Werder verliert 0:2 gegen Stuttgart
Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Zetterers bitterer Abend, Ducksch bleibt komplett blass - neun Mal Note 5
Der SV Werder Bremen hat sein Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart mit 0:2 (0:1) verloren. Die Noten zum Spiel. Alle Bremer Profis in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Wo ist die Souveränität hin? Übler Patzer vor dem 0:1, den Ball muss er einfach festhalten. Maulte gleich mehrmals die Bremer Offensivspieler an, weil sie für seinen Geschmack zu halbherzig mitverteidigten. Sah auch beim vermeintlichen 0:2 nicht gut aus, als eine Abseitsstellung Schlimmeres verhinderte (21.). Hielt einen Stenzel-Schuss mit Mühe (44.) und dann stark gegen Undav (45.+1). Hatte mit seinem schlechten Pass großen Anteil an der Entstehung des Elfmeters vor dem 0:2. Note 5
Milos Veljkovic (bis 63.): Im Glück, dass seine Rettungstat gegen Undav nicht ins Auge ging und direkt vor Guirassys Füßen landete (11.). Baute einige Ungenauigkeiten in sein Passspiel ein, die sich gleich zweimal nur deshalb nicht rächten, weil die Kollegen die Nachlässigkeit ausbesserten. Hatte wie alle anderen Defensivakteure viel zu viel zu tun. Note 5
Marco Friedl: Rettete in höchster Not gegen Guirassy (20.). Gewann auch danach ein paar ganz wichtige Zweikämpfe und wirkte in einer wackligen Hintermannschaft noch am engagiertesten. Ging meistens auf Nummer sicher, was an diesem Abend vielleicht nicht die schönste, aber auch nicht die schlechteste Idee war. Note 4
Anthony Jung: Hatte von Beginn an enorme Probleme und sah früh zweimal nur die Hacken des Gegners. Auch danach fand er gegen das Tempo und die Dribbelstärke der Stuttgarter überhaupt kein Mittel. Es war wenig verwunderlich, dass es der VfB häufig über seine Seite der Dreierkette probierte. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Fast alle Bremer bleiben unter ihrem Niveau
Mitchell Weiser: Seine Pässe in die Spitze waren gut gedacht, kamen jedoch kaum an. Eroberte gut den Ball direkt nach der Pause, doch sein anschließender Schussversuch verpuffte (48.). War zwar viel in Bewegung, lief aber häufig auch vergeblich, weil sich kaum Räume ergaben oder seine Abspiele einfach nicht ankamen. Note 5
Jens Stage (bis 89.): In der vergangenen Saison traf er noch beim Sieg in Stuttgart, dieses Mal mit enormen Schwierigkeiten. Lief in Halbzeit eins zwar so viel wie kein anderer Bremer (sechs Kilometer) – lief dabei allerdings auch viel zu häufig hinterher. Zwei klägliche Schüsse aus guter Position in der Schlussphase (76./88.). Note 5
Felix Agu (bis 71.): Begann überraschend anstelle von Olivier Deman auf der linken Seite und kam somit zu seinem ersten Startelfeinsatz seit dem 29. April 2022. Klärte direkt gut gegen Silas (7.). Die Abstimmung mit den Nebenleuten passte nicht immer, agierte letztlich aber solide. Verzog den Ball bei einer guten Chance (67.). Note 4
Leonardo Bittencourt: Führte sich mit drei Ballverlusten ein und leistete sich auch vor dem 0:1 einen folgenschweren Fehlpass. Wollte es im weiteren Verlauf zwar unbedingt besser machen, doch wirklich in die Tat wurde dieses Vorhaben nicht umgesetzt. Ein enttäuschender Auftritt. Note 5
Romano Schmid: Seine Qualitäten kamen kaum einmal zum Tragen. Gegen schnelle Schwaben eroberte er nur selten einen Ball und wurde stattdessen selbst clever aus dem Spiel genommen. Seine Pässe waren viel zu ungenau, ließ dann eine große Guirassy-Chance zu (52.). Auch bei ihm war kaum ein Aufbäumen gegen die Niederlage spüren. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Marvin Ducksch enttäuscht komplett
Marvin Ducksch (bis 63.): Wurde von den gegnerischen Abwehrspielern komplett aus der Partie genommen. Von der Torgefährlichkeit des Neu-Nationalstürmers der Vorwochen war nichts zu sehen. Seine Ecken waren zudem total harmlos. Wurde völlig zurecht nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt. Note 5,5
Rafael Borré (bis 89.): Hatte Werders erste gute Torchance – nach 35 (!) Minuten. Sein Schuss wurde jedoch locker abgeblockt. War ansonsten kaum zu sehen, weil bei den Gästen offensiv fast nichts zusammenlief. Note 5
Niklas Stark (ab 63.): Ersetzte Veljkovic in der letzten halben Stunde und gab direkt allerlei Anweisungen an die Nebenleute. Verursachte dann wenig später jedoch den Strafstoß, der zum zweiten Treffer der Heimelf führte (75.). Note -
Justin Njinmah (ab 63.): Sollte mit seiner Geschwindigkeit noch für die ersehnte Gefahr sorgen, was immerhin in Ansätzen gelang. Note -
Olivier Deman (ab 71.): Durfte mit Verspätung doch noch ran, trat aber nicht mehr in Erscheinung. Note –
Senne Lynen (ab 89.): Musste noch mitleiden. Note –
Dawid Kownacki (ab 89.): Durfte sich mal wieder zeigen. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen VfB Stuttgart: Eine überraschende Änderung in der Startelf
Der SV Werder Bremen spielt am Samstag das Bundesliga-Topspiel gegen den VfB Stuttgart. So sieht die Startelf von Trainer Ole Werner aus.
Update (2. Dezember, 17.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - und es gibt eine Überraschung: Felix Agu spielt statt Olivier Deman! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie SV Werder Bremen gegen VfB Stuttgart!
Bremen – Einen Funken Resthoffnung hatte sich Trainer Ole Werner noch aufbewahrt, doch beim Abschlusstraining des SV Werder Bremen am Freitag fehlte Jiri Pavlenka dann erneut. Der Keeper plagt sich weiterhin mit einem Infekt herum. Folglich dürfte der 31-Jährige auch für die Werder-Auswärtspartie beim VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr, im DeichStube-Liveticker) nicht zur Verfügung stehen. Auf die Aufstellung der Bremer hat der Ausfall allerdings keine Auswirkungen, bekanntlich hat Pavlenka kürzlich seinen Stammplatz an Michael Zetterer verloren. Und auch auf den anderen Startelf-Positionen sieht es nicht nach Veränderungen im Vergleich zu den Vorwochen aus – was insbesondere für Niklas Stark äußerst bitter ist.
Startelf wieder ohne Niklas Stark? So dürfte die Aufstellung von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart aussehen
Der 28-jährige Innenverteidiger genießt ein hohes Ansehen bei vielen Fans des SV Werder Bremen und auch im Verein. Niklas Starks Leistungen aus der Vergangenheit legen eigentlich nahe, dass er ein elementarer Teil der Dreierkette in der Abwehr sein müsste. Wenn da nicht die Adduktorenprobleme gewesen wären, die den Ex-Herthaner mehrere Wochen ausgebremst haben. In dieser Zeit fanden sich nämlich Milos Veljkovic, Marco Friedl und Anthony Jung als Defensivtrio und machten ihre Sache in der Startelf-Aufstellung recht ordentlich. Weshalb sich Ole Werner ganz genau Gedanken darüber macht, ob er nach allerlei personellen Zwangswechseln zu Beginn der Saison nun sein frisch gefundenes Gerüst wieder dekonstruieren will oder lieber auf den Faktor Konstanz setzt.
„Wir müssen immer eine bestmögliche Abwägung zwischen den verschiedenen Faktoren treffen: Spielleistung, Trainingsleistung, und natürlich spielt es auch eine Rolle, ob ein Kollektiv gerade vernünftig funktioniert, es gewisse Ankerpunkte gibt, auf denen man aufbauen kann“, sagt der 35-Jährige. Niklas Starks Leid hat also weniger mit ihm selbst, sondern vielmehr mit dem Gezeigten der teaminternen Konkurrenz zu tun. Weshalb Ole Werner auch hervorhebt, dass man natürlich wisse, was „wir für einen Spieler mit Niklas hier haben und welche Rolle er für die Mannschaft hat“. Und der Coach des SV Werder Bremen garantiert: „In naher Zukunft wird er diese auch auf dem Platz wieder einnehmen, neben dem Platz tut er das sowieso schon.“
Werder Bremen-Aufstellung gegen den VfB-Stuttgart: Ole Werner wird wohl nicht rotieren
In den übrigen Mannschaftsteilen gibt es eigentlich ebenfalls keinen Grund die Werder-Aufstellung zu verändern. Mitchell Weiser (rechts) und Olivier Deman (links) dürften in der Startelf weiterhin auf den Flügeln agieren, Jens Stage als Sechser hinter Leonardo Bittencourt und Romano Schmid verteidigen. Im Angriff sollte erneut das Duo Marvin Ducksch/Rafael Borré beginnen. Neben Jiri Pavlenka fehlen dem SV Werder Bremen in Stuttgart auch noch Amos Pieper (Knöchelbruch), Nicolai Rapp (Fußprobleme) und Leon Opitz (Außenbahnriss im Fuß). (mbü)
