Sonderlob für Werders Österreicher
Kainz beißt und schießt sich zum Gewinner
Bremen - Er hatte es im Trainingslager extra geübt, um dann beim Blitzturnier eiskalt zuzuschlagen: Werder-Profi Florian Kainz machte mit seinem Freistoß-Tor beim Blitzturnier gegen Huddersfield Town auf sich aufmerksam.
Und nicht nur damit. Für seinen Einsatz gab es sogar ein Sonderlob von Trainer Florian Kohfeldt. Kainz gehört ganz gewiss zu den Gewinnern des ersten Trainingslagers. Kohfeldt sprach nach dem Turnier in Essen erst einmal etwas Grundsätzliches an: „Die Ergebnisse hier haben keinerlei Auswirkungen auf die Bundesliga, da werden wir auf jeden Fall mit null Punkten starten. Aber was ein Spieler nicht mehr löschen kann, das sind die Erkenntnisse, die ich gewonnen habe. Darum geht es in jedem Spiel.“ Deutliche Worte, die auch eine Folge des peinlichen Auftritts gegen Regionalligist RW Essen (0:1) waren.
Im Zweiten Spiel gegen Huddersfield Town (1:0) lief es dann besser – und das lag nicht nur an einer deutlichen Ansprache des Trainers zwischen den beiden Partien, sondern eben auch an Kainz. Den hob Kohfeldt nämlich ausdrücklich hervor. Anders als viele Kollegen wäre der Außenstürmer ein Aktivposten gewesen. Dabei hätte der Österreicher tags zuvor beim Test gegen Köln (0:1) 90 Minuten durchgespielt und natürlich die gleiche Anreise vom Zillertal nach Essen in den Beinen gehabt. „Wenn jemand dann so eine Präsenz auf dem Platz zeigt, hat er unser Ziel, über den Punkt zu gehen, absolut erfüllt“, lobte Kohfeldt.
Kohfeldt: „Das kann man so nicht üben, das ist eine Mär“
Das Freistoß-Tor sei dabei natürlich das Sahnehäubchen gewesen. „Er hat in Österreich wirklich Standards trainiert – auch für sich selbst direkte Freistöße“, berichtete Kohfeldt und ergänzte noch schmunzelnd: „Das kann man so nicht üben, das ist eine Mär. Es ist eine Gefühlssache, ob das dann im Spiel wirklich funktioniert.“ Aber Kainz sei schon einer, der das kann, so Kohfeldt: „Das wissen wir. Und er hat das Selbstvertrauen, das im Spiel auch zu machen.“
Der 25-Jährige geht in seine dritte Saison bei Werder und will nun zum Führungsspieler reifen. Helfen sollen ihm dabei auch Tore, hat er im Zillertal erzählt. Gegen Huddersfield ist ihm das schon mal ganz eindrucksvoll gelungen. Und bei der großen Konkurrenz auf den Flügeln kann das gewiss nicht schaden.
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