Werder zittert sich weiter
„Das war ein großer Kampf“ - die Stimmen zu Werders DFB-Pokal-Sieg beim SC Paderborn
Der SV Werder Bremen hat sich gegen den SC Paderborn dank eines 1:0-Arbeitssieges ins DFB-Pokal-Achtelfinale gezittert. Die Stimmen zum Spiel.
Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Es war das Spiel, das man erwarten konnte. Es war sehr eng und ausgeglichen zwischen zwei Mannschaften, die ganz gerne Fußball spielen. Der Platz war für beide Teams sehr schwer zu bespielen, das hat dazu geführt, dass sich eher ein kämpferisches Spiel ergeben hat als eines, dass für die feine Klinge in die Geschichte eingehen wird. Aber wir haben damit gerechnet und für uns steht heute die Erkenntnis im Vordergrund, dass wir uns Siege auch erarbeiten können über Kampf, Bereitschaft und Willen am Ende gepaart damit, den Funken kaltschnäuziger gewesen zu sein als der Gegner. Wir sind sehr froh, dass wir in der nächsten Pokalrunde stehen und richten nun den Blick auf Gladbach.“
„Reif und Clever“: Die Stimmen zum Sieg des SV Werder Bremen im DFB-Pokal gegen SC Paderborn
Clemens Fritz (Sportchef des SV Werder Bremen): „Es war das zu erwartende eklige Spiel. Die Art und Weise, wie wir spielen wollten, war heute aufgrund des Platzes schwierig. Die Paderborner haben auch gut die Räume zugemacht, dadurch sind wir nie so richtig dahin gekommen, wo wir hinwollten. Aber trotzdem: Pokal ist immer besonders, es war eklig, aber wir haben uns gewehrt. Wir sind alle sehr froh, dass wir eine Runde weitergekommen sind und schauen nach vorne. Ich würde schon sagen, dass wir reif und clever gespielt haben.“
Michael Zetterer (Torhüter des SV Werder Bremen): „Dass es hinten raus noch eng wurde, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir hätten bei der einen oder anderen Chance geradliniger nach vorne spielen und für die Entscheidung sorgen können. Das war insgesamt eine sehr solide Leistung, mit der wir das Ergebnis über die Zeit gebracht haben. Wir hatten einen klaren Plan auf diesem tiefen Platz: Fehlervermeidung, keine verrückten Dinge, auch mal lange Bälle. Das ist in so einem Spiel auch mal erlaubt, finde ich. Das haben wir von der ersten bis zur 90. Minute seriös gespielt. Wir haben ein Tor geschossen, bei dem die uns eingeladen haben.“
Werder Bremen feiert „erwachsenen Sieg“ gegen den SC Paderborn - die Stimmen zum Sieg im DFB-Pokal
Marvin Ducksch (Torschütze des goldenen Werder-Tores): „Es war sehr, sehr schwierig auf diesem Rasen. Das war mit der schlechteste Platz, auf dem wir in dieser Saison gespielt haben. Riesenkompliment an beide Mannschaften, das war ein großer Kampf. So ein Spiel musst du erst mal zu null spielen und alles wegverteidigen, das haben wir sehr gut gemacht.“
Leonardo Bittencourt (Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen): „Es war ein souveräner, erwachsener Sieg von uns. Wir haben nicht viel zugelassen. Klar, am Ende hat Paderborn noch gedrückt, aber wir haben verdient gewonnen. Vielleicht hätten wir den Sack eher zumachen müssen, deswegen mussten wir ein bisschen zittern.“
Lukas Kwasniok (Trainer des SC Paderborn): „Zunächst einmal meine Glückwünsche an Ole Werner und Werder zum Weiterkommen. Ich glaube, es gibt zwei große Unterschiede zwischen erster und zweiter Liga: Zum einen die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die Torabschlussqualität, zum anderen so ein bisschen die Cleverness, und das meine ich gar nicht negativ, im Ziehen von Fouls. Die Foulstatistik stand zur Halbzeit bei drei zu elf aus unserer Sicht. Wir sind in der zweiten Liga jetzt nicht als Tretertruppe bekannt, normalerweise gehen wir da einstellig vom Feld. Aber diese kleinen Dinge haben sie immer wieder clever gezogen, sodass sie immer wieder neue Ballbesitzphasen hatten. Ich fand einfach, dass wir insgesamt ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben. Nur dafür können wir uns am heutigen Tag nichts kaufen. Es geht einzig und allein ums Ergebnis und das kennt jeder. Deshalb sind wir zwar teilweise stolz über die gezeigte Leistung, aber eben auch wütend und frustriert, weil wir heute verloren haben. Wir hätten ganz gerne noch ein, zwei Highlight-Spiele gehabt, mussten Werder aber heute den Vortritt lassen.“
Mit Stimmen von Sky