Max Lorenz gratuliert seinem Freund und Ex-Mitspieler

„Eisenfuß“ Höttges feiert 75. Geburtstag

Horst-Dieter Höttges 1977.
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Horst-Dieter Höttges 1977.

Bremen - Welt-, Europa- und Deutscher Meister, dazu einer von Werders Ehrenspielführern – keine Frage: Horst-Dieter Höttges zählt nach wie vor zu den größten Fußballern, die jemals für Werder Bremen gespielt haben.

Heute feiert der „Eisenfuß“ seinen 75. Geburtstag. „Ich wünsche ihm alles Gute! Horst war immer da, er hat sich und vor allem seine Gegenspieler nie geschont“, betont Höttges’ Freund und Ex-Mitspieler Max Lorenz. Beide Männer haben einen großen Teil ihrer Karriere gemeinsam verbracht.

Im Sommer 1964 wechselte Höttges, ein talentierter Linksverteidiger, aus seiner Geburtsstadt Mönchengladbach nach Bremen. Dort avancierte er zu Werders bestem Einkauf der 60er Jahre und feierte mit dem Verein bereits am Ende seiner ersten Saison im Mai 1965 den Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft. 

8. Mai 1965: Horst-Dieter Höttges (li.) feiert die Meisterschaft mit Werder Bremen.

„Horst war als Fußballer ein großartiger Kämpfer“, erinnert sich Lorenz, „bei Werder war er vom ersten Tag an gesetzt.“ 

Erst Europameister dann der WM-Triumph

Auch der Nationalmannschaft blieben die starken Leistungen des Abwehrspielers nicht verborgen: Im März 1965 kam Höttges unter Trainer Helmut Schön zu seinem Debüt. Stolze 68 Länderspiele stehen in seiner Karriere zu Buche. 1972 wurde er in Belgien Europameister, zwei Jahre später folgte dann der WM-Triumph im eigenen Land. Unvergessen, wenn auch aus weniger erfreulichem Grund, war Höttges’ Auftritt im verlorenen WM-Finale von 1966 gegen England, als sein Gegenspieler Geoff Hurst drei Tore erzielte. „Das war fast schon mein Trauma“, hat Höttges einmal verraten.

Horst-Dieter Höttges: Seine Karriere in Bildern

8. Mai 1965: Horst-Dieter Höttges (li.) feiert die Meisterschaft mit Werder Bremen.
8. Mai 1965: Horst-Dieter Höttges (li.) feiert die Meisterschaft mit Werder Bremen. © imago
Höttges (re.) im Duell mit Schalkes Reinhard Libuda im April 1965.
Höttges (re.) im Duell mit Schalkes Reinhard Libuda im April 1965. © imago
Saison 1967/68: Höttges im Duell mit Bayerns Gustav Jung. Das Auswärtsspiel in München gewinnen die Bremer mit 3:2.
Saison 1967/68: Höttges im Duell mit Bayerns Gustav Jung. Das Auswärtsspiel in München gewinnen die Bremer mit 3:2. © imago
Horst-Dieter Höttges im Duell mit Franz Beckenbauer 1969.
Horst-Dieter Höttges im Duell mit Franz Beckenbauer 1969. © imago
Europameister 1972: Horst-Dieter Höttges (re.) und Gerd Müller nach dem Sieg.
Europameister 1972: Horst-Dieter Höttges (re.) und Gerd Müller nach dem Sieg. © imago
Familienmensch Höttges 1974.
Familienmensch Höttges 1974. © imago
Die Weltmeister von 1974. Horst-Dieter Höttges ist oben Links im Bild zu sehen - und sichtlich gierig auf den Pott.
Die Weltmeister von 1974. Horst-Dieter Höttges ist oben Links im Bild zu sehen - und sichtlich gierig auf den Pott. © imago
18.03.1977: Werder Bremen fegt Borrussia Dortmund mit 3:0 aus dem heimischen Stadion, im Bild erziehlt Höttges das 2:0.
18.03.1977: Werder Bremen fegt Borrussia Dortmund mit 3:0 aus dem heimischen Stadion, im Bild erziehlt Höttges das 2:0. © imago
Berti Vogts gratuliert Horst-Dieter Höttges bei dessen Abschiedsspiel am 1. Dezember 1977.
Berti Vogts gratuliert Horst-Dieter Höttges bei dessen Abschiedsspiel am 1. Dezember 1977. © imago
Heimflug nach Bremen: Horst-Dieter Höttges und Willi Lemke nach dem Sieg des Europapokals der Pokalsieger am 7 Mai 1992.
Heimflug nach Bremen: Horst-Dieter Höttges und Willi Lemke nach dem Sieg des Europapokals der Pokalsieger am 7 Mai 1992. © imago
Horst-Dieter Höttges im März 2016.
Horst-Dieter Höttges im März 2016. © imago

Heute lebt die Werder-Ikone, die seit geraumer Zeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, vor den Toren Bremens in Achim. Der Beiname „Eisenfuß“ ist auch im Alter geblieben. „Den trägt er ja auch zurecht“, sagt Lorenz, „denn wenn einer diese Bezeichnung verdient hat, dann ist es Horst.“

Max Lorenz bei der Mitgliederversammlung 2014.

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