„Keiner hat sich bei mir gemeldet“

Fehlende Wertschätzung: Ex-Werder-Stürmer Marvin Ducksch kritisiert Bremer Verantwortliche

Nach seinem dritten Treffer im Trikot von Birmingham City hat sich Marvin Ducksch nun öffentlich sehr kritisch über die Verantwortlichen des SV Werder Bremen geäußert. Die Vorwürfe!

Bremen/Birmingham – Es ist eine Menge Frust im Spiel. Dafür muss nicht einmal zwischen den Zeilen gelesen werden, Marvin Ducksch formuliert seine Kritik am SV Werder Bremen auch so mehr als deutlich. Oder in erster Linie: an den handelnden Personen des Vereins. Im vergangenen Sommer wechselte der Stürmer zum englischen Zweitligisten Birmingham City, nach anfänglichen Startproblemen hat der 31-Stürmer jüngst seine ersten drei Treffer erzielt – und präsentiert sich mit Blick auf seinen Werder-Abschied auch in einem Interview mit der „Bild“ angriffslustig.

Werder Bremens Ex-Stürmer Marvin Ducksch bejubelt seinen dritten Treffer für Birmingham City.

„Keiner hat sich bei mir gemeldet“: Marvin Ducksch beklagt fehlende Wertschätzung bei Werder Bremen

„Zu ein paar Jungs aus der Mannschaft habe ich immer noch einen guten Draht. Das freut mich auch, weil wir gemeinsam eine sehr intensive Zeit hatten. Aber von den Verantwortlichen hat sich keiner mehr bei mir gemeldet – kein Anruf, keine Nachricht“, bemängelt der gebürtige Dortmunder das Verhalten seiner Ex-Chefs und meint: „Wenigstens ein ‚viel Erfolg‘ und ein ‚Danke für die Jahre‘ wären angebracht gewesen.“ Ein nachträglicher Vorwurf, der recht deutlich in die Richtung von Werder Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz sowie Peter Niemeyer als Leiter Profifußball geht, denn einen ehemaligen Werder-Entscheider nimmt Marvin Ducksch ausdrücklich aus seiner persönlichen Schusslinie: „Nur Frank Baumann hat sich bei mir gemeldet, wir haben immer ein super Verhältnis gehabt. Am Ende hake ich das aber ab. Ich bin in Birmingham sehr glücklich.“

So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen!

Genau das war er bei Werder Bremen zuletzt nicht mehr. Ein Gefühl, das sich stetig entwickelt hatte und schließlich auch der Grund dafür war, dass Marvin Ducksch wechseln wollte. „Der Punkt kam, als ich gemerkt habe, dass die Wertschätzung nicht mehr wirklich da ist. Ich habe schon im Sommer davor mitbekommen, dass man mich gerne verkauft hätte. Das war natürlich ein Gefühl, das hängen bleibt“, schildert der Torjäger. „Ich wollte trotzdem bleiben, weil ich das Projekt weiter umsetzen wollte und weil Ole Werner für mich ein ganz wichtiger Rückhalt war. Aber irgendwann merkt man einfach: Wenn man von einigen Verantwortlichen nicht mehr gewollt ist, dann ist das keine Basis mehr. Dann musst du für dich einen neuen Weg finden.“

Marvin Duckschs deutliche Kritik an Werder Bremen: „Ein ‚Danke für die Jahre‘ wäre angebracht gewesen“

Und genau den hat der zweifache Nationalspieler nun mit seinem England-Abenteuer eingeschlagen. Die Kritik an seinem Ex-Club Werder Bremen musste er dennoch offenkundig dringend loswerden. Auch wenn Marvin Ducksch rückblickend sagt: „Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken und er wird immer ein besonderer Teil von mir sein, den ich in meinem Herzen trage.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ryan Browne/Shutterstock

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