Trainer-Beben bei Werder
Entlassung offiziell: Werder Bremen trennt sich von Cheftrainer Horst Steffen – Duo übernimmt vorerst
Trainer-Beben in der Bundesliga: Der SV Werder Bremen trennt sich von Chefcoach Horst Steffen! Alle Infos zur Entlassung!
Update vom 1. Februar 2026 (16.30 Uhr): Favoriten stehen intern fest, Vollzug bestenfalls schon zu Wochenbeginn - so läuft die Trainersuche beim SV Werder Bremen!
Zehn Bundesliga-Spiele in Serie ohne Sieg waren dann doch zu viel: Der SV Werder Bremen trennt sich mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Cheftrainer Horst Steffen. Der Verein verkündete die Entscheidung soeben offiziell - und reagiert damit einen Tag nach dem Last-Minute-Remis gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) auf die sportliche Krise. In der Liga gelang Werder zuletzt Anfang November beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg ein Sieg, seither holte die Steffen-Elf lediglich vier Zähler - und stürzte aus der oberen Tabellenhälfte bis auf den 15. Rang ab. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16, auf dem aktuell der 1. FSV Mainz 05 rangiert, beträgt nur noch einen Zähler. Nun zieht Werder die Notbremse.
Zehn Bundesliga-Spiele ohne Sieg: Werder Bremen entlässt Cheftrainer Horst Steffen
„Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird. Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen“, wird Clemens Fritz., Sportchef des SV Werder Bremen, in den Vereinsmedien zitiert. Die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß werden die Mannschaft interimsweise übernehmen.
Der gebürtige Luxemburger Raphael Duarte kam vor der Saison gemeinsam mit Horst Steffen von der SV Elversberg, wo der 29-Jährige bereits seit 2022 an der Seite des 56-Jährigen arbeitete. Christian Groß hingegen kehrte nach einem Jahr in Diensten von Bayer 04 Leverkusen, für die er als Scout aktiv war, im Sommer an die Weser zurück, nachdem er beim SV Werder Bremen 2024 seine Profikarriere beendet hatte. Ob das Gespann möglicherweise auch längerfristig an der Seitenlinie bleiben oder unter einem neuen Cheftrainer wieder als Co-Trainer arbeiten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden“, sagt Clemens Fritz. Um 11 Uhr wird der Sportchef zudem in einer Medienrunde Rede und Antwort stehen und dort auch einen Einblick in die weiteren Planungen geben.
Horst Steffen hatte das Traineramt beim SV Werder Bremen erst im Sommer angetreten, zuvor coachte er rund sieben Jahre lang die SV Elversberg, die er mit begeisterndem Offensivfußball beinahe bis in die Bundesliga geführt hatte. Werder zahlte dem Vernehmen nach eine Ablöse in Höhe von 350.000 Euro, doch die Erwartungen an mitreißenden und erfolgreichen Offensivfußball wie in Elversberg konnte die Bremer Mannschaft unter Steffen nie erfüllen. Die Grün-Weißen gewannen lediglich vier ihrer bisherigen 20 Bundesliga-Partien, schieden zudem bereits in der ersten Runde im DFB-Pokal aus (Bielefeld, 0:1). Mit der Entlassung des 56-Jährigen setzt der SVW im Kampf um den Klassenerhalt nun auf neue Impulse! (nag/bvo)
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