Werder-Startelf gegen Paderborn
Werder Bremen in Noten gegen den SC Paderborn: Defensiv-Duo überzeugt bei glanzlosem Sieg
Der SV Werder Bremen hat das DFB-Pokalspiel beim SC Paderborn mit 1:0 (1:0) gewonnen und steht somit im Achtelfinale des Wettbewerbs. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten!
Michael Zetterer: War nach einem Bilbija-Schuss erstmals gefordert (14.), klärte später reaktionsschnell mit dem Fuß gegen Curda (39.). Dazwischen sehr häufig als wichtige Anspielstation der Vorderleute gefragt, musste stets hochkonzentriert sein. Verhinderte zweimal stark das drohende 1:1 (75./79.). Stets zur Stelle, wenn es irgendwie brannte. Note 2
Julian Malatini: Beschränkte sich zunächst auf klare Aktionen, als Werder insgesamt noch unrhythmisch auf dem Rasen unterwegs war. Danach mit mehr Ruhe in seinen Defensivaktionen, zeigte eine unter dem Strich abgebrühte Darbietung. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen den SC Paderborn: Kapitän Marco Friedl mit einem guten Auftritt
Marco Friedl: SCP-Stürmer Sven Michel sorgte für reichlich Betrieb in der Bremer Hintermannschaft, auch Werders Kapitän hatte oft mit ihm zu tun. Löste aber gewohnt zuverlässig viele Paderborner Angriffsaktionen. Note 2
Anthony Jung (bis 89.): Zurück in der Startelf nach Adduktorenverletzung. Sah von Bilbija vor dessen Chance nur die Hacken (14.), danach weitgehend unauffällig unterwegs. War wichtig als Absicherung für Köhn, über dessen Seite einige Bälle Richtung Bremer Strafraum kamen. Note 3,5
Mitchell Weiser: Tat sich auf dem unebenen Untergrund schwer und war deshalb bei Weitem nicht so auffällig wie in den vorherigen Partien. Zwar ständig auf der rechten Seite unterwegs, doch die richtige Bindung fand er dieses Mal nicht. Dann plötzlich bei einem Konter noch mit guter Flanke auf Ducksch (85.). Note 4
Werder Bremen in Noten gegen den SC Paderborn: Senne Lynen mit ungewohnt vielen Unsauberkeiten in seinem Spiel
Senne Lynen: Verschätzte sich böse gegen Michel, bügelte den Patzer aber unter Köhns Mithilfe selbst wieder aus (20.). Hatte auch sonst ungewohnt viele Unsauberkeiten in seinem Spiel. Wurde im weiteren Verlauf immerhin etwas sattelfester. Note 4
Derrick Köhn (bis 78.): Erhielt den Vorzug vor Felix Agu und startete fehlerbehaftet in die Partie. Sein Tempo konnte der 25-Jährige kaum einmal ausspielen, rannte sich mehrfach fest. Kurz nach dem Seitenwechsel landete sein abgefälschter Schuss am Außenpfosten (53.). Defensiv oft zu zögerlich in seinen Aktionen oder mit gefährlichen Ballverlusten. Note 4,5
Leonardo Bittencourt: Schnupperte am 2:0, hämmerte den Ball aber an den Pfosten (35.). Kurz darauf mit schönem Pass in die Spitze auf Grüll (41.). Bot insgesamt eine auffällige Partie, war an vielen Aktionen der Grün-Weißen beteiligt. Bestätigte, dass er in guter Verfassung ist. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen den SC Paderborn: DFB-Pokalspiel läuft lange Zeit an Romano Schmid vorbei
Romano Schmid: Weil die Gäste anfangs einige Probleme hatten, einen ordentlichen Spielaufbau aufzuziehen, war auch vom Österreicher wenig zu sehen. Lange lief das Geschehen ziemlich am 24-Jährigen vorbei, im zweiten Durchgang dann präsenter – ohne aber die ganz großen Ausrufezeichen zu setzen. Note 4
Marvin Ducksch: Bekam den Führungstreffer auf dem Silbertablett serviert und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen (30.). Ansonsten an vielen Szenen beteiligt, aber mitunter fehlte es an der Genauigkeit – etwa, als er den freien Njinmah nicht bediente (67.). Scheiterte noch per Heber an Schubert (76.), kam bei einer Weiser-Hereingabe minimal zu spät und traf den Ball so nicht ideal (85.). Note 2,5
Marco Grüll (bis 44.): Brauchte eine längere Anlaufzeit, um im Spiel anzukommen. Hatte dann eine dicke Gelegenheit kurz vor der Pause, scheiterte aber am Keeper (41.) und verletzte sich dabei am hinteren rechten Oberschenkel. Note 4
Werder Bremen in Noten gegen den SC Paderborn: Justin Njinmah wird ein- und wieder ausgewechselt
Justin Njinmah (ab 44./bis 89.): Viel in Bewegung, aber die ganz große Chance gab es für ihn nicht. Rannte bei einem aussichtsreichen Konter in der Schlussphase genau in den Gegenspieler. Musste dann tatsächlich wieder runter. Note 4
Felix Agu (ab 78.): Fiel in der Schlussphase nicht mehr großartig auf. Note –
Milos Veljkovic (ab 89.): Verteidigte noch mit. Note –
Oliver Burke (ab 89.): Kurzeinsatz als Joker. Note -
Weiter mit der Werder-Startelf:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen den SC Paderborn: Anthony Jung zurück in der Startelf
Werder Bremen trifft am Mittwoch (18 Uhr) im DFB-Pokal auf den SC Paderborn. Jetzt ist die Startelf-Aufstellung da - diese Elf schickt Trainer Ole Werner ins Rennen.
Update vom 30. Oktober 2024 (17 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da - und Trainer Ole Werner nimmt im Vergleich zum Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zwei Veränderungen vor! Die ganze Werder-Startelf für die Partie beim SC Paderborn lest findet ihr hier im Liveticker zum DFB-Pokalspiel!
Bremen – Großen Anlass, etwas an der Startelf zu verändern, hat das vergangene Wochenende eigentlich nicht geboten. Beim 2:2 gegen den Deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen rief der SV Werder Bremen eine mannschaftlich gute Leistung ab, die Spieler sammelten eher Argumente, zukünftig weiter so zusammenzuspielen. In der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den SC Paderborn am Mittwoch (18 Uhr im DeichStube-Liveticker) wird Trainer Ole Werner aber zumindest eine Änderung seiner Aufstellung vornehmen müssen.
Aufstellung gegen SC Paderborn: Anthony Jung dürfte Amos Pieper in der Startelf ersetzen
Weil Amos Pieper beim Erstrunden-Aus gegen Viktoria Köln in der vergangenen Saison wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte und zwei Pokalspiele gesperrt worden war, muss er gegen den SC Paderborn noch einmal zusehen. Gut, dass Anthony Jung seine Adduktorenprobleme aus dem Wolfsburg-Spiel inzwischen überstanden hat. So wird er auf seine angestammte Position als linker Innenverteidiger in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehren. Spannend wird es dann eher am kommenden Sonntag, ob Werner Jung oder Pieper in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach den Vorzug gibt.
Trotz der Englischen Woche sind weitere personelle Veränderungen gegen den SC Paderborn zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Die für Werder-Profis ungewohnte Doppelbelastung mit zwei Wettbewerben ist für Werner zumindest kein zwingender Grund, Spieler zu schonen: „Wechsel sind immer Thema, aber es ist so, dass wir vom Rhythmus der Englischen Woche relativ glücklich davongekommen sind. Wir haben zwischen den einzelnen Spielen so viel Zeit, dass junge, gesunde Menschen das gut vertragen können.“ Die Abstände von jeweils drei Tagen hält der Coach für „relativ entspannt“.
Nur eine Änderung in der Startelf? Werder Bremen hat keinen Grund, große Veränderungen in der Aufstellung vorzunehmen
Neben Startelf-Rückkehrer Jung werden also auch gegen Paderborn Kapitän Marco Friedl im Zentrum und Julian Malatini auf der rechten Seite die Dreierkette komplettieren. Davor bilden Senne Lynen und Leonardo Bittencourt in Abwesenheit von Jens Stage eine Doppelsechs. Die Außenpositionen dürften wieder an Mitchell Weiser (rechts) und Felix Agu (links) gehen. Für die linke Schiene wäre auch Derrick Köhn eine Alternative, doch trotz des Eigentores hatte Werner Agu nach dem Leverkusen-Spiel eine „überragende Leistung“ attestiert. Nach einem Wechsel klang das erst mal nicht.
In der Offensive des SV Werder Bremen dürfte neben den gesetzten Marvin Ducksch und Romano Schmid erneut Marco Grüll in der Aufstellung stehen. Justin Njinmah ist nach wochenlanger Verletzungspause noch nicht wieder bei 100 Prozent und zunächst weiterhin ein Kandidat für eine Einwechslung. Keke Topp, der in der ersten Pokalrunde gegen Energie Cottbus einen Dreierpack erzielt hatte, aber seitdem noch nicht wieder getroffen hat, dürfte ebenfalls erst mal auf der Bank Platz nehmen. Im Tor steht wie gewohnt Michael Zetterer. Ein Keeperwechsel im DFB-Pokal, wie ihn andere Clubs praktizieren, ist für Ole Werner bei aller Wertschätzung für den jungen Mio Backhaus kein Thema. (han)
