Werder-Transfer-News
Neustart statt Flucht? Dawid Kownacki und der nächste Angriff auf den Werder-Sturm
Eigentlich wollte Dawid Kownacki am liebsten bei Fortuna Düsseldorf bleiben. Doch jetzt sieht es plötzlich nach einem Neustart beim SV Werder Bremen aus – die Gründe.
Bremen – Ein Geheimnis aus seiner Liebe hat Dawid Kownacki nie gemacht: „Die Stadt und der Club sind mein zweites Zuhause.“ Gesagt hat er diese Worte allerdings nicht über den SV Werder Bremen, sondern über Fortuna Düsseldorf. Und deshalb betonte der polnische Stürmer kürzlich auch: „Ich habe kein Problem, weiter 2. Liga zu spielen.“ Zu gern würden die Rheinländer ihren beliebten Leihspieler fest behalten, ließen die vereinbarte Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro aber verstreichen, denn für einen langfristigen Transfer fehlt das nötige Geld – und vom Gehalt ist da noch nicht einmal die Rede. Deshalb herrscht in dieser Angelegenheit aktuell auch Funkstille zwischen dem SVW und der Fortuna. Die dortigen Entscheider um Ex-Werder-Manager Klaus Allofs schielen eher darauf, dass sich später womöglich noch eine günstigere Gelegenheit ergibt. Aber will Kownacki dann überhaupt noch? Der Angreifer wird nun erst einmal nach Bremen zurückkehren, um dort die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Und wie zu hören ist, tut er das keinesfalls mit ablehnender Grundhaltung.
Fortuna Düsseldorf fehlt Geld für Transfer: Dawid Kownacki vor Neustart beim SV Werder Bremen
„Unser Stand ist, dass er am Wochenende zurückkommt und dann erst einmal bei uns ist. Wir haben nichts anderes vernommen“, sagt Peter Niemeyer als Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. „Auch ihn wird Horst Steffen ganz genau beobachten, um sich dann zu entscheiden, ob und welche Rolle Dawid bei Werder spielen kann.“ Und Dawid Kownacki begreift diese Ausgangslage offenkundig als große Chance.
So soll der 28-Jährige laut „Bild“ wenig Lust auf eine Hängepartie wegen seiner Zukunft haben, sondern will bei der Mannschaft, für die er demnächst Tore schießen soll, möglichst viel Zeit während der Vorbereitung verbringen, um eine optimale Abstimmung mit den Kollegen zu haben. Dass er sich dabei durchaus in Szene setzen kann, hat der frühere Nationalspieler schon vor zwei Jahren bewiesen, als er kurz nach seinem Wechsel an die Weser einen Treffer nach dem anderen in den Testpartien des SV Werder Bremen erzielte.
Neue Chance unter Horst Steffen? Dawid Kownacki nimmt bei Werder Bremen neuen Anlauf
Doch so reibungslos ging es für ihn nicht weiter. Der damalige Coach Ole Werner setzte in der Bundesliga meist auf ein anderes Personal in der Offensive, Dawid Kownacki kam – wenn überhaupt – überwiegend von der Bank zu Einsätzen, hatte aber wenig Impulse zu bieten. Auch deshalb folgte kurz darauf in beiderseitigem Interesse die Leihe nach Düsseldorf. Die jetzige Zusammenarbeit mit Horst Steffen könnte so etwas wie ein Neustart in der Beziehung zwischen Club und Spieler sein – zumal Werders neuer Trainer aus seiner Zeit in Elversberg bestens weiß, welche Qualitäten Kownacki in der 2. Bundesliga ausgezeichnet haben. Allein in der abgelaufenen Spielzeit brachte es dieser auf 13 Treffer und fünf Vorlagen in 29 Partien. Demnächst ist Zeit zum persönlichen Beschnuppern. Erst wenn beide doch nicht sportlich zusammenfinden sollten, könnte ein Wechsel des Stürmers beim SV Werder Bremen wieder Thema werden. (mbü)
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