Werder in der Länderspielpause

„Kein Platz für Fehler“: Werder-Profi Agu blickt auf wegweisende WM-Quali-Spiele mit Nigeria und nennt sein Kindheits-Idol

Felix Agu steht mit der nigerianischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation unter Druck. Wie der Profi des SV Werder Bremen die Spiele angeht und wer sein Kindsheits-Idol war.

Bremen/Abuja – Als die „Green-White Wonderwall“ den SV Werder Bremen im Jahr 2016 zum Klassenerhalt gepeitscht hatte, war Felix Agu noch Jugendspieler beim VfL Osnabrück. Trotzdem dürfte dem inzwischen 25-Jährigen der Oasis-Song „Wonderwall“, der einst zur Leitmusik des Bremer Fan-Supports geworden war, bestens bekannt sein. Schließlich wird das Lied auch heute noch regelmäßig im Weserstadion bei Heimspielen der Grün-Weißen gespielt. So auch am vergangenen Samstag nach der Partie gegen Bayer Leverkusen, als Agu in der Mixed Zone auf die aktuelle Länderspielpause angesprochen wurde.

Nach Debüt in der nigerianischen Nationalmannschaft im Mai: Felix Agu von Werder Bremen schärft vor WM-Qualifikation die Sinne.

Von Werder Bremen zur WM-Qualifikation: „Neuling“ Felix Agu mit Nigeria unter Druck

In dieser ist Felix Agu mit Nigeria, das passend zu Werder Bremens Vereinsfarben die Nationalfarben Grün und Weiß hat, in der WM-Qualifikation gefordert – und kann dabei jede Unterstützung bestens gebrauchen. Bei noch vier ausstehenden Partien beträgt der Rückstand auf Südafrika, den Tabellenersten der Gruppe C, bereits sechs Punkte. Auch um als einer der vier besten Zweitplatzierten noch eine Chance auf das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu haben, müssen die „Super Eagles“ nun deutlich höher fliegen als zuletzt. Die anstehenden Aufgaben des Tabellenvierten (sieben Punkte) haben es dabei in sich: Erst geht es am Samstag (18 Uhr) gegen den Zweitplatzierten Ruanda (acht) und dann am Dienstag (18 Uhr) gegen Spitzenreiter Südafrika (13).

„Das sind jetzt die entscheidenden Spiele, da ist kein Platz für Fehler“, betonte Agu. „Wir dürfen keine Punkte mehr liegen lassen. Wir wissen alle, welcher Druck auf den Spielen liegt und wie wichtig sie sind.“ Dass Felix Agu, der mit bisher nur einem Länderspiel zu den Neulingen in der Mannschaft von Trainer Eric Chelle gehört, in dieser Drucksituation einen Großteil seiner Teamkollegen eigentlich noch erst richtig kennenlernen muss, macht die Situation natürlich nicht gerade einfacher. Zumal die Auswahl bei seiner ersten Länderspielabstellung im Mai 2025 noch anders aussah: „Viele der aktuellen Spieler waren nicht da, weil der Trainer auch vielen neuen Spielern wie mir die Chance gegeben hat, sich zu zeigen.“

„Jetzt geht es um Resultate“: Werder Bremens Felix Agu vor wichtigen WM-Quali-Spielen – das war sein Kindheits-Idol

Felix Agu hatte diese damals während des Freundschaftsspiels gegen Jamaika offenbar genutzt und blickte nun voraus: „Auch wenn ich viele noch nicht kenne, fühle ich mich willkommen und freue mich drauf, alle kennenzulernen.“ Dass es der nigerianischen Nationalmannschaft mit Top-Spielern wie Victor Osimhen oder Ademola Lookman nicht an individueller Klasse mangelt, wusste auch Werder Bremens Agu. „Wir müssen die Qualität auf den Platz bringen“, forderte er und betonte: „Jeder muss das Gefühl bekommen, dass es jetzt um Resultate und nicht mehr darum geht, Späße zu machen.“

Am Samstag war das aber noch anders, wie Felix Agu in der Mixed Zone bewies, als er nach seinem nigerianischen Lieblingsfußballer gefragt wurde. „Jay-Jay Okocha“, hatte Agu postwendend geantwortet und erklärt: „Vor allem in Deutschland ist er ein großer Name, weil er hier gespielt hat und eins der besten Bundesliga-Tore der Geschichte erzielt hat. Wenn man aufwächst, hört man den Namen Okocha als Nigerianer überall. Dann ist er natürlich auch dein Lieblingsspieler.“ Als der nigerianische Reporter daraufhin wissen wollte, ob Felix Agu auf dem Platz schon mal Okocha genannt wurde, entgegnete der Profi des SV Werder Bremen lachend: „Ich habe definitiv nicht die gleichen Skills wie er.“ Und dennoch: Mit ein bisschen Okocha-Flair und einer nigerianischen Green-White-Wonderwall könnte sie ja noch gelingen: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. (tos)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jacques Feeney / Offside

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