DeichStube-Preis verliehen
„Ich will unbedingt spielen“: „DeichSpielerin“ Livia Peng über ihr Top-Werder-Jahr und den Start bei „Traumverein“ Chelsea
Bei der Preisverleihung als „DeichSpielerin der Saison 2024/2025“ spricht Livia Peng über ihr Top-Jahr bei den Frauen des SV Werder Bremen und den besonderen Wechsel zu ihrem „Traumverein“ FC Chelsea.
Bremen – Für Livia Peng sind es stressige Tage. Zwischen der Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz und dem Start bei ihrem neuen Club FC Chelsea eilt die 23-Jährige von Ort zu Ort und von Termin zu Termin. Es ist einiges zu erledigen. Vor dem Umzug nach London packt sie ihre Sachen, schaut noch einmal bei ihrer alten Mannschaft des SV Werder Bremen im Trainingslager vorbei – und nimmt sich die Zeit für einen Besuch in der Redaktion der DeichStube. Denn dort hat die Torhüterin nun offiziell den Preis für die „DeichSpielerin der Saison 2024/2025“ verliehen bekommen. Die Fans hatten Peng in der schon traditionellen Umfrage der DeichStube mit 54 Prozent der Stimmen und weitem Abstand zur besten Werder-Spielerin der abgelaufenen Spielzeit gewählt.
Livia Peng freut sich über „DeichSpielerin“-Preis - Werder Bremen-Ex-Torhüterin will sich beim FC Chelsea weiterentwickeln
„Das bedeutet mir sehr, sehr viel“, sagt Livia Peng. „Ein Preis von den Fans ist etwas ganz Besonderes, weil die Fans so viel ausmachen und uns wieder tatkräftig unterstützt haben. Wir haben ein sehr cooles Jahr hinter uns. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich hatte jeden Tag Freude auf dem Platz.“ Gerade für die Keeperin war zuletzt einiges los. Mit den Werder-Frauen spielte sie die erfolgreichste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte, stand außerdem im DFB-Pokal-Finale, dann unterschrieb sie den Vertrag beim großen FC Chelsea, schließlich wurde sie offiziell zur Schweizer Nummer eins ernannt und kam mit der Nationalmannschaft bei der EM in ihrer Heimat bis ins Viertelfinale. „Seit dem HSV-Spiel [Pokal-Halbfinale, Anm. d. Red.] ist alles so nacheinander gekommen, so viele Emotionen, ein Highlight nach dem anderen. Es ist unglaublich, dass ich das alles dieses Jahr erleben durfte“, freut sich Peng.
Und die erlebnisreiche Zeit ist noch lange nicht vorbei. Denn in Kürze startet sie beim englischen Meister, was für die 23-Jährige immer noch etwas surreal ist. „Als mein Berater gesagt hat, Chelsea hat Interesse, dachte ich nur: What?! Chelsea ist mein Traumverein, seit ich ganz klein bin. Deswegen war das für mich schon sehr speziell, dass genau dieser Verein Interesse zeigte.“ Dass sie dorthin wechseln möchte, stand für Livia Peng daher schnell fest. „Trotzdem ist es mir auch schwergefallen, weil ich Werder sehr ins Herz geschlossen habe. Aber ich will jetzt meine nächsten Schritte gehen und mich weiterentwickeln.“
Werder Bremen-Ex-Keeperin Livia Peng vor Start beim FC Chelsea: „Es ist mein Ziel, zu spielen“
Beim FC Chelsea muss sich Livia Peng allerdings wohl erst mal mit der Rolle als Nummer zwei begnügen. Stammkeeperin ist Hannah Hampton, Englands Nummer eins und frisch gekrönte Europameisterin. Doch vor der Konkurrenz scheut sich Peng nicht. „Es sind viele Spiele, mehrere Pokalwettbewerbe, Liga und Champions League. Der Spielplan wird sehr voll sein, es wird sicherlich auch rotiert werden.“ Für Peng ist klar, dass sie sich schon im Training verbessern wird – und dann will sie natürlich auch zum Einsatz kommen: „Klar, am Ende ist es mein Ziel, zu spielen, sonst würde ich nicht dahingehen. Das ist, was wichtig ist. Ich mache mir da jetzt nicht so viel Druck, trotzdem will ich auch unbedingt spielen.“ Jetzt heißt es aber erst mal: ankommen. Beim neuen Team und in der neuen Stadt. Und wenn die ehemalige Torhüterin des SV Werder Bremen ihre Wohnung einrichtet, wird auch der Pokal als „DeichSpielerin“ nicht vergessen: „Der wird einen ehrenvollen Platz bekommen!“ (han)
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