Vor DFB-Pokal-Derby

Bremer Boss Klaus Filbry verrät: Werder-Frauen sollen künftig zwei Highlight-Spiele pro Saison im Weserstadion erhalten

Beim SV Werder Bremen sollen die Fußballerinnen künftig zwei Weserstadion-Spiele pro Saison bekommen. Boss Klaus Filbry verrät außerdem die finanzielle Situation des Frauen-Teams.

Bremen – Am Sonntag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) steht für die Bundesliga-Fußballerinnen des SV Werder Bremen mal wieder ein echtes Highlight-Spiel an: Im DFB-Pokal-Halbfinale trifft das Team von Trainer Thomas Horsch auf den Hamburger SV – im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion. Für die Werder-Frauen ist eine derartige Kulisse zumindest nicht völlig neu. Immerhin spielten sie in den vergangenen drei Jahren regelmäßig einmal pro Saison im Weserstadion. Doch das soll sich bald ändern: Vor dem Nordderby hat Werder-Boss Klaus Filbry nun in Aussicht gestellt, dass es bald mehr „große“ Spiele am Osterdeich geben könnte.

Werder Bremen plant künftig mit zwei Frauen-Spielen im Weserstadion - SVW finanziell „auf einem guten Weg“

„Im Weserstadion haben wir pro Saison aktuell ein Spiel dieser Art, nächste Saison sollen es zwei werden“, verrät der 58-Jährige, der seit November 2012 Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen ist, nun in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. „Das hilft dabei, dass sich die Abteilung Frauen- und Mädchenfußball wirtschaftlich selbst trägt, zumal die Kosten bei sportlichem Erfolg steigen“, erklärt der Clubchef das Vorhaben. Werder befinde sich im Frauenfußball finanziell aktuell aber auch so auf „einem guten Weg. Wir geben zwei Millionen Euro aus und nehmen zwei Millionen Euro durch Sponsoring und Ticketing ein“, schildert Filbry. In Relation dazu würde der Verein etwa 20 Mal so viel in die Männer-Profimannschaft investieren, also insgesamt rund 40 Millionen Euro.

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Vor DFB-Pokal-Halbfinale von Werder-Frauen gegen HSV: Bremer Boss wünscht Hamburger SV Doppel-Aufstieg

Ähnlich wie bei den Männern laute das sportliche Ziel der Werder-Frauen in Zukunft „langsam an die Spitzengruppe der Bundesliga heranzukommen“, sagt Filbry, der betont: „Da tun Ausrufezeichen wie nun am Sonntag gut.“ Und der Ex-Profi macht keinen Hehl daraus, dass er es begrüßen würde, wenn der ewige Bremer Nordrivale sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in die Bundesliga aufsteigen würde. Filbry: „Diese besondere sportliche Rivalität fehlt uns. HSV-Teams in den ersten Bundesligen, bei Männern und Frauen, würden aus uns noch mal zusätzliche Prozente herauskitzeln und den Fußball-Norden insgesamt stärken. Und, wie wir sehen: Die Fans wollen das auch.“ (mwi)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Baumgart

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