Werders Co-Trainer

Trainerstab mit besonderer Note: Was Thioune mit Groß verbindet – und warum Werder unbedingt Duarte halten wollte

Drei Co-Trainer assistieren bei Werder Bremen dem neuen Coach Daniel Thioune. Was sie verbindet - und warum der SVW an Raphael Duarte festhält!

Als Daniel Thioune am Mittwoch seine erste Trainingseinheit beim SV Werder Bremen leitete, waren verständlicherweise viele Augenpaare auf ihn gerichtet. Dabei war der 51-Jährige nicht der einzige Neue am Osterdeich, schließlich brachte Thioune seinen Stamm-Assistenten Jan Hoepner gleich mit nach Bremen. Beide arbeiteten schon in Düsseldorf zusammen, entsprechend groß ist das Vertrauen zum 44-Jährigen. Doch auch Raphael Duarte und Christian Groß, die beide unter Horst Steffen als Co-Trainer tätig waren, gehören dem Stab weiterhin an – was zumindest im Fall von Duarte auf den ersten Blick keine Selbstverständlichkeit ist.

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Werder Bremens Clemens Fritz über Raphael Duarte: „Ich halte ihn für einen guten Co-Trainer“

Der Luxemburger blickt schließlich auf eine jahrelange Zusammenarbeit mit Horst Steffen zurück, der 56-Jährige war ein Stück weit Förderer des Sprachentalents, öffnete ihm den Weg in den deutschen Profifußball. Da hätte es nicht verwundert, wenn Raphael Duarte nun ebenfalls nicht mehr für Werder Bremen arbeiten würde. Doch die Verantwortlichen wollten den 29-Jährigen unbedingt halten. „Ich bin proaktiv auf Raphael zugegangen und habe ihm gesagt, dass ich ihn ungern freistellen möchte“, schildert Clemens Fritz, Werders Geschäftsführer Fußball. „Ich halte ihn für einen guten Co-Trainer, der sich gut eingebracht und eine gute Ansprache hat. Darüber hinaus arbeitet er inhaltlich gut.“ Duarte erhielt eine gewisse Bedenkzeit, ehe er seine Zusage gab und unmittelbar nach der Steffen-Entlassung zunächst interimsweise an der Seite von Christian Groß die Führung der Mannschaft übernahm. „Jetzt müssen sich Daniel und Raphael erst einmal besser kennenlernen, aber ich freue mich sehr, dass er diesen Weg jetzt mit uns geht.“

Werder Bremens Daniel Thioune: Christian Groß ist Teil der Werder-Familie und weiß, wie der Verein funktioniert“

Derweil muss Daniel Thioune im Falle von Christian Groß nicht mehr herausfinden, was für ein Typ dieser ist. Beide kennen sich bereits bestens. Der inzwischen 36-jährige Ex-Profi war beim VfL Osnabrück einst als Kapitän unterwegs, während Thioune an der Seitenlinie die Kommandos gab – und deshalb habe für den neuen Chefcoach des SV Werder Bremen auch schnell festgestanden, dass sein ehemals verlängerter Arm auf dem Spielfeld nun auch eine wichtige Bezugsperson auf der Bank darstellen soll. „Christian ist Teil der Werder-Familie und weiß, wie der Verein funktioniert“, betont Daniel Thioune. „Neben seiner Qualität als Führungsspieler über mehrere Jahre besitzt er auch eine unglaubliche menschliche Qualität. Wenn da also jemand ist, der die Strukturen kennt und einen Bezug zu den Spielern hat, dann wäre es fahrlässig, sich diese Unterstützung nicht dazuzuholen.“

Ein kleines Hintertürchen für die Zukunft ließ Daniel Thioune in dieser Angelegenheit allerdings geöffnet. „An mir liegt es definitiv nicht. Wenn Christian aber sagt, dass es mit uns als Spieler und Trainer zwar ein gutes Konstrukt war, er es jetzt als Trainerkollege aber nicht ganz so charmant findet, dann müssen wir es überdenken“, erklärte der neue Trainer des SV Werder Bremen. „Jeder kann aber davon ausgehen, dass Christian und ich in der Zeit, in der wir hier gemeinsam sind, sehr eng zusammenarbeiten werden. Ich freue mich, dass er hier ist.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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