Werder muss erneut blechen
Nächste Geldstrafe: Werder wird wegen der Fanproteste gegen einen DFL-Investor zur Kasse gebeten
Bremen – Zahlreiche Clubchefs hatten eine Straffreiheit gefordert, doch nun hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die ersten Geldstrafen für die Fanproteste ausgesprochen, die zu Jahresbeginn zu mehreren Spielunterbrechungen geführt hatten. Auch der SV Werder Bremen ist betroffen.
Das DFB-Sportgericht belegt die Bremer demnach mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg hatten die Fans des SV Werder Bremen Dutzende Schokotaler auf das Spielfeld geworfen, die Partie musste daraufhin für knapp viereinhalb Minuten unterbrochen werden. Grund des Protests war der mögliche Einstieg eines Investors bei einer Vermarktungspartnerschaft der Deutschen Fußball-Liga (DFL), an dem sich auch die Fans zahlreicher weiterer Clubs aus der ersten und zweiten Bundesliga beteiligt hatten. Neben den Grün-Weißen wurden auch der FC Bayern München (40.000 Euro), der SC Freiburg (30.000 Euro) und Holstein Kiel (5.000 Euro) mit Geldstrafen belegt.
Wegen Vergehen der Fans: Werder Bremen in dieser Saison bereits mit Geldstrafen in Höhe von 236.000 Euro belegt
Für den SV Werder Bremen ist die Sanktion indes nicht die erste in dieser Saison: Im Oktober 2023 wurden die Bremer bereits wegen pyrotechnischer Vergehen mit einer Strafe in Höhe von 91.000 Euro belegt, im November und Dezember sowie im Januar folgten noch einmal Zahlungen in Höhe von zusammen 135.000 Euro. In der Strafentabelle von „fussballmafia.de“ belegen die Grün-Weißen weiter den vierten Platz, weil sie für die Vergehen ihrer Fans in dieser Saison insgesamt 236.000 Euro zahlen mussten. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt allerdings Eintracht Frankfurt (552.900 Euro), es folgen der 1. FC Köln (511.000 Euro) und der Hamburger SV (238.050 Euro). (nag)