Werder-Niederlage gegen Freiburg
„Weil ich meine Chance nicht genutzt habe“: Werders Felix Agu und ein Knackpunkt des Spiels gegen Freiburg
Felix Agu hatte die Großchance zur Führung, am Ende verlor der SV Werder Bremen das Heimspiel gegen den SC Freiburg. So beurteilen beide Teams die Szene.
Bremen - Für Felix Agu war die Sache vollkommen klar. Dementsprechend musste der 25-Jährige nicht lange überlegen, als er am Samstagabend danach gefragt wurde, warum dem SV Werder Bremen beim 0:1 gegen den SC Freiburg auch im dritten Heimspiel der Saison wieder kein Tor gelungen war. „Es lag daran, dass ich meine Chance nicht genutzt habe“, sagte Agu - und meinte damit die Szene aus der 17. Minute, die aus Bremer Sicht tatsächlich ein Knackpunkt war.
Werder Bremen-Profi Felix Agu verpasst Großchance zur Führung gegen SC Freiburg - ein Knackpunkt
Nach schöner Flanke von Romano Schmid und noch schönerer Kopfballablage von Marvin Ducksch war Agu im Freiburger Strafraum plötzlich frei zum Schuss gekommen, brachte den Ball per Direktabnahme aber zu zentral aufs Tor, wo ihn Schlussmann Noah Atubolu im Nachfassen entschärfen konnte. Es war die mit Abstand dickste Bremer Chance der Partie, und selbst der Gegner räumte hinterher ein, dass der Nachmittag in dem Moment einen vollkommen anderen Verlauf hätte nehmen können. „Man muss fairerweise sagen, wenn Werder mit 1:0 in Führung geht durch die Chance von Felix Agu, dann kann es für uns auch wieder laufen wie letzte Woche“, sagte Ex-Bremer Maximilian Eggestein, dessen SC Freiburg am vergangenen Wochenende mit 0:3 zu Hause gegen Aufsteiger St. Pauli verloren hatte. In Bremen hatten die Breisgauer durch den Treffer von Ritsu Doan schließlich das bessere Ende für sich (75.).
Werder Bremen hadert mit Niederlage gegen SC Freiburg - und Felix Agu mit seiner vergebenen Chance
„Wir haben generell nicht sauber genug gespielt, um uns klare Torchancen zu erarbeiten“, monierte Felix Agu, „im Spielaufbau waren wir zu langsam, sodass wir nicht in die Räume gekommen sind.“ Davon zeigten sich alle Bremer nach dem Schlusspfiff sichtlich genervt, weil es insgesamt eine ausgeglichene Partie gewesen war, in der sich der SC Freiburg alles andere als unbezwingbar präsentiert hatte. „Wir hatten schon das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre, weil wir wissen, was wir können“, sagte Agu - und betonte: „Es war kein katastrophales Spiel von uns, aber es wäre besser gegangen, und dann hätten wir auch gewinnen können.“ Vor allem, wenn dieser Ball in der 17. Minute etwas platzierter aufs Tor gekommen wäre. Kam er aber nicht.
Das Fazit von Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner klang nach dem Spiel deshalb so: „Es gab Situationen in den Strafräumen, die vergleichbar sind. Das Spiel war auf einem ausgeglichenen Niveau. Am Ende war Freiburg die effektivere Mannschaft, die das Spiel deshalb für sich entschieden hat.“ (dco/kni)