Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder in Noten gegen 1. FC Köln: Engagierter Topp, missratenes Stark-Comeback
Der SV Werder Bremen ist im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Bis auf einen abgefangenen Freistoß im ersten Durchgang beschäftigungslos. Mit einer leichten Unsicherheit bei einem hohen Ball, die aber ohne Folgen blieb (58.). Strahlte ansonsten große Ruhe in seinen wenigen Aktionen aus. Beim abgefälschten Gegentreffer machtlos. Note: 3
Yukinari Sugawara: Sorgte nach einem starken Zweikampf gegen El Mala für eine kurze Schrecksekunde, als er angeschlagen liegen blieb (31.). Konnte aber weiterspielen und hielt seine Seite über weite Strecken gewohnt dicht. Schaltete sich immer wieder in die Offensive ein, setzte seinen Schuss nach einer Eckenvariante aber knapp zu hoch an (44.). Verpasste zunächst nach einem Konter die Entscheidung (86.) und hielt dann El Mala vor dessen Ausgleichstreffer nicht auf. Note: 3
Amos Pieper (bis 45.): Sorgte einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung bereits nach zwei Minuten mit einer Grätsche für den ersten Szenenapplaus. Dazu auffällig durch mehrere präzise Diagonalbälle im Aufbauspiel. Im Zweikampf genauso kompromisslos wie in den Wochen zuvor. Blieb in der Halbzeit angeschlagen in der Kabine. Note: 2,5
Karim Coulibaly: Ließ sich von Kölns El Mala vor dessen Großchance (16.) zu einfach auswackeln. Ansonsten in vielen Luftduellen sehr präsent und abgeklärt in der Zweikampfführung. Hat sich längst auf Bundesliga-Niveau etabliert. Note: 2,5
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Marco Friedl geht voran - und trifft zur Führung
Marco Friedl: Köpfte im Stile eines Mittelstürmers aus wenigen Metern zur Werder-Führung ein (21.) – sein erstes Tor seit Mai 2024. Auch ansonsten ging der Kapitän voran und machte seine Sache auf der linken Abwehrseite souverän. Glänzte allein im ersten Durchgang mit einer Zweikampfquote von 100 Prozent. Note: 2
Senne Lynen: Unauffällige Partie des Belgiers, der dennoch erneut viele Kilometer abspulte und dadurch unzählige Löcher stopfte. Im Spiel mit dem Ball hielt sich der Sechser hingegen mit risikobehafteten Zuspielen zurück. Wartet nach seinem 75. Bundesligaspiel für Werder weiterhin auf seinen ersten Treffer und holte damit Rekordhalter Klaus Fichtel ein. Note: 3,5
Jens Stage: Verpasste bereits nach drei Minuten aus abseitsverdächtiger Position eine Großchance. Zeigte dafür bei seiner Vorarbeit per Flanke vor dem 1:0 auf Friedl eine deutlich bessere Präzision. Stand als Vorlagengeber vor Topps vermeintlichem 2:0 knapp im Abseits. Insgesamt aber nicht sein auffälligstes Spiel. Note: 3
Cameron Puertas (bis 80.): Startete auf dem rechten offensiven Flügel, ließ sich von dort aber immer wieder ins Zentrum fallen und hatte dadurch viele Ballaktionen. Sorgte im ersten Durchgang für viel Schwung über die rechte Seite. Sein Schuss aus aussichtsreicher Position geriet jedoch zu unplatziert (45.+1). Baute nach der Pause etwas ab, verrichtete aber viel wichtige Laufarbeit gegen den Ball. Note: 3,5
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Romano Schmid mit couragiertem Auftritt
Romano Schmid: Von Beginn an sehr spielfreudig und umtriebig, fast jeder Werder-Angriff lief über den Österreicher. Mit toller Übersicht vor Puertas Chance (45.+1). Verpasste kurz nach der Halbzeit im Eins-gegen-eins-Duell mit FC-Torwart Schwäbe das 2:0 (50.). Note: 3
Marco Grüll: Ließ sich gegen den Ball wie schon in Leipzig weit auf der linken Seite zurückfallen und verrichtete dadurch enorm viel Laufarbeit. Mit mehreren starken Dribblings, etwa bei seiner Chance kurz vor der Pause (44.). Im zweiten Durchgang offensiv blasser, dennoch insgesamt mit einem couragierten Auftritt. Note: 3,5
Keke Topp (bis 70.): Erhielt zum dritten Mal in Folge den Vorzug vor Boniface und machte die Bälle in der Spitze mehrfach gut fest. War allgemein gut im Spiel, auch wenn ihm die eigenen Abschlusssituationen lange Zeit fehlten. Wie schon in der Vorwoche im Pech, dass sein Treffer aufgrund einer vorherigen Abseitsposition nicht zählte (54.). Note: 2,5
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Comeback von Niklas Stark missglückt völlig
Niklas Stark (ab 46.): Ersetzte Pieper auf der rechten Innenverteidigerposition und kam dadurch zu seinem fünften Saisoneinsatz. Reihte sich zunächst nahtlos in die über weite Strecken gute Defensivleistung seiner Nebenmänner ein. Sah dann aber nach einem harten Einsteigen gegen El Mala die Gelbe Karte (75.). Fälschte in der Nachspielzeit unglücklich den späten Ausgleich der Kölner entscheidend ins eigene Tor ab und flog kurze Zeit später mit Gelb-Rot vom Feld. Note: 5
Victor Boniface (ab 70.): Kam für den leicht angeschlagenen Topp in die Partie, konnte aber nicht mehr wirklich für Akzente sorgen. Wirkte im Gegenteil sogar in einigen Aktionen leicht lustlos. Note: –
Samuel Mbangula (ab 80.): Erlebte die Schlussphase der Partie auf dem Platz. Ohne nennenswerte Aktion. Note: –
Weiter mit der Werder-Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Köln: Cameron Puertas und Keke Topp wieder in der Startelf
Der SV Werder Bremen spielt am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aussehen!
Update vom 29. November 2025, 14.15 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder da - und es gibt im Vergleich zum Spiel bei RB Leipzig keine Änderung! Die komplette Startelf des SV Werder Bremen für die Partie gegen den 1. FC Köln gibt es hier im Liveticker zum Spiel!
Bremen – Wie so oft ist es eine Frage der Perspektive. Und von Gewohnheiten. Einen großen Kader zur Auswahl zu haben, ist schließlich das eine – davon auch Gebrauch zu machen das andere. In den vergangenen Jahren wurde Ole Werner, ehemaligem Trainer des SV Werder Bremen, gern vorgeworfen, bei der Wahl seiner Startelf-Aufstellung starr an einem bestimmten Personalstamm festzuhalten und wenig Experimente zu wagen. Nachfolger Horst Steffen hat zwar auch seine Konstanten im Team, scheut aber punktuell auch vor wöchentlichen Veränderungen nicht zurück. Trotzdem stößt das nicht immer bei Fans auf Verständnis, wenn dann etwa Spieler wie Samuel Mbangula oder Victor Boniface auf der Bank landen. Am Samstag ist nun der 1. FC Köln im Weserstadion zu Gast (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker), auch dieses Mal sind spezifische, dem Gegner angepasste Umbesetzungen möglich – aber auch wahrscheinlich?
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Steht Cameron Puertas wieder in der Startelf?
„Es geht immer darum, wie ich der Mannschaft am besten helfe, das nächste Spiel zu gewinnen“, betont Horst Steffen im Vorfeld des Duells mit dem 1. FC Köln. „Eine gewisse Stabilität finde ich nicht schlecht, aber auch eine gewisse Variabilität ist gut. Ich bin froh über viele gute Jungs, die wir haben.“ Und das gelte ausdrücklich für alle Mannschaftsteile. Zuletzt war das gegen Leipzig zu sehen, als Cameron Puertas nach zwischenzeitlicher Reservistenrolle urplötzlich in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehrte und prompt zu gefallen wusste. Auch, weil dem Coach zuvor die Trainingsleistungen des Spaniers zugesagt hatten. Denn ohne die geht es bei Steffen nicht, sie bilden die Grundlage für die Belohnung am Spieltag.
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Keke Topp erneut statt Victor Boniface in der Startelf?
Ein spezielles, weil etwas anders gelagertes Thema ist die linke Abwehrseite des SV Werder Bremen, wo Kapitän Marco Friedl seit Wochen unterwegs ist – obwohl der sich im Zentrum eigentlich wohler fühlt und Isaac Schmidt als Alternative eigentlich bereitstünde. „Ich bin weiterhin ganz einverstanden mit dem, was er da macht“, sagt Steffen über den Österreicher, was nicht dafür spricht, dass sich so bald etwas an der Formation in der Abwehr ändert. Auch weil Amos Pieper und Karim Coulibaly im Zentrum stabile Leistungen bringen und der Bremer Coach durch Rotationen keinen Teil des Gespanns mit einer Zuschauerrolle „abstrafen“ möchte. Folglich dürfte das Trio erneut variabel gemeinsam mit Yukinari Sugawara vor Torhüter Mio Backhaus verteidigen, während Senne Lynen und Jens Stage davor die Doppel-Sechs bilden. Defensive Unterstützung könnte es zudem – wenn nötig – wie zuletzt gegen Leipzig von eben Puertas und Allrounder Marco Grüll geben. Romano Schmid ist im System Steffen ohnehin in der Offensive gesetzt, wodurch abermals das Rätsel bleibt, wer in der Spitze stürmt: Keke Topp oder Victor Boniface. Der Youngster erhielt zuletzt doppelt den Zuschlag und könnte auch jetzt beginnen – verbunden mit der Hoffnung, dass sein nigerianischer Kollege im weiteren Verlauf der Partie verstärkte Impulse gegen eine Elf aus Köln setzt, die einerseits müde wird und andererseits zuletzt grundsätzlich nicht immer sattelfest in der Abwehr stand. (mbü)
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