Bei Werder-Sieg gegen St. Pauli
Richtige Entscheidung mit „Falscher Neun“: Was hinter Werders Taktik-Umbau steckt
Trainer Horst Steffen hat die Taktik des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli verändert - und auf eine „falsche Neun“ gesetzt! Was dahinter steckt!
Bremen – Wie viel Freude Romano Schmid tatsächlich bei der Arbeit hatte, ist nicht überliefert. „Aber ich denke, dass er es genossen hat, da vorne etwas rumzuwirbeln“, war sich Horst Steffen lächelnd sicher. Der Chefcoach des SV Werder Bremen hatte seine Mannschaft gegen den FC St. Pauli (1:0) mit leicht veränderter Taktik aufs Feld geschickt, anstelle eines zuvor praktizierten 4-2-3-1- gab es nun ein 4-3-3-System. Senne Lynen gab dabei nun wieder allein den Sechser, Jens Stage rückte auf die Acht vor, wo er neben Cameron Puertas Bälle stahl und den Gegner störte. Justin Njinmah (rechts) und Samuel Mbangula (links) kamen vornehmlich über die Außen, Romano Schmid ackerte als „Falsche Neun“ dieses Mal als Speerspitze der Bremer Offensive. „Er hat sich total in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Steffen, sagte jedoch auch: „Ob das auch für das nächste Spiel eine Option ist, weiß ich noch nicht.“
Werder Bremens Horst Steffen über seine Taktik: „Der Plan ist teilweise aufgegangen, aber nicht komplett“
Den Umbau der Formation hatte der Coach des SV Werder Bremen nämlich initiiert, weil er damit unmittelbar auf die gegnerische Aufstellung reagieren wollte. „Es hatte mit den Räumen zu tun, die wir beim Gegner gesehen haben“, erklärte Horst Steffen. „Wir haben das insgesamt ordentlich gelöst. Die Idee war, dass wir Romano gemeinsam mit unseren Achtern vor der Dreierreihe des FC St. Pauli anspielen können, damit er sich aufdreht und wir anschließend Samuel und Justin auf den Flügeln einsetzen können. Der Plan ist teilweise aufgegangen, aber nicht komplett.“
In der Schlussphase der Partie, als auch der FC St. Pauli umgestellt hatte und zumindest etwas offensiver wurde, schossen auch dem Cheftrainer des SV Werder Bremen einige Gedanken durch den Kopf, ob er seine Taktik noch einmal anpassen sollte. „Es war eine Überlegung, mit Amos (Pieper, Anm. d. Red.) einen weiteren Verteidiger zu bringen und das System umzustellen, um das Tor noch stärker zu sichern. Davon haben wir dann aber Abstand genommen.“ Mit Erfolg. „Am Ende hat sich die Entscheidung, weiter mit der Viererkette zu verteidigen als richtig herausgestellt“, betonte Horst Steffen. (mbü)
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