Werder-Stimmen zum Freiburg-Spiel
„Wir sind selber schuld“: Werder Bremen ärgert sich über Auftritt bei Niederlage gegen den SC Freiburg – die Stimmen zum Spiel
Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen den SC Freiburg knapp mit 0:1 (0:0) verloren. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner, Kapitän Marco Friedl und Co.!
Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Es war ein sehr, sehr enges Spiel, das in beide Richtungen hätte kippen können. Es hat sich die ganze Zeit so angefühlt, dass die Mannschaft, die den ersten Fehler des Gegners nutzen kann, dann auch gute Karten hat, das Spiel zu gewinnen. Das waren dann heute leider die Freiburger. Beide Mannschaften hätten es in Ballbesitz genauer spielen können. Wir haben es zu selten geschafft, uns aus einer Seite rauszulösen, um dann mal einen Tempowechsel zu haben. Freiburg hat es gut verteidigt, und trotzdem hätten wir es besser spielen können. Das ist für uns der Ansatzpunkt, an dem wir besser werden können. Es gab dann Situationen im Strafraum, die vergleichbar sind. Wir nutzen sie dann nicht. Das Spiel war auf einem ausgeglichenen Niveau, und Freiburg war die effektivere Mannschaft, die das Spiel deshalb für sich entschieden hat.“
Werder Bremens Marco Friedl ärgert sich nach der Niederlage gegen den SC Freiburg: „Wir sind selber schuld“
Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Wir haben 90 Minuten lang nicht zu unserem Spiel gefunden. Viel zu spät haben wir dann irgendwie versucht, noch nach vorne zu spielen. Es war einfach kein gutes Bundesliga-Spiel, das dann durch eine Aktion in die Richtung von Freiburg geht. Heute hätten wir noch lange spielen können - ich glaube, viel mehr Tore wären nicht gefallen. Deshalb ist es umso bitterer, dass wir dann aus so einem Spiel nichts mitnehmen. Ich finde, wir hatten wie immer einen guten Plan, wir hätten auch viele Räume gehabt, wir haben sie nur nicht bespielt. Wenn wir dann nach vorne gekommen sind, waren wir unsauber, haben falsche Entscheidungen getroffen. Dann muss man leider sagen: Das war kein gutes Fußballspiel von uns, deshalb sind wir dann selber Schuld, dass wir uns hinten noch eins fangen.“
Zum Gegentor: „Wir verlieren das Duell, er hat außen viel zu viel Platz. Wir attackieren vielleicht zu spät, für Zetti ist es halt blöd. Ich muss hin, zehn Meter vorm Tor berühre ich den Ball minimal, dann hat Zetti keine Chance. Er hat zu mir gesagt, wenn ich ihn nicht minimal berühre, dann geht er mitten aufs Tor und er fängt ihn von 100 Mal 100 Mal, weil er genau auf ihn geht. Das ist so bitter, aber das passt zu dem Spiel. Wie gesagt: wir sind selber Schuld. Jetzt stehen wir hier, drittes Heimspiel ohne Tor - das müssen wir schleunigst ändern nach der Länderspielpause.“
Felix Agu (Werder Bremen Profi): „Es nervt sehr, weil ich eigentlich schon das Gefühl hatte, dass mehr drin gewesen wäre, weil wir wissen, was wir können. Es war kein katastrophales Spiel von uns, aber es wäre besser gegangen und dann hätten wir das Spiel auch gewinnen können. Wir haben generell nicht sauber genug gespielt, um uns klare Torchancen herauszuspielen. Wir waren irgendwie zu langsam im Spielaufbau, sodass wir nicht in die Räume gekommen sind. Die wenigen Chancen, die wir hatten, haben wir leider nicht genutzt. Freiburg war ein bisschen effektiver.“
Werder Bremen-Ex Maximilian Eggestein: „Man muss fairerweise sagen, dass es auch anders hätte laufen können“
Peter Niemeyer (Werder Bremens Leiter Profifußball): „Es war lange ein ausgeglichenes Spiel ohne viele Strafraumszenen. Wir haben leider nicht so den Druck entwickeln können, wie wir es wollten und aufgrund dessen haben wir dann das Spiel verloren. Daran müssen wir arbeiten.“
Maximilian Eggestein (Profi SC Freiburg): „Wir waren geduldiger als letzte Woche, hatten mehr Dampf. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass der Spielverlauf heute ein bisschen auf unserer Seite war. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, der Sieg ist nicht ganz unverdient. Aber man muss fairerweise auch sagen, wenn Werder 1:0 in Führung geht durch die Chance von Felix Agu, dann kann es auch wieder anders laufen - wie letzte Woche (beim 0:3 gegen St. Pauli, d. Red.). So sind wir froh, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten.“
Vincenzo Grifo (Profi SC Freiburg): „Wir haben 1:0 hier in Bremen gewonnen, was nicht einfach ist. Ich muss sagen, wir haben heute wirklich einen guten Fußball gezeigt, waren sehr griffig und wollten eine Reaktion zeigen nach letzter Woche, als wir es verbockt haben, und ich glaube, die Reaktion hat man heute auf dem Platz gesehen. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“