Werder-Transfer-News
Dikeni Salifou zurück in Bremen: Aber hat er bei Werder eine Zukunft?
Zukunft am Osterdeich oder fester Abgang: Wie geht es mit Leih-Rückkehrer Dikeni Salifou bei Werder Bremen weiter?
Bremen – Anders als viele andere Profi-Fußballer gibt sich Dikeni Salifou auf den sozialen Netzwerken eher zurückhaltend. Während zahlreiche Spieler des aktuellen Werder-Kaders die Sommerpause im Juni nutzten, um auf Instagram & Co. Urlaubsfotos oder Bilder schweißtreibender Workouts zu posten, blieb es um den 22-Jährigen eher ruhig. Was allerdings nicht bedeutet, dass Salifou untätig war. Im Interview mit der DeichStube sagte Werders Athletiktrainer Günther Stoxreiter vergangene Woche auf die Frage, welche Profis des SV Werder Bremen in der Sommerpause besonders intensiv gearbeitet haben: „Die zuletzt ausgeliehenen Profis wie Dikeni Salifou sind sehr engagiert.“ Ein Hinweis darauf, dass der zentrale Mittelfeldspieler nach seiner einjährigen Leihe zu Austria Klagenfurt an der Weser noch einmal angreifen will?
Transfer oder Verbleib: Dikeni Salifou ist zurück bei Werder Bremen, aber hat er eine Zukunft an der Weser?
„Wir begrüßen es, wenn die Jungs in der Pause Vollgas geben und sich dadurch selbst positiv einbringen“, zeigt sich Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube erfreut über Salifous starke Fitnesswerte während der freien Zeit. Gerade auf der Sechser-Position in der Bundesliga ist eine hohe Laufbereitschaft allerdings auch Grundvoraussetzung. Zum Vergleich: Senne Lynen, direkter Konkurrent auf der Position, lief in der vergangenen Saison mehr als 363 Kilometer – und gehörte damit zu den Top Ten der laufstärksten Spieler der Liga. Damit wird auch das grundsätzliche Problem für Dikeni Salifou bei Werder Bremen deutlich: An der eingespielten Achse Lynen/Stage gab es im Mittelfeld bislang kaum ein Vorbeikommen. Sollte sich das im Sommer nicht durch einen Abgang der beiden Leistungsträger ändern, dürfte es der 22-Jährige auch unter dem neuen Cheftrainer Horst Steffen schwer haben.
Eine dritte Leihe gilt angesichts eines nur noch bis 2026 laufenden Vertrags bei Werder Bremen als unwahrscheinlich. „Wir haben uns mit seiner Agentur abgestimmt. Dikeni wird bei uns in die Vorbereitung starten“, sagt Niemeyer – und ergänzt: „Im weiteren Verlauf werden wir unsere Eindrücke zusammentragen und gemeinsam besprechen, wie der beste Weg aussieht.“ Klar ist: Sollte es Dikeni Salifou in den ersten Wochen der Vorbereitung nicht gelingen, Chefcoach Steffen nachhaltig von sich zu überzeugen, deutet vieles auf einen festen Abschied in diesem Sommer hin. Immerhin: Die physischen Voraussetzungen bringt er für einen Neustart an der Weser bereits mit. (bvo)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
