Werder-Einzelkritik
Werder in Noten gegen Heidenheim: Romano Schmid geht voran, Senne Lynen griffig
Endlich wieder ein Sieg! Nach zuvor 13 sieglosen Spielen hat der SV Werder Bremen das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 (0:0) gewonnen. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.
Mio Backhaus: Im ersten Durchgang nahezu beschäftigungslos, auch weil er bei den drei gefährlichen FCH-Chancen nicht eingreifen musste. Später häufiger mit dem Ball am Fuß gefordert, aber nicht jeder Pass landete auch sicher beim Mitspieler. Wurde nach seinem Patzer gegen St. Pauli für jeden gefangenen Ball frenetisch bejubelt. Note 3
Yukinari Sugawara: Zurück in der Startelf und anfangs mit viel Zug nach vorn. Doch als die ersten Vorstöße nicht klappten, wurde er verhaltener. Das galt auch für seine Abwehrarbeit, bei der er mehrmals nicht energisch genug störte. Sorgte dann plötzlich mit einem Schuss aus sehr spitzem Winkel für Gefahr (63.). Note 3,5
Schon gelesen? „Achterbahnfahrt“ gegen Heidenheim, aber „Fans und Team haben das Spiel gemeinsam gerockt“: Die Stimmen zum Werder-Sieg!
Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Heidenheim: Niklas Stark abgeklärt, Senne Lynen griffig
Niklas Stark: Abgeklärter Auftritt des Innenverteidigers, der lediglich einmal unter dem Ball durchtauchte. Ansonsten stets auf der Höhe und sehr souverän in seinen Aktionen. Zeigte, warum Coach Thioune den erfahrenen Profi trotz anhaltender Hüftbeschwerden unbedingt auf dem Platz sehen wollte. Note 2,5
Senne Lynen: Hatte früh einen starken Pass auf Sugawara zu bieten (9.), ansonsten vornehmlich um Stabilität im Zentrum bemüht. Wurde mit fortschreitender Spieldauer immer griffiger und stoppte früh Heidenheimer Offensivbemühungen. Note 2,5
Marco Friedl: Ein Ausrutscher, einige Fehlpässe – Werders Kapitän begann nervös, erledigte seine Defensivaufgaben aber weitgehend aufmerksam. Im weiteren Verlauf gewohnt stabil unterwegs, trieb seine Nebenleute immer wieder an. Note 3
Olivier Deman: Ersetzte den verletzten Felix Agu auf der linken Seite und spulte in Halbzeit eins die meisten Kilometer aller Spieler ab: 6,5. Ließ mit seinem Treffer in der 26. Minute das Stadion beben – doch der VAR hatte berechtigterweise etwas dagegen. Danach lange stabil, stand nur einmal schlecht und musste anschließend ein mit Gelb geahndetes Foul ziehen. Note 3
Werder Bremen-Noten gegen 1. FC Heidenheim: Jens Stage wirft alles rein, Romano Schmid geht voran
Jens Stage (bis 89.): Hatte per Kopf Werders erste echte Torchance (18.), kam mit seinen Distanzschüssen aber lange nicht durch. Stark seine Balleroberung vor dem Führungstreffer. Hatte noch das 2:0 auf dem Schädel (77.) und warf bis zum Schluss alles rein. Note 2
Cameron Puertas: Zeigte wieder seine Qualitäten als Balldieb und war auch sonst oft in die Spielzüge involviert. Wollte viel – aber manchmal auch mit dem Kopf durch die Wand. Trotzdem mit vielen wichtigen Impulsen im Bremer Spiel. Toller Pass in der Nachspielzeit auf Topp. Note 2,5
Romano Schmid (bis 89.): Sehr beweglich, eroberte mehrfach den Ball und bereitete stark die Mega-Möglichkeit von Milosevic (36.) vor. Musste dann selbst zwingend das 1:0 machen, schoss aber erst an den Pfosten des leeren Tores und dann ans Außennetz (45.+2). Ließ sich davon aber nicht aus der Spur bringen. Nach dem Seitenwechsel mit perfekter Flanke beim Milosevic-Treffer (57.), auch weitere Hereingaben saßen an diesem Tag. Verdiente sich in der Schlussphase Szenenapplaus nach cleverer Balleroberung. Note 1,5
Marco Grüll (bis 80.): Der Heidenheim-Spezialist ackerte viel auf der rechten Seite, doch nicht immer waren seine Bemühungen auch von Erfolg gekrönt. Torgefahr strahlte er selbst nicht aus. In der eigenen Hälfte mitunter zu passiv, sodass Heidenheim gefährlich flanken konnte. Sein Aufwand war aber ungemein wertvoll.. Note 3,5
Werder Bremen-Einzelkritik mit Noten gegen 1. FC Heidenheim: Jovan Milosevic vergibt Mega-Chance - und trifft dann
Jovan Milosevic (bis 69.): Durfte von Beginn an ran und verhinderte mit einer Abseitsstellung unglücklich die Bremer Führung (26.). Brachte dann das Kunststück fertig, aus ganz kurzer Distanz vorbeizuschießen. Eine tausendprozentige Chance (36.). Den weitaus schwierigeren Kopfball versenkte er dann aber zur Führung (57.) und sorgte für kollektive Erleichterung im grün-weißen Lager. Musste mit Rückenschmerzen runter und wurde mit viel Applaus verabschiedet. Note 2
Keke Topp (ab 69.): Zeigte eine körperbetonte Schlussphase, vergab aber einen Konter kläglich. Note -
Justin Njinmah (ab 80.): Hatte eine dicke Chance auf dem Fuß (87.) und brachte dann das Eigentor von Heidenheims Behrens auf den Weg (90.+7). Note -
Julian Malatini (ab 89.): Kam noch für den Schlussspurt. Note -
Leonardo Bittencourt (ab 89.): Kämpfte in den letzten Minuten mit. Note -
Weiter mit der bisherigen Meldung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Daniel Thioune baut auf Niklas Stark - mehrere Änderungen in der Startelf
Update vom 28. Februar (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf da - Yukinari Sugawara und Olivier Deman starten! Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim!
Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen den 1. FC Heidenheim auf den Rasen? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen aussehen!
Nach 45 Minuten Einsatzzeit gegen den FC Bayern hielt Niklas Stark im Auswärtsspiels des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli (1:2) in der vergangenen Woche trotz Hüftbeschwerden zur Überraschung seines Trainers sogar die gesamten 90 Minuten lang durch. Allerdings nicht ohne Folgen: Unter der Woche konnte der Abwehr-Routinier wegen der hohen Belastung und daraus resultierender Schmerzen nur dosiert trainieren. Nach der Abschlusseinheit und der Pressekonferenz am Freitag vor dem wichtigen Abstiegskampf-Kracher gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) gab Daniel Thioune aber Entwarnung: Niklas Stark ist rechtzeitig fit und bereit für die Startelf.
Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Senne Lynen dürfte erneut in der Innenverteidigung des SV Werder Bremen auflaufen
„Wenn ich ehrlich bin, ist gerade nicht Potenzial gefragt, sondern Qualität. Wenn Niklas gesund und belastbar ist, dann steht er auf dem Platz“, sagte der Coach des SV Werder Bremen und erklärte: „Wir belasten ihn gerade so, dass wir ihn am Wochenende zur Verfügung haben.“ Der 51-Jährige räumte jedoch ebenfalls ein: „Ich hätte auch keine Bauchschmerzen damit, wenn Julian Malatini gleichzeitig auf dem Platz steht oder Niklas im Laufe des Spiels ersetzt, denn er hat es nach seiner Einwechslung gegen Bayern gut gemacht.“ Auch Sechser Senne Lynen könnte laut Daniel Thioune erneut in der Innenverteidigung spielen, „auch wenn das sicherlich nicht seine optimale Position ist“. Kapitän Marco Friedl sei im Abwehrzentrum ohnehin gesetzt. Ob Thioune gegen den 1. FC Heidenheim damit erneut auf eine Dreierkette setzt oder möglicherweise doch erstmals auf eine Viererkette umstellt, bleibt abzuwarten. Thioune betonte jedoch einmal mehr: „Die Mannschaft fühlt sich auch aufgrund der letzten Jahre sehr wohl mit einer Dreierkette.“
Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Isaac Schmidt dürfte in der Startelf des SV Werder Bremen stehen
Während der Ex-Düsseldorfer gegen den 1. FC Heidenheim also mutmaßlich erneut auf das Trio Niklas Stark, Senne Lynen und Marco Friedl im Abwehrzentrum setzen dürfte, könnte auf der linken Außenbahn erneut Isaac Schmidt zum Einsatz kommen. Der Schweizer hatte sich nach überstandenen Oberschenkelproblemen rechtzeitig fit gemeldet und wird den verletzten Felix Agu vertreten. Rechts liefern sich Yukinari Sugawara und Justin Njinmah weiter ein enges Rennen. Für Njinmah sprechen dessen Tempovorteile, für Sugawara dessen technische Fähigkeiten. Thioune schreibt den Japaner des SV Werder Bremen trotz seiner Reservistenrolle zuletzt aber keinesfalls ab. „Dass Yuki mit der Entscheidung nicht glücklich war, war offensichtlich“, erklärte Thioune – und sagte weiter: „Er hat mir im Training gezeigt, dass er sich nicht hängen lässt.“ Möglich, dass diese Eindrücke am Samstag zu Sugawaras Startelf-Rückkehr führen. Daniel Thioune: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass Yuki wieder zur Startelf gehört.“
Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Jovan Milosevic dürfte in der Startelf des SV Werder Bremen stehen
Im defensiven Mittelfeld dürfte neben Jens Stage erneut Cameron Puertas auflaufen. Nicht völlig ausgeschlossen ist, dass Mentalitätsspieler Leonardo Bittencourt gegen den 1. FC Heidenheim mal wieder eine Bewährungschance erhält. Im offensiven Mittelfeld dürfte erneut der formschwache Romano Schmid den Zuschlag in der Aufstellung des SV Werder Bremen erhalten. Im Angriff könnte Daniel Thioune aufgrund des Ausfalls von Samuel Mbangula (Oberschenkelverletzung) derweil auf eine Doppelspitze bestehend aus Heidenheim-Experte Marco Grüll und Jovan Milosevic setzen. Letzterer empfahl sich gegen St. Pauli mit einem Joker-Tor für die Startelf. Thioune vielsagend: „Schließen Sie mal nicht aus, dass er morgen von Beginn an spielen wird.“ (mwi)
Rubriklistenbild: © gumzmedia


