Bremer Startelf-Rückkehrer

„Kam schneller als erwartet“: Werder-Profi Agu über sein Startelf-Comeback gegen den FC Bayern

Felix Agu feierte gegen den FC Bayern München nach langer Verletzungspause ein auffälliges Startelf-Comeback für Werder Bremen - und erntete dafür viel Lob.

Es fehlten nur wenige Zentimeter und Felix Agu hätte seine starke Leistung gegen den FC Bayern München gekrönt. Es lief die 40. Spielminute, als sich der gebürtige Osnabrücker auf der linken Seite ins Offensivspiel einschaltete, im direkten Duell Gegenspieler Stanisic stehen ließ und auf den rechten Winkel zielte. Sein Abschluss rauschte jedoch haarscharf am Kreuzeck vorbei – der in dieser Phase dringend benötigte Anschlusstreffer für den SV Werder Bremen fiel nicht. Den insgesamt sehr beherzten Auftritt Agus während seines ersten Startelfeinsatzes seit seiner Verletzung Anfang Oktober schmälerte diese Aktion dennoch nicht, wie auch Cheftrainer Daniel Thioune nach der Partie betonte: „Felix hat in der ersten Halbzeit ein Top-Spiel abgeliefert.“

Felix Agu (hier im Duell mit Lennart Karl) lieferte eine starke Startelf-Rückkehr für Werder Bremen gegen den FC Bayern München ab.

Felix Agu feiert auffällige Startelf-Rückkehr für Werder Bremen gegen FC Bayern: „Er hat ein Top-Spiel abgeliefert“

Dass Felix Agu überhaupt gegen die Münchner von Beginn an auflief, nachdem er erst in der Vorwoche in Freiburg (0:1) sein Comeback nach langwieriger Syndesmosebandverletzung gegeben hatte, überraschte dabei auch den Beteiligten selbst. „Es kam jetzt alles doch etwas schneller als erwartet“, sagte Agu und ergänzte: „Ich bin seit zwei Wochen im Mannschaftstraining. Dann schon wieder zu starten, kam zwar schnell, aber ich habe dem Trainer signalisiert, dass ich mich bereit fühle.“ Für Daniel Thioune offenbar Grund genug, gegen die Bayern sofort wieder auf seinen ehemaligen Schützling aus Osnabrücker Zeiten zu setzen – unter dem heutigen Trainer des SV Werder Bremen hatte Agu einst sein erstes Profispiel bestritten.

Zudem dürfte geholfen haben, dass der variable Außenverteidiger – anders als viele seiner Kollegen – aufgrund seiner Verletzung in den vergangenen vier Monaten weniger Ballast der sportlich schwierigen Wochen mit sich herumträgt. „Wenn man länger raus war, denkt man etwas weniger an die gesamte angespannte Situation, sondern freut sich erst mal darüber, wieder dabei zu sein. Das lässt einen ein Stück weit befreiter aufspielen“, erklärte Agu. Auch Thioune schlug in seiner Bewertung von Agus Startelf-Comeback in eine ähnliche Kerbe: „Natürlich helfen uns Spieler wie Felix, die etwas unbelasteter sind und einfach froh sind, wieder auf dem Rasen zu stehen.“ Dass Felix Agu dabei sofort starke Leistungen zeigt, ist mittlerweile kaum noch überraschend. Bereits mehrfach hatte der 26-Jährige in seiner Zeit bei Werder Bremen mit – teils langwierigen – Verletzungen zu kämpfen, fast jedes Mal fand er anschließend schnell zu seiner Topform zurück. „Ein Erfolgsgeheimnis dafür habe ich nicht“, sagte der nigerianische Nationalspieler schmunzelnd. „Ich habe mich heute einfach extrem darüber gefreut, auf dem Platz stehen zu dürfen.“

Felix Agu freut sich „extrem“ über Startelf-Comeback für Werder Bremen: „Konnte befreiter aufspielen“

Die Spielfreude und der Offensivdrang waren Agu deutlich anzumerken, auch wenn nach der Pause bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute die Kräfte etwas nachließen. „Gerade deshalb ist es gut, schon diese Woche diese Spielpraxis bekommen zu haben, damit ich im nächsten Spiel noch einmal zehn bis 15 Prozent mehr Luft habe“, so Felix Agu. Schließlich wartet in der kommenden Woche mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli (Sonntag, 17.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) eine besonders wichtige Aufgabe im Kampf um den Klassenerhalt – eine Partie, in der das ersehnte Erfolgserlebnis eingefahren werden soll. „Es wird vermutlich ein Sechs-Punkte-Spiel“, betonte Werder Bremens Außenverteidiger. Die Vorfreude, dabei wieder mittendrin zu sein, war Agu – trotz der sportlich angespannten Lage – deutlich anzusehen. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

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