Lösung gesucht
„Nicht so verlaufen wie vorgestellt“: Alvero nach enttäuschender Leihe vor ungewisser Werder-Zukunft
Wie geht es mit Skelly Alvero weiter? Nach dem Abstieg in Frankreichs 2. Liga muss der SV Werder Bremen mit dem Profi eine Lösung finden.
Eigentlich sollte es ein Schritt nach vorne werden. Als der SV Werder Bremen am letzten Tag der Winter-Transferperiode bekanntgab, dass Skelly Alvero für die Rückrunde an den französischen Zweitligisten Amiens SC ausgeliehen wird, hofften alle Beteiligten auf den nächsten Entwicklungsschritt des inzwischen 24-Jährigen. Etwas mehr als vier Monate, lediglich acht Einsätze, eine Rote Karte und einen Abstieg später lässt sich allerdings festhalten: Wirklich aufgegangen ist dieser Plan nicht. Das bestätigt auch Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube. „Die Leihe verlief nicht so, wie wir uns und auch der Spieler sich das vorgestellt hatten. Er ist leider nicht auf die Einsatzzeiten gekommen, die wir uns erhofft hatten“, macht Niemeyer deutlich.
Werder Bremen-Profi Skelly Alvero vor unklarer Zukunft: „Natürlich müssen wir uns Gedanken machen, was das Beste ist“
Dabei hatte alles durchaus vielversprechend begonnen. Gleich bei seinem ersten Einsatz bereitete der Mittelfeldspieler während eines 4:3-Sieges ein Tor vor. Es folgten vier weitere Partien in der Startelf, ehe ihn eine unnötige Rote Karte aus dem Rhythmus brachte. Dass es parallel auch für die gesamte Mannschaft alles andere als rund lief – der erwähnte 4:3-Erfolg blieb bis Saisonende der einzige –, sorgte ebenfalls nicht gerade dafür, dass man am Osterdeich begeistert auf Skelly Alveros Gastspiel in seiner Heimat zurückblickt. Damit stellt sich nun erneut die Frage, was mit dem 2,02-Meter-Mann bei Werder Bremen passiert, wo er nach DeichStube-Informationen noch einen Vertrag bis 2028 besitzt. „Jetzt ist erstmal wichtig, dass Skelly Urlaub macht und den Kopf freibekommt. Danach werden wir gemeinsam besprechen, wie es weitergeht“, sagt Niemeyer und ergänzt: „Natürlich müssen wir uns Gedanken darüber machen, was für beide Seiten das Beste ist.“
Für einen neuen Anlauf bei Werder Bremen konnte sich Skelly Alvero jedenfalls nicht nachhaltig empfehlen. Dem Vernehmen nach würden ihm die Verantwortlichen deshalb keine Steine in den Weg legen, sollte ein passendes Angebot eintreffen. Genau dort könnte allerdings auch das Problem liegen, da das Interesse an Alvero bereits in der Vergangenheit überschaubar gewesen sein soll. Andererseits: Cheftrainer Daniel Thioune kennt den Franzosen bislang noch nicht persönlich, was womöglich ungeahnte Chancen eröffnet. (bvo)
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