Agu erstmals seit 583 Tagen in der Startelf

Überraschendes Startelf-Comeback: Warum Werder-Coach Werner Agu den Vorzug vor Deman gab

Feierte nach 583 Tagen sein Startelf-Comeback für Werder Bremen: Felix Agu.
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Feierte nach 583 Tagen sein Startelf-Comeback für Werder Bremen: Felix Agu.

Felix Agu hat gegen den VfB Stuttgart überraschend in Werder Bremens Startelf gestanden und den Vorzug vor Neuzugang Olivier Deman erhalten. Trainer Ole Werner erklärt, warum.

Stuttgart/Bremen – Exakt 583 Tagen ist es her gewesen, dass Felix Agu letztmals in der Startelf des SV Werder Bremen stand. Am 29. April 2022 war das. Damals spielten die Grün-Weißen noch in der 2. Liga und unterlagen Holstein Kiel im Wohninvest Weserstadion mit 2:3. Es folgte eine lange Leidenszeit für den Außenverteidiger, der aufgrund einer hartnäckigen Patellasehnenverletzung fast ein Jahr lang ausfiel. Umso überraschender war, dass Trainer Ole Werner den 24-Jährigen nun ausgerechnet gegen den formstarken VfB Stuttgart aus dem Hut zauberte und dafür zunächst auf den belgischen Nationalspieler Olivier Deman verzichtete.
 
„Die Geschwindigkeit hat für Felix gesprochen. Gegen Leverkusen hat er es nach seiner Einwechslung gegen schnelle Gegenspieler gut gemacht“, begründete Werner Agus Hereinnahme und ergänzte im Hinblick auf Deman, dem zuvor beim 0:3 gegen Leverkusen ein kurioses Eigentor unterlaufen war: „Olivier hat in letzter Zeit wahnsinnig viele Spiele gemacht – auch noch in der Nationalmannschaft. In der Trainingswoche hatte ich den Eindruck, dass ihm ein bisschen die Power gefehlt hat. Dazu hatte er ein paar Probleme am Fuß. Wir haben uns deshalb entschieden, mit Felix zu beginnen. Und er hat das ordentlich gemacht.“ Ähnlich hatte es auch Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz gesehen: „Nach seiner extrem langen Leidenszeit freut es mich ganz besonders, dass Felix wieder dabei war. Er hat gut trainiert und man hat gemerkt, dass er körperlich gut da ist.“

Pleite gegen VfB Stuttgart - Werder Bremen-Trainer Ole Werner über Felix Agu: „Es lag nicht an ihm“

Dennoch erlebte der gebürtige Osnabrücker, der gegen Stuttgarts ganz starken Silas einen schweren Stand hatte, eine ziemlich undankbare Startelf-Rückkehr. Nicht zuletzt, weil die VfB-Offensive um Deniz Undav, Serhou Guirassy und eben jenen Silas die Hintermannschaft des SV Werder Bremen immer wieder narrte. Dennoch fand Fritz: „Felix ist sehr bemüht gewesen, was gegen Silas von der Geschwindigkeit her nicht einfach war.“ Felix Agu ließ sich während seiner 70-minütigen Startelf-Rückkehr von den anrennenden Stuttgartern nicht entmutigen und erfüllte seine Aufgabe in einer ganz schwachen Bremer Mannschaft angesichts der Umstände noch vernünftig (DeichStube-Note 4). „Natürlich ist es so, dass noch nicht alles sofort perfekt ist, wenn man lange nicht von Beginn an gespielt hat“, befand Trainer Werner, fügte aber auch an: „Es lag nicht an ihm, dass wir uns heute schwergetan haben.“ (mwi/mbü)

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