Wo muss Werder ran?

Pokalspiel gegen Werder: Lüneburger SK prüft Austragung am Millerntor

Wo trägt der Lüneburger SK Hansa sein DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen aus? Der LSK prüft offenbar die Austragung in Hamburg - alle Infos!

Noch steht nicht endgültig fest, wo die DFB-Pokal-Partie zwischen dem Lüneburger SK Hansa und dem SV Werder Bremen Ende August (21. – 24.8) stattfinden wird. Immer mehr deutet jedoch darauf hin, dass das Erstrundenduell nicht in Lüneburg selbst ausgetragen werden kann. Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, laufen bereits Gespräche über einen möglichen Umzug ins Millerntor-Stadion des FC St. Pauli. Das bestätigte laut des Berichts der LSK-Pressechef Jürgen Poersch. Die DeichStube hatte bereits zuvor berichtet, dass das Stadion auf St. Pauli aktuell als favorisierte Lösung gilt.

Die DFB-Pokal-Partie des SV Werder Bremen beim Lüneburger SK Hansa könnte aus Kapazitätsgründen im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli ausgetragen werden. (Archivbild)

DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen: Umzug ins Millerntor-Stadion würde sich für Lüneburger SK wohl ab 15.000 verkauften Tickets lohnen

Hintergrund ist vor allem die geringe Kapazität der eigentlichen Heimspielstätte des Oberligisten. Der Lüneburger SK trägt seine Partien normalerweise auf der Sportanlage Sülzwiesen aus, die lediglich rund 4.500 Zuschauer fasst. Schon kurz nach der Auslosung war intern daher schnell klar geworden, dass die Infrastruktur für ein Nordduell gegen den SV Werder Bremen kaum ausreichen dürfte.

Während beim Pokalauftritt gegen Mainz 05 im Jahr 2017 noch auf den Sülzwiesen gespielt wurde, rechnen die Verantwortlichen diesmal mit deutlich größerem Zuschauerinteresse aufgrund der kurzen Anreise für viele Fans des SV Werder Bremen. Demnach müsste in Lüneburg kurzfristig eine komplette Infrastruktur aufgebaut werden, was intern als kaum umsetzbar eingeschätzt wird. Ein Umzug ans Millerntor könnte sich für den Fünftligisten wirtschaftlich bereits ab etwa 15.000 verkauften Tickets lohnen. Das Stadion des Bundesliga-Absteigers hat eine Kapazität von knapp 30.000 Plätzen.

Millerntor-Stadion wäre für DFB-Pokal-Partie zwischen Lüneburger SK und Werder Bremen verfügbar

Auch der FC St. Pauli selbst bestätigte dem Bericht zufolge mehrere Anfragen bezüglich möglicher Stadionanmietungen. Der Club prüfe diese derzeit „ergebnisoffen“ und könne sich eine Vermietung grundsätzlich vorstellen. Bereits in der vergangenen Saison hatte Regionalligist Eintracht Norderstedt sein Pokalspiel ausgerechnet gegen St. Pauli am Millerntor austragen dürfen.

Dass das Millerntor-Stadion am Pokalwochenende überhaupt verfügbar ist, liegt auch daran, dass der FC St. Pauli selbst auswärts bei Rot-Weiss Essen antreten muss. Nach Informationen der „MOPO“ soll LSK-Vorsitzender Raphael Marquardt am Freitag sogar zu einem Vor-Ort-Termin nach Hamburg reisen, um dort konkrete Gespräche über die Austragung der DFB-Pokal-Partie gegen Werder Bremen zu führen.

Lose Kontakte soll es dem Bericht zufolge vor der Auslosung zudem auch mit dem Hamburger SV gegeben haben. Dass das Volksparkstadion dem Lüneburger SK jedoch ausgerechnet für ein DFB-Pokal-Spiel gegen den HSV-Rivalen Werder Bremen zur Verfügung gestellt würde, gilt aktuell als unwahrscheinlich – auch wegen möglicher Fan-Konflikte. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Ruhnke

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