Werder erklärt die Neuerung

Kampf gegen leere Plätze: Werder Bremen fordert von Dauerkarteninhabern eine Mindestnutzung ihrer Tickets

Künftig gibt es für die Dauerkarteninhaber des SV Werder Bremen eine Mindestnutzung der Tickets.
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Künftig gibt es für die Dauerkarteninhaber des SV Werder Bremen eine Mindestnutzung der Tickets.

Der SV Werder Bremen hat nicht nur die Preise der Dauerkarten erhöht, künftig müssen die Tickets auch eine Mindestnutzung haben. Alle Infos!

Bremen – Für viele Fans des SV Werder Bremen ist es mitunter extrem schwierig geworden, an Tickets für die Heimspiele im Weserstadion zu gelangen – denn selbst, wer Mitglied ist und damit ein Vorkaufsrecht genießt, geht bei der Kartenvergabe häufig leer aus. Umso ärgerlicher ist es deshalb, wenn das Weserstadion offiziell als ausverkauft gilt, im Heimbereich aber am Spieltag Plätze leer bleiben – etwa, weil Dauerkarteninhaber ihre Eintrittskarten verfallen lassen. Um genau dieser Problematik entgegenzuwirken, nimmt der SV Werder Bremen seine Anhänger jetzt in die Pflicht.
 
In einer vom Verein versandten Mail an die Dauerkarteninhaber heißt es: „In der Vergangenheit haben wir immer wieder feststellen müssen, dass zu jedem Spiel der Grün-Weißen eine größere Anzahl an Dauerkarten nicht genutzt wurde. Bei der immensen Nachfrage nach Karten ist dies gerade für Fans ein besonderes Ärgernis, die sich darum bemühen, Tickets für die Heimspiele zu bekommen.“ Der SV Werder Bremen führt deshalb ab der kommenden Saison eine Mindestnutzung der Dauerkarten ein. Inhaber müssen künftig bei mindestens 14 Bundesliga-Heimspielen ihre Stammplätze nutzen, ansonsten behält sich der Verein vor, die betreffende Dauerkarte nicht mehr zur Verlängerung anzubieten.

Werder Bremen stellt klar: „Auch das Einstellen der Tickets in die Ticketbörse gilt als Nutzung der Dauerkarte“

Muss ein Dauerkarteninhaber also, wenn er beispielsweise bei vier oder mehr Heimspielen berufs- oder krankheitsbedingt nicht ins Weserstadion kann, um seine Tickets zittern? Nein – zumindest, wenn er anderen Fans den Besuch der Heimspiele des SV Werder Bremen ermöglicht. „Auch das Einstellen der Tickets in die Ticketbörse gilt hier als Nutzung der Dauerkarte“, schreibt Werder in der Mail. Das heißt: Solange die Dauerkarte an mindestens 14 Heimspieltagen genutzt wird und die Dauerkartenplätze besetzt sind, haben die Inhaber nichts zu befürchten. Und was passiert, wenn die Dauerkarte in der Ticketbörse angeboten, aber nicht verkauft wird? „Da werden wir kulant agieren“, teilt Werder auf Nachfrage der DeichStube mit. Gleiches gilt für Inhaber, die ihre digitale Dauerkarte per Einzelticket privat weitergeben - im Extremfall bis zu 17 Mal. „Wir beobachten das. Für die kommende Saison wird das auf jeden Fall nicht sanktioniert.“
 
Die Maßnahme, eine Mindestnutzung der Dauerkarten einzuführen, soll schließlich nicht Werder Bremens Dauerkarteninhaber verprellen, sondern mehr Fans den Zugang zu Heimspielen ermöglichen. Denn die Kritik der Bremer Anhänger am eigenen Verein nahm in den vergangenen Jahren zu, weil Fans ihrer Ansicht nach kaum Möglichkeiten haben, im freien Verkauf an Tickets für die Heimspiele zu gelangen. Dabei ist die Rechnung simpel: 42.100 Zuschauer passen zwar maximal in das Weserstadion, doch davon sind 27.000 Plätze fest an die Dauerkarteninhaber sowie im Normalfall 4.200 Plätze an die Gäste-Teams vergeben. Und nur, wenn die knapp 10.000 weiteren Eintrittskarten nicht allesamt durch Mitglieder oder Dauerkarteninhaber abgerufen werden, gehen überhaupt Karten in den freien Verkauf. Mit der Mindestnutzung der Dauerkarten, die zur kommenden Saison bekanntermaßen auch deutlich teurer werden, will Werder hier nun zumindest etwas entgegenwirken. (nag)

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