Nur 101 Minuten bisher
Ablösesumme ist Werner egal: Was der Werder-Coach von Bankdrücker Alvero erwartet
Skelly Alvero kommt bei Werder Bremen kaum zum Zug. Trainer Ole Werner hat jetzt verraten, wie sich das ändern kann und was er von dem Franzosen erwartet.
Bremen – 101 Minuten Spielzeit, verteilt auf sechs Einsätze, davon nur einer in der Startelf – nein, zufrieden sein kann Skelly Alvero mit seiner bisherigen Saison nicht. Der im Sommer für fast fünf Millionen Euro von Olympique Lyon fest verpflichtete defensive Mittelfeldspieler kommt beim SV Werder Bremen noch nicht über die Rolle des Kurzarbeiters hinaus. In den vergangenen zwei Monaten stand er sogar gerade einmal vier magere Minütchen (gegen Eintracht Frankfurt) auf dem Platz. Woran also liegt es, dass der 22-Jährige aktuell kein Bein auf den Boden bekommt? Trainer Ole Werner hat eine Antwort – und macht eine klare Ansage, was er von Alvero erwartet.
Werder Bremens Ole Werner über Skelly Alvero: „ Er ist jemand, der Zeit braucht“
„Im Endeffekt haben ihn immer wieder Verletzungen oder Pausen rausgeworfen“, erklärt der Chefcoach des SV Werder Bremen im Vorfeld der Partie gegen den VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). „Das war ja zuletzt auch nochmal so, dass er nicht zur Verfügung stand, und das ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor.“ Vom siebten bis neunten Spieltag hatte Alvero wegen Knieproblemen gefehlt, jetzt muss sich der Franzose erst wieder neu empfehlen. „Er ist jemand, der Zeit braucht, um in seinen Rhythmus zu kommen. Dafür muss man in erster Linie erst mal zur Verfügung stehen. Es war im letzten halben Jahr aber immer mal wieder der Fall, dass er rausgeworfen wurde. Da muss man gegen angehen.“
Skelly Alvero ist nun gefordert, sich im Training aufzudrängen. „Es gibt halt wie in jeder Mannschaft eine Konkurrenzsituation – ganz egal, ob man für vergleichsweise viel oder wenig Geld verpflichtet wurde“, macht der 36-Jährige deutlich. „Du kannst jeden Tag auf dem Platz zeigen, dass du besser bist als die anderen Spieler auf der Position.“ Für die zentralen Rollen im Mittelfeld habe Werner „fünf bis sechs Spieler“, die in Frage kämen – „und Skelly hat genauso die Möglichkeit wie alle anderen, sich da durchzusetzen“.
Skelly Alvero ist gefühlt sehr weit weg von der Startelf des SV Werder Bremen
Doch um an Senne Lynen, Jens Stage und Co. vorbeizukommen, reicht es aktuell offensichtlich nicht. Zumindest gefühlt ist der 2,02-Meter-Mann aktuell noch weiter von der Startelf des SV Werder Bremen entfernt als noch in seinem ersten halben Jahr als Leihspieler. Damals war er in sechs Einsätzen (einmal Startelf) auf 120 Minuten Spielzeit und ein Tor gekommen, ehe er bereits von Verletzungen ausgebremst wurde. Worin sich Skelly Alvero künftig verbessern muss, sei dem Spieler jedenfalls bekannt: „Wir versuchen, ihn zu unterstützen, an seinen Themen zu arbeiten und besser zu werden: Entscheidungsfindung, Handlungsschnelligkeit, taktisches Verhalten. Wir sind da mit ihm im Austausch – und dann ist das ein Entwicklungsprozess.“ (han)