Die DeichStuben-Noten zur Partie Bayer 04 gegen Werder
Einzelkritik: Kruse ist einfach überragend
Es ist ein wichtiger Sieg für Werder Bremen: Angeführt von ihrem überragend agierende Kapitän Max Kruse haben die Hanseaten durch den nicht unverdienten 3:1-Erfolg im Rheinland am Sonntagmittag den Aufwärts-Trend der Leverkusener gestoppt und dürfen sich nun vermehrt Hoffnungen auf eine Europacup-Teilnahme machen. Die Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: Hatte gegen die gefährliche Leverkusener Offensive lange Zeit keine Möglichkeit, sich auszuzeichnen – aber dann: Klasse seine Parade nach einem abgefälschten Distanzschuss von Lars Bender. Wirkte in seinen Aktionen gewohnt sicher, mit Ausnahme eines Flugballes, der ihm viel zu flach geriet. Beim 1:2 ohne Chance. Note 2,5
Theodor Gebre Selassie: Auf der rechten Seite in der Defensive vor allem als Sprinter gegen den pfeilschnellen Bailey gefordert. Kam dem Jamaikaner zwar nicht immer hinterher, biss sich aber ins Spiel und am Gegenspieler fest. In der Offensive entsprechend zurückhaltender als sonst. Note 3
Marco Friedl: Es war erst der zweite Startelf-Einsatz für den jungen Österreicher in dieser Saison – und wieder gegen Leverkusen. Anders als im Hinspiel lieferte er dieses Mal jedoch eine starke Leistung ab. Aufmerksam gegen Volland, mit guten Pässen im Spielaufbau, wichtigen Rettungstaten – und sogar eleganten Aktionen am Ball. Note 2
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Niklas Moisander: Werders Finne stand fast immer goldrichtig im Abwehrzentrum und gab damit auch Nebenmann Friedl Halt. Große Ruhe am Ball, den Kopf stets oben – so lenkte der 33-Jährige das Bremer Spiel von hinten heraus. Note 2
Ludwig Augustinsson: Bekam es auf der linken Seite zunächst mit Bellarabi zu tun und ließ sich in Hälfte eins ein paar Mal überspielen. Fand danach aber ins Spiel und erledigte seinen Job in der Defensive aufmerksam. Im Spiel nach vorne dafür nicht so präsent. Note 3
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Nuri Sahin: Rückte für den verletzten Bargfrede in die Anfangsformation und stabilisierte Werders Spiel als Sechser vor der Abwehr. Strahlte Sicherheit aus und war enorm zweikampfstark. Ging hin und wieder zu hohes Risiko und musste den Gegenspieler passieren lassen. Im Pech, dass sein frecher Freistoß nur gegen die Latte flog. Kassierte seine fünfte Gelbe Karte und ist im nächsten Spiel gesperrt. Note 2
Kruse: Mehr kann ein Kapitän nicht tun
Maximilian Eggestein: Bereitete per Traumpass das 1:0 von Kruse vor – fast so, als hätte er Bundestrainer Löw nachträglich noch eine Bestätigung für seine Nominierung liefern wollen! Im Mittelfeld auch viel in der Defensive gefordert, löste das meist geschickt und kühlte das Spiel mit vielen klugen Pässen in den richtigen Momenten herunter. Note 2
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Davy Klaassen (bis 84.): Bekam seinen Fuß gleich mehrmals im letzten Moment noch an den Ball und erstickte damit gefährliche Leverkusener Konter im Keim. Gewohnt passsicher, gewohnt kampfstark, aber weiterhin mit Luft nach oben in der Offensive. Note 3
Johannes Eggestein (bis 75.): Herrlich die Ball-Ablage vor dem 1:0 auf seinen Bruder Maximilian, der kurz darauf den Traumpass auf Kruse spielen konnte. Hatte viele von diesen intelligenten Aktionen und auch vor dem Bremer 2:0 seine Füße mit im Spiel, ehe ihn Lars Bender hart von den Beinen holte. Note 2
Max Kruse: Zwei Tore gemacht, ein Tor vorbereitet, viel gelaufen, immer angetrieben – mehr kann ein Kapitän während eines Spiels nicht für seine Mannschaft tun. Kruse, schon seit Wochen in Topform, lieferte eine Glanzvorstellung ab. Der Spaß, den er dabei hatte, war bis ganz weit oben auf der Tribüne der BayArena zu spüren. Note 1
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Milot Rashica (bis 65.): Brachte mit seinen Läufen immer wieder Unruhe in die Leverkusener Abwehr, vor allem, weil er ständig mit seinen Nebenleuten die Positionen tauschte. Eiskalt vor seinem Treffer zum 2:0, wenn auch etwas Glück dabei war – Hrdecky hatte noch seine Finger am Ball. Insgesamt eine starke Leistung. Aus Werders Startelf nicht mehr wegzudenken. Note 2
Martin Harnik (ab 65.): Sollte Frische in Werders Offensive bringen, das gelang nur bedingt. Doch dann bereitete er das 3:1 sehr gut vor. Note -
Fin Bartels (ab 75.): Zweiter Einsatz nach seinem Achillessehnenriss. Setzte keine Akzente mehr, wurde aber einmal noch übel gefoult, blutete sogar im Gesicht. Note -
Sebastian Langkamp (ab 84.): Verstärkte in der Schlussphase die Abwehrkette. Note -