Werder-Neuzugang im Fokus

Blitz-Transfer mit Vorgeschichte: Werder-Neuzugang Stalmach nun doch noch da, wo er früher schon hinsollte

Günstiger Deal, große Hoffnung: Die Details zum Transfer von Dariusz Stalmach – und welche Rolle er bei Werder Bremen spielen soll!

Seinen zukünftigen Arbeitsplatz kennt er bereits – jedoch aus einer anderen Perspektive. Als Dariusz Stalmach noch ein Kind war, stand er schon einmal im Weserstadion. Allerdings war die Arena leer und mehr als eine Besichtigung gab es nicht. Die Haare waren auch noch deutlich länger als heute, doch ein Trikot des SV Werder Bremen trug Stalmach auch damals schon unter seiner wärmenden Jacke. Und da es von diesem Moment einen privaten Schnappschuss gibt, machte das Bild logischerweise schnell im grün-weißen Fanlager die Runde, als der überraschende Transfer des Mittelfeldspielers publik geworden war.

Günstiger Deal, große Hoffnung: Die Details zum Transfer von Dariusz Stalmach – und welche Rolle er bei Werder Bremen spielen will!

Werder Bremens Neuzugang Dariusz Stalmach: „Mein Vater hat mich hierhergebracht und ich habe für ein paar Tage mittrainieren dürfen“

„Es ist schon lange her, ich war damals vielleicht acht oder zehn Jahre alt“, blickt der inzwischen 20-Jährige in einem Interview mit den Medien des SV Werder Bremen zurück - und Dariusz Stalmach fügt an: „Mein Vater mochte den Club, hat mich hierhergebracht und ich habe für ein paar Tage mittrainieren dürfen. Werder hat dann gefragt, ob ich mit meiner gesamten Familie herkommen möchte. Aber ich war noch zu jung und meine Eltern wollten sich auch nicht aufsplitten. Also bin ich in Polen geblieben, aber es ist echt spannend, dass ich jetzt wieder da bin.“ Und das ist kein Zufall.

Denn die Verantwortlichen des SV Werder Bremen hatten Stalmach nicht aus dem Blickfeld verloren. In seiner Heimat sorgte der Rechtsfuß für Aufsehen, als er als 15-Jähriger bereits in der ersten polnischen Liga debütierte. Auch das entging den Norddeutschen nicht. In der Saison 2021/2022 war das, ein paar Jahre später ging es für Dariusz Stalmach zum Nachwuchs des italienischen Topclubs AC Mailand.

„Es war eine tolle Zeit mit großartigen Trainern und Spielern, ich habe eine Menge in Mailand gelernt“, sagt der 1,82 Meter große Akteur heute. „Leider lief es etwas unglücklich für mich, weil ich gesundheitliche Probleme hatte, aber das ist zum Glück vorbei. Ich habe dort trotzdem taktisch viel gelernt, bin viel schlauer auf dem Platz geworden.“ Zeit für einen Tapetenwechsel war dennoch, weshalb es im Winter 2025 zum 1. FC Magdeburg ging. Den ganz großen Namen machte er sich dort aber noch nicht, weshalb nicht wenige Fans des SV Werder Bremen bei der jetzigen Verkündung des Transfers von Dariusz Stalmach erst einmal verwundert fragten: „Dariusz wer?“

Werder Bremens Neuzugang Dariusz Stalmach: „Es wird eine große Herausforderung, bei der ich mein Bestes geben werde“

In den kommenden Wochen und Monaten werden sie Stalmach nun kennenlernen können. Seine erlernte Cleverness soll und will der Neu-Profi des SV Werder Bremen jedenfalls schnellstmöglich unter Beweis stellen. Dass ihm nahezu aus heiterem Himmel der Sprung aus den Niederungen der 2. Liga ins deutsche Fußball-Oberhaus gelungen ist, verängstigt oder hemmt ihn nicht. „Es wird eine große Herausforderung, bei der ich mein Bestes geben werde“, verspricht Dariusz Stalmach, der seinen Urlaub in Südamerika sowie in Teilen Europas verbracht hat und sich nach eigener Aussage nun bis zum Trainingsstart am 12. Juli bei einem Privatcoach in Köln optimal für die kommenden Aufgaben präparieren will.

Spannend wird zu sehen sein, welche Rolle Dariusz Stalmach im Zentrum des SV Werder Bremen tatsächlich spielen kann. „Ich bin kein typischer Zehner und kein typischer Sechser. Ich mag es, wenn ich die Nummer acht bin und ein Box-to-Box-Spieler mit Freiheiten sein kann“, erklärt er. „Ich mag es, den Ball zu haben und das Spiel zu kontrollieren.“ Eigenschaften, die auf einen anderen Werder-Profi auch ganz gut zutreffen: Jens Stage. Seit Wochen steht ein Abschied des Dänen im Raum, was dem Stalmach-Transfer den Charakter eines Vorgriffs für den Fall der Fälle zu geben scheint. Die interne Meinung sieht jedoch anders aus.

Verpflichtung von Dariusz Stalmach: 1. FC Magdeburg und Werder Bremen fanden nach DeichStube-Infos bei Verhandlungen schnell zueinander

Wie zu hören ist, stellt der Youngster keineswegs einen unmittelbaren Stage-Ersatz dar. Zwar werde Dariusz Stalmach als hochtalentierter Spieler mit großen Qualitäten und einem gehörigen Entwicklungspotenzial geschätzt – doch Letzteres müsse eben auch erst einmal ausgeschöpft werden. Folglich gibt es zwar einige Erwartungen, die mit der Verpflichtung verbunden sind, überhöht werden sollen sie bei dem jungen Profi aber keineswegs. Zumal der fünffache U20-Nationalspieler beim 1. FC Magdeburg keine Stammkraft war, sondern bei seinen 25 Pflichtspieleinsätzen lediglich achtmal von Beginn an auf dem Feld stand. Während der Rückrunde agierte er jedoch immer auffälliger, erzielte zwei Tore und bereitete drei Treffer vor.

In Sachsen-Anhalt wuchs die Hoffnung, dass Dariusz Stalmach den nächsten Entwicklungsschritt in seiner noch jungen Karriere gemacht hatte und in der neuen Saison endgültig zum Faktor werden könnte. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Der 20-Jährige wollte einen anderen Weg einschlagen – was Werder Bremen eine günstige Gelegenheit bescherte. Und was dem Vernehmen nach bei einem Marktwert von 1,5 Millionen Euro durchaus im doppelten Sinne zu verstehen ist. Beide Clubs fanden nach DeichStube-Informationen jedenfalls im Eiltempo zueinander und schnürten ein aus Bremer Sicht überschaubares finanzielles Gesamtpaket, das am Ende alle Seiten zufriedenstellte. (mbü)

Rubriklistenbild: © Imago/Christian Schroedter/Instagram/d_stalmach_22

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