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Bremen - Florian Kohfeldt ist weiterhin für Werder Bremen als Cheftrainer verantwortlich - wie lange das noch so ist, weiß der 35-Jährige allerdings selbst nicht.
In einer Medienrunde hat er am Mittwoch erklärt, wie er mit seiner ungeklärten Zukunft umgeht und wie eng der Austausch mit Sportchef Frank Baumann in der Trainerfrage ist. „Ich habe Franks Nummer, aber es ist jetzt nicht so, dass ich ihn jede halbe Stunde anrufe und frage, wie es aussieht“, scherzte Kohfeldt, der erneut einen sehr aufgeräumten und entspannten Eindruck machte. Gemeinsam mit Baumann würde er in einem „engen und offenen Austausch“ über die Trainerfrage sprechen.
Kohfeldt kennt seine Konkurrenten
So hat Kohfeldt dem Sportchef bereits erklärt, welche Ideen er mit der Mannschaft für die Zukunft hat. Baumann wiederum spielt dem Interimscoach gegenüber auch mit offenen Karten. „Ich weiß darüber Bescheid“, sagte Kohfeldt auf die Frage, ob er wisse, welche Kandidaten neben ihm noch im Rennen um den Trainerposten sind. Auch über die Schweiz-Reise des Sportchefs war Kohfeldt vorher informiert worden.
Keine Frage: Es ist eine schwierige Situation für den jungen Trainer. Er bereitet die Mannschaft in diesen Tagen auf das Heimspiel gegen Hannover 96 vor - ohne zu wissen, ob er dann überhaupt noch für sie verantwortlich ist. Da wäre es nur verständlich, wenn Kohfeldt sich eine schnelle Entscheidung des Vereins wünschen würde. Das tut er aber nicht. „Ich halte es für genau richtig, sich in dieser Sache Zeit zu lassen und sorgsam zu entscheiden“, betonte er. Dass Baumann ihn ständig über den aktuellen Stand der Dinge informiere, wertet Kohfeldt zudem als „Höchstmaß an Vertrauen“.
Insgesamt war es ein demütiger, aber auch entschlossener Auftritt, den Kohfeldt vor den Journalisten hingelegt hat. Er wirkte, als ob ihm bewusst sei, dass er nichts zu verlieren habe. Schlimmstensfalls geht es für ihn eben wieder zurück in die U23 - und auch diesen Posten hatte Kohfeldt unlängst als „Traumjob“ bezeichnet. Bei aller Zurückhaltung, bei allem Verständnis für den Verein - etwas Eigenwerbung betrieb der 35-Jährige auf wiederholte Nachfrage dann doch noch. „Wenn ich mir die Aufgabe nicht zutrauen würde, hätte ich es Frank Baumann längst sagen müssen“, erklärte er: „Und das habe ich nicht getan.“