Einzelkritik zum 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt
Werder in Noten: Osakos starker Auftritt, Augustinsson von der Rolle
Frankfurt - Dank eines späten Tores bejubelt Werder Bremen einen 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt. Das sind die Noten für die Werder-Profis.
Jiri Pavlenka (bis 53.): Drama um den Tschechen! Im ersten Durchgang wurde er nicht einmal ernsthaft geprüft, dann musste er kurz nach Wiederbeginn wegen einer zu kurzen Kopfballrückgabe von Augustinsson gegen Gacinovic volles Risiko gehen. Ergebnis: Elfmeter und ein ausgeknockter Pavlenka. Der Tscheche wurde fünf Minuten lang behandelt, kam nicht auf die Beine und musste vom Platz getragen werden. Note 3
Luca Plogmann (ab 53.): Zwei Ersatztorhüter verletzt – wenn dann auch noch die Nummer eins ausfällt, steht plötzlich ein 18-Jähriger im Bundesliga-Tor. Und seine Premiere begann mit dem kassierten Strafstoß, verlief danach aber ruhig und störungsfrei. Note 3
Theodor Gebre Selassie: Pech, dass sein Volleyschuss noch von Abraham auf der Linie geklärt wurde (76.). Ungeklärt blieb dagegen, weshalb er sich von Willems eine Art Ohrfeige eingefangen hatte - der Frankfurter flog dafür vom Platz. Note 3
Milos Veljkovic: Der serbische Nationalspieler zeigte alle Qualitäten, die ihn auszeichnen. Gutes Stellungsspiel, abgeklärt in den Zweikämpfen – und dann noch die Diagonalbälle nach vorne, die er so gut spielt wie kein Anderer im Bremer Kader. Note 2,5
Niklas Moisander: Grundsolider Auftritt des Verteidigers, der Frankfurts Sturmspitze Haller in Kooperation mit Veljkovic gut beherrschte. Note 3
Ludwig Augustinsson: Es war kein guter Tag für den Schweden. Erst vermasselte er gründlich einen Konter, der das 2:0 hätte bringen müssen, dann beschwor er mit dem zu kurz geratenen Kopfball auf Pavlenka die Szene zum Elfmeter herauf. Danach minutenlang von der Rolle, ehe er sich durch Offensivaktionen Selbstbewusstein zurückholte. Note 4,5
Philipp Bargfrede (bis 83.): Stand in der ersten Halbzeit tief, um dort die Frankfurter Angriffe abzufangen. Was lange gut gelang. In der turbulenten Phase nach dem 1:1 aber nicht mehr. Note 3
Fotostrecke: Werder feiert Last-Minute-Sieg dank Rashica-Hammer




Maximilian Eggestein: Erst der totale Stotterstart, dann der Traumpass. Eggestein gelang in den ersten Minuten nichts – bis er den perfekten Ball hinter die Frankfurter Viererkette spielte und Osako so das 1:0 auflegte. Danach kehrte er wieder zum Modus „Bemüht, aber unglücklich“ zurück. Note 3,5
Davy Klaassen: Wurde früh zur Zielscheibe Frankfurter Pfiffe, weil Salcedo nach einem Zweikampf mit ihm ausgewechselt werden musste (11.). Ob es an den akustischen Attacken lag, dass Klaassen bis auf wenige Ausnahmen eher unauffällig blieb? Note 3,5
Martin Harnik (bis 58.): Für den Rückkehrer war es der erste Saisoneinsatz nach überstandener Muskelverletzung. Florian Kainz musste für ihn weichen. Für Harnik galt jedoch: Aller Anfang ist schwer. Er spielte zunächst unglücklich, weshalb seine rechte Seite im Vergleich zur linken deutlich abfiel. Note 4
Max Kruse: Vergab eine dicke Chance, als er nach einer perfekten Osako-Flanke genau auf Eintracht-Keeper Trapp köpfte (17.). Mit ein paar Unzulänglichkeiten in der Defensive, aber speziell in der Schlussphase auch mit ein paar guten Ideen in der Offensive. Note 3
Yuya Osako: Starker Auftritt des Japaners auf der linken Angriffsseite – und das nicht nur wegen seines ersten Bundesliga-Treffers im Bremer Trikot. Eiskalt vollstreckte Osako (21.). Zuvor hätte seine Flanke auf Kruse schon die Führung bringen müssen – dass es nicht passierte, lag nicht an Osako. Ein zweiter Treffer wurde ihm wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Note 2,5
Claudio Pizarro (ab 58.): Kam in einer Phase, als Werder wackelte und offensiv trotz Überzahl gar nicht mehr stattfand. Mit Pizarro auf dem Platz hatte Werder plötzlich wieder die Spielkontrolle. Der 39-Jährige vergab aber auch noch eine Top-Chance. Note 3
Milot Rashica (ab 83.): Erst vergab er eine gute Möglichkeit, dann zauberte der Joker in der vorletzten Minute der siebenminütigen Nachspielzeit den Freistoß ins Tor. Unglaublich! Note -
Schon gelesen?
Der Spielbericht: Jubel um Rashica, Sorge um Frankfurt - 2:1 in Frankfurt
Rashica: „Das Tor war für die Fans und für Pavlas“ - Stimmen zum Spiel