Werder-Coach spricht erstmals in 2025

„Das ist kein Wunschkonzert“: Werder-Trainer Ole Werner über Ziele, Transfers, Schneefall und Kadergröße

Trainer Ole Werner spricht über Winter-Transfers, die Personallage bei Werder Bremen, seine Ziele und viele weitere Themen, die 2025 wichtig werden!
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Trainer Ole Werner spricht über Winter-Transfers, die Personallage bei Werder Bremen, seine Ziele und viele weitere Themen, die 2025 wichtig werden!

Trainer Ole Werner spricht in der ersten Medienrunde des neuen Jahres über mögliche Winter-Transfers, die Personallage bei Werder Bremen, seine Ziele und viele weitere Themen, die 2025 für den SVW wichtig werden!

Bremen – 25 Punkte auf dem Konto, Tabellenplatz sieben: Die Ausgangslage, mit der der SV Werder Bremen ins Jahr 2025 startet, ist äußerst verheißungsvoll. Nicht wenige Beobachter und Fans träumen deshalb mehr denn je von der lang ersehnten Rückkehr ins internationale Geschäft, was natürlich auch Cheftrainer Ole Werner bewusst ist. Mit einstimmen in den Europa-Chor möchte der 36-Jährige in der Öffentlichkeit aber weiterhin nicht. „Unser Saisonziel lautet nach wie vor, dass wir so schnell wie möglich 40 Punkte holen wollen“, sagte Werner am Freitag, „über alles andere können wir uns danach unterhalten“. Einen Tag nach dem Trainingsauftakt seiner Mannschaft sprach der Coach ausführlich über die aktuellen Themen rund um seinen Verein. Dabei ging es neben Witterungsbedingungen und Personallage auch um mögliche Winter-Transfers und Werders fußballerische Entwicklung.

Werder Bremens Trainer Ole Werner über die ersten Eindrücke seiner Mannschaft in 2025

Lang war die Winterpause nicht, gerade einmal zwölf Tage lagen zwischen Werder Bremens letztem Pflichtspiel in 2024 und dem Trainingsauftakt am 2. Januar 2025, auf den am Freitagvormittag eine weitere Einheit folgte. Zudem steht am Sonntag (15 Uhr im DeichStube-Liveticker) die XXL-Generalprobe gegen Twente Enschede an. Mit dem Auftritt der Spieler, die dabei sein konnten, zeigte sich Ole Werner zufrieden: „Die Jungs haben einen guten Eindruck gemacht. Wir sind gut wieder reingekommen“, sagte der Trainer, der seinen Spielern vier individuell zu absolvierende Läufe mit in die freien Tage gegeben hatte.

Werder Bremens Trainer Ole Werner über die Personallage

Torhüter Michael Zetterer und Leonardo Bittencourt sind erkältet, Keke Topp (Syndesmosebandriss) und Felix Agu (Außenbandverletzung im Knie) langzeitverletzt. Vor Februar wird das Duo nicht zurückkehren. Deutlich besser sieht es da bei Marvin Ducksch (OP an der Schilddrüse) und Justin Njinmah (Sprunggelenksprobleme) aus. „Bei Marvin geht die Tendenz dahin, dass er in der nächsten Woche wieder ganz normal dabei ist und die Vorbereitung auf das Leipzig-Spiel regulär mitmachen kann“, sagte Werner über den Stürmer des SV Werder Bremen, der am Freitag bereits wieder Runden auf dem Platz gedreht hatte. Ganz so schnell geht es bei Njinmah zwar nicht, aber auch er wird zeitnah zurückerwartet. Ole Werner: „Er wird die Belastung jetzt langsam steigern und wahrscheinlich nach der Englischen Woche wieder voll dabei sein.“

Werder Bremens Trainer Ole Werner über mögliche Neuzugänge

Seit dem 1. Januar ist das Transferfenster geöffnet, in gut vier Wochen, am 3. Februar, schließt es sich wieder. Zeit, die natürlich auch der SV Werder Bremen nutzt, um sich auf dem Markt nach möglichen Verstärkungen umzusehen. Entsprechend der Personallage (siehe oben) ist dabei vor allem der Sturm ins Blickfeld gerückt. „Wir sind uns bewusst, dass wir Probleme bekommen können, wenn mehrere Spieler in einem Bereich fehlen. Das ist eine Herausforderung“, sagte Ole Werner – und erinnerte abermals daran, dass Werder bei der Suche nach neuem Personal nicht frei von Zwängen ist: „Ein Wunschkonzert ist es für uns definitiv nicht.“ Grundsätzlich sei er mit seinem Kader sehr zufrieden, „aber wir verschließen uns auch nicht vor neuer Qualität“. Werners Credo dabei: „Unsere Aufgabe ist es, Spieler zu finden, die sofort besser sind als diejenigen, die schon da sind.“ Was für einen Club wie Werder nicht ganz einfach sei. „Diese Qualität will schließlich auch bezahlt werden.“

Werder Bremens Trainer Ole Werner über mögliche Abgänge

Nominell allzu üppig bestückt ist der Kader des SV Werder Bremen nicht, weshalb es wenig verwundert, wenn Ole Werner betont, dass er von sich aus keinen Spieler abgeben möchte. „Bei mir hängt kein Name an der Tafel, von dem ich sagen würde, dass er für uns nicht wichtig ist“, sagte der Trainer. Sollte es doch zu einem Abgang kommen – bekanntlich ist Olivier Deman mit seiner Rolle im Kader unzufrieden –, ist für Werner eines klar: „Wenn jemand geht, müssen wir auch jemanden dazuholen. Denn nominell abgeben können wir niemanden.“ 

Werder Bremens Trainer Ole Werner über die Witterungsbedingungen

Pünktlich zum Trainingsbeginn am Freitagvormittag fanden sich die Spieler des SV Werder Bremen auf dem Platz plötzlich in einem dichten Schneegestöber wieder. Ole Werner und sein Trainerteam mussten deshalb „etwas umdisponieren“ und die Einheit verkürzen. Grundsätzlich steht der Chefcoach aber weiterhin voll hinter der Entscheidung, auf ein Winter-Trainingslager in südlichen Gefilden verzichtet zu haben. Zur Erinnerung: Ob der kurzen Winterpause hatte sich Werder gegen eine Reise entschieden. „Das Wetter ist zu verschmerzen“, sagte Werner, „ein bisschen Flexibilität ist in dem Beruf immer gefragt, und die brauchten wir am Freitag“.

Verfolgt die Bundesliga-Partie des SV Werder Bremen bei RB Leipzig live im DeichStube-Liveticker!

Werder Bremens Trainer Ole Werner über die fußballerische Entwicklung der Grün-Weißen

Dass die bisherige Saison so schlecht nicht gewesen sein kann, zeigt bereits ein flüchtiger Blick auf die Tabelle, und auch bei seinem tiefergehendem Zwischenfazit kommt Ole Werner zu einem positiven Ergebnis. „Die Mannschaft hat eine gute Entwicklung bis zur Winterpause genommen. Wir sind jetzt flexibler in der Raumaufteilung, auch die defensive Stabilität hat sich verbessert.“ Luft nach oben sieht der Coach des SV Werder Bremen allerdings auch: „Wir können noch effektiver sein im Ausspielen von Torchancen und lassen immer noch zu einfach Abschlüsse zu. Es gibt also genug Dinge, an denen wir arbeiten können.“ (dco)

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