spielen kann, auf der rechten Seite eingeplant werden. Zunächst müsse der 26-Jährige aber überhaupt wieder dauerhaft belastbar sein. „Erstmal geht es darum, dass er wieder auf dem Platz steht, dann können wir final darüber reden, auf welcher Seite“, sagte Thioune. „Erstmal müsste jemand kommen, der eine wirklich hohe Qualität mitbringt, um Olivier Deman auf der linken Seite zu verdrängen, denn ich finde, dass er sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt und sich dadurch dort die Chance auch verdient hat.“ (bvo)
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