Werder-Stimmen zum Spiel
„Sowas erarbeitet man sich als Mannschaft“: Die Stimmen zum Werder-Remis beim 1. FC Köln
Werder Bremen hat sich nach einem frühen Rückstand im Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln noch ein 1:1 (0:1) erkämpft. Die Stimmen zum Spiel!
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Beide Mannschaften haben in ihrer besten Phase das Tor geschossen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nach dem gehaltenen Elfmeter vielleicht sofort da sind, wach sind. Wach waren wir dann erst nach dem 0:1, dann ist uns auch ein bisschen was gelungen, sodass wir ein bisschen was aufspielen konnten. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen Druck weggenommen. Wir waren ein bisschen überrascht über den Dreieraufbau, da mussten wir ein wenig anpassen. In der zweiten Halbzeit in der Phase, wo wir das Spiel ein wenig bestimmt haben, haben wir verdientermaßen ausgeglichen. Wenn man dann die ein, zwei Möglichkeiten auf unserer Seite und auf der Kölner Seite sieht, würde ich sagen, das Unentschieden ist gerechtfertigt.
Werder Bremens Marco Friedl: „Wir nehmen den Punkt gerne mit, weil wir stark zurückgekommen sind“
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Unterm Strich völlig verdient. Ich finde, dass es generell ein gerechtes Ergebnis ist. Speziell wegen der zweiten Halbzeit ist es völlig verdient. Wir waren die bessere Mannschaft und haben echt ein gutes Spiel gemacht in der zweiten Halbzeit. In der ersten Halbzeit passiert dann so ein Elfmeter – das kann passieren. Karl hält ihn dann überragend, er hatte generell zwei, drei riesengroße Safes. Aber wenn du dann halt den Elfmeter hältst, kriegst du eigentlich so einen Push. Dann darfst du nicht aus so einer dummen Situation, in der wir den Ball eigentlich ganz unbedrängt verlieren, in Rückstand geraten. Dann ist es hier extrem schwierig. Ich glaube, dass wir die letzten zehn Minuten vor der Halbzeit schon viel im letzten Drittel unterwegs waren, aber nicht zielstrebig genug waren. Ich hatte eine Chance nach einem Eckball, aus der ich mehr machen muss. Im Großen und Ganzen lagen wir aber zurecht hinten. In der zweiten Halbzeit war es dann deutlich besser, hatten deutlich mehr Chancen. Am Ende hätte es in beide Richtungen kippen können. Aber wir nehmen den Punkt gerne mit, weil wir stark zurückgekommen sind.“
Werder Bremens Niclas Füllkrug: „Wir fokussieren uns als Mannschaft darauf, total füreinander da zu sein“
Niclas Füllkrug (Torschütze SV Werder Bremen): „Das war gut für uns als Team, hier in Köln in so einem hitzigen Stadion heute wieder bestanden zu haben. Ich glaube, dass uns das im Moment sehr viel mehr gibt als nur Ergebnisse. Wir sind zurückgekommen. Gerade wenn man solche Tore nach Abprallern schießt und der Ball dir irgendwie vor die Füße fällt – sowas erarbeitet man sich als Mannschaft. Und ich glaube, dass die Szenen, die man in der ersten Halbzeit sieht, wie wir nach Ballverlust nach hinten sprinten, sehr viel wertvoller waren als das Tor am Ende. Und ja, ich glaube, das ist das, worauf wir uns im Moment als Mannschaft fokussieren: total füreinander da zu sein und gar nichts Negatives irgendwie in die Mannschaft kommen zu lassen. Und dann hilft das, dann erzielst du solche Tore aus dem Nichts.“
Karl Hein (Torwart SV Werder Bremen): „Es war ein hartes Auswärtsspiel. In der ersten Halbzeit waren wir nicht so präzise im Passspiel. Das haben wir im zweiten Durchgang bedeutend besser gemacht. Insgesamt haben wir ein gutes Match bestritten. Wir konnten uns einige Torchancen erspielen und sind froh über den Punkt. Ich versuche dem Team immer zu helfen, was mir heute gelungen ist. Mit den vier Punkten aus den letzten beiden Spielen schauen wir jetzt nach vorne und freuen uns auf das Spiel gegen Augsburg.“
Werder Bremens MItchell Weiser: „Es fühlt sich schon nach einem Sieg für mich persönlich an“
Mitchell Weiser (Comebacker SV Werder Bremen): „Das Traumszenario wäre natürlich gewesen, wenn wir noch irgendwie eins gemacht hätten. Aber für mich trotzdem ein besonderer Abend. Es fühlt sich schon nach einem Sieg für mich persönlich an, aber natürlich hätten wir gerne als Mannschaft auch gewonnen. Ich glaube, wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber wir haben auf jeden Fall eine gute Energie. Wenn wir damit weiterarbeiten, dann werden wir, glaube ich, auch echt eine gute Mannschaft werden.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Wir haben gut angefangen, waren dann aber ein Stück weit zu passiv. Mir hat da ein wenig auch die Überzeugung in unserem Spiel gefehlt, wir hatten aber auch ein paar Positionierungsthemen, die wir anders machen wollten. Nach dem Elfmeter habe ich auf ein Momentum für uns gehofft, das Gegenteil war aber der Fall. Nach der Pause habe ich eine ganz andere Energie auf dem Platz gespürt. Wir haben es mit Ruhe und Geduld gelöst, weil Köln sehr tief stand und dann den verdienten Ausgleich erzielt. In Summe können wir auf die 95 Minuten betrachtet mit dem einen Punkt gut leben.“
Rene Wagner (Trainer 1. FC Köln): „Wir hatten in den letzten zwei Spielen Probleme in der zweiten Halbzeit. Ich glaube, da müssen wir darüber sprechen, warum uns in den Phasen auch ein bisschen der Mut gefehlt hat – im hohen Pressing, aber auch mit Ball. Wir haben dann zu oft den langen Ball gewählt. Dann wird es natürlich schwer. Die Bremer haben das vor allem in der zweiten Halbzeit, die ersten 20, 25 Minuten, super gemacht. Dann ist es leider am Ende ein Standardtor, das so ein bisschen runterfällt. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es aufgrund der ersten und der zweiten Halbzeit ein verdienter Punkt für beide Mannschaften ist.“
* mit Stimmen von Sky und werder.de
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