Werder gegen FCH
„Achterbahnfahrt“ gegen Heidenheim, aber „Fans und Team haben das Spiel gemeinsam gerockt“: Die Stimmen zum Werder-Sieg
Große Erleichterung bei Werder Bremen! Der SVW hat das Abstiegskampf-Duell gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 gewonnen. Die Stimmen zum Spiel!
Daniel Thioune (Trainer des SV Werder Bremen): „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg, aber ich freue mich noch mehr, dass sich die Mannschaft nach dieser Achterbahnfahrt, das Spiel war ja ein Rollercoaster, dann einfach belohnt hat. Sie hatte lange nicht mehr dieses Gefühl, erfolgreich zu sein. Deswegen geht es weniger um mich, sondern es freut mich unfassbar für die Mannschaft. Sie musste zuletzt sehr viel aushalten, teilweise zurecht aushalten. Im Fußball wiegt eine Niederlage häufig schwerwiegender als ein Sieg. Und heute sollen sie es einfach mal ausbalancieren. Heute soll sie sich genauso sehr über einen Sieg freuen, wie sie sich über eine Niederlage ärgern. Aber wir wissen alle, dass es nur der Anfang ist und dementsprechend wollen wir es nicht überhöhen.“
„Das war Rollercoaster“: Werder Bremen gewinnt Abstiegskampf-Duell gegen 1. FC Heidenheim - die Stimmen zum Spiel
Romano Schmid (Profi des SV Werder Bremen): „Fans und Mannschaft haben dieses Spiel gemeinsam gerockt. Es war ein Startschuss in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir weiterarbeiten, können den Sieg heute aber genießen. Die Stimmung war unfassbar und der Erfolg am Ende verdient.“
Jovan Milosevic (Werder-Torschütze): „Seitdem ich hier bin, hat hier kaum jemand gelacht. Deshalb ist es heute eine große Befreiung und wir können endlich mal wieder lachen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft heute. Heute ist es schön, sagen zu können, dass alles gut ist. Ich hoffe, dass es jetzt so für uns weitergeht.“
Clemens Fritz (Werder-Sportchef): „Ich bin zunächst einmal froh, wie wir alle heute, über die drei Punkte und dass auch dieses Zählen vorbei ist, weil es schon so ist, dass es was mit dir und der Mannschaft macht, wenn man Woche für Woche hört, wir haben so und so lange nicht gewonnen. Von daher bin ich froh, dass das vorbei ist. Es war ein extrem wichtiger Sieg. Es war ein wichtiger Schritt, aber wir müssen noch sehr viele wichtige Schritte gehen, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen.“
Eren Dinkci (Ex-Bremer und Heidenheim-Profi): „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, jeder Einzelne. Mit dem Ball waren wir nicht mutig genug. Es war zu wenig Bewegung drin, gab zu wenig Anspielstationen. Gegen den Ball haben wir nicht die Intensität auf den Platz gebracht, die wir eigentlich gehen können. Wir haben sehr viele Zweikämpfe verloren und gefühlt keinen zweiten Ball gewonnen. Wir müssen einfach Eier in der Hose haben.“
„Ein extrem wichtiger Sieg“: Werder Bremen gewinnt Keller-Duell gegen 1. FC Heidenheim - die Stimmen zum Spiel
Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): „Es hat sehr viel gefehlt. Die ersten 35 Minuten haben wir eine sehr hohe Fehlerquote gehabt, hatten kaum Ballbesitz, haben auch 50/50-Zweikämpfe verloren. Wir wussten ja, wie Bremen in die Zweikämpfe gehen wird, aber wir waren nicht in der Lage, dagegenzuhalten. Wir waren im Kopf zu langsam. Dann haben wir ein bisschen umgestellt, die letzten zehn Minuten sind wir dann zu Chancen gekommen, aber Bremen hätte schon führen müssen. Da hätten wir dann die Gunst der Stunde nutzen müssen, um in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte fand ich uns die ersten fünf bis zehn Minuten gut. Vor dem 1:0 haben wir den Ball am Sechzehner, verlieren ihn wieder, aber wir machen zu viele Fehler und haben am Ende zu wenig Überzeugung und dann ist Bremen über uns drüber.“
Patrick Mainka (Kapitän 1. FC Heidenheim): „Es war heute ein unfassbar wichtiges Spiel. Mit der Leistung heute kamen wir aber nicht groß für einen Sieg in Frage. Vor allem das ist ernüchternd. Es ist ein weiter, weiter Weg bis zum Klassenerhalt. Trotzdem sind wir heute noch nicht abgestiegen. Aber man muss auch ehrlich sein, dass, wenn wir so spielen, wir auch nicht mehr verdient haben.“
Niklas Dorsch (Spieler 1. FC Heidenheim): „Das reicht einfach nicht, davon zu sprechen, in der Liga zu bleiben. Uns war die Situation bewusst, wie die Tabellensituation ist, dass es ein Alles-oder-nix-Spiel ist. Meiner Meinung nach sind wir es so nicht angegangen, haben wir uns so nicht gewehrt in den entscheidenden Aktionen.“
mit Stimmen von Sky
Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Max Vincen
