Werder verliert 1:2
Pausenführung reicht nicht: Doppelschlag knockt Werder-Frauen in Freiburg aus
Der SV Werder Bremen hat am 3. Spieltag in der Frauen-Bundesliga mit 1:2 gegen den SC Freiburg verloren - trotz einer Pausenführung. Der Spielbericht der DeichStube.
Freiburg/Bremen - Zur Pause geführt, das 2:0 auf dem Fuß gehabt und am Ende doch verloren: Die Bundesliga-Frauen des SV Werder Bremen haben sich am 3. Spieltag auswärts dem SC Freiburg geschlagen geben müssen. Das Team von Trainer Thomas Horsch verlor am Sonntagabend im Dreisamstadion mit 1:2 (1:0) und konnte vor dem Highlight-Spiel im Wohninvest Weserstadion am kommenden Wochenende kein Selbstvertrauen mehr tanken. „Wenn du vorne das 2:0 nicht machst und hinten dann die Gegentore so einfach herschenkst, dann gewinnst du so ein Spiel auf so einem guten Niveau nicht“, monierte Horsch nach dem Spiel. „Ich ärgere mich tierisch über die Art und Weise, wie die Gegentore gefallen sind, diese beiden Kopfbälle hätten wir definitiv besser verteidigen müssen.“
Werder Bremen gegen SC Freiburg: Sophie Weidauer trifft zum 1:0 - aber verpasst den Doppelpack
Schon die erste Hälfte begann mit einer Schrecksekunde. Torhüterin Catalina Perez, die etwas überraschend erstmals in der Bundesliga den Vorzug vor Livia Peng bekam, musste früh hinter sich greifen. Nach einer Ecke traf Svenja Fölmli per Kopf, doch die Torschützin war vorher mit der Hand am Ball gewesen – der Treffer zählte nicht. Werder Bremen brauchte eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden, dann übernahmen die Bremerinnen aber das Kommando – und gingen in Führung. Nach Flanke von Chiara Hahn traf Sophie Weidauer mit ihrem Kopfball zunächst nur den Pfosten, schaltete aber auch anschließend am schnellsten und grätschte die Kugel über die Linie (25.). Das 1:0 war die verdiente Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst ausgeglichen weiter, beide Teams kamen zu guten Chancen. Nach einer Ecke des SCF (hohe Bälle waren immer wieder das Mittel der Wahl der Gastgeberinnen) und einem gefährlichen Kopfball von Janina Minge zeigte Werder-Keeperin Perez ihre Klasse, machte sich ganz lang und hielt den Ball fest (53.). Auf der anderen Seite hätte Werder Bremen kurz danach die Führung ausbauen müssen. Maja Sternad enteilte bei einem Konter der Freiburger Abwehr, legte quer, wo Weidauer nur hätte einschieben müssen, den Ball aber nochmal annahm, an Torhüterin Julia Kassen vorbeiging, aber dann mit ihrem Abschluss an der rettenden Minge scheiterte (55.). Das hätte das 2:0 sein müssen.
Das Spiel der Werder-Frauen gegen den 1. FC Köln gibt es hier im Liveticker der DeichStube!
Werder-Frauen verlieren gegen SC Freiburg: SCF dreht mit einem Doppelschlag das Spiel
Und die ausgelassene Chance rächte sich prompt: Bei einer Flanke der eingewechselten Ex-Bremerin Giovanna Hoffmann köpfte die ebenfalls frische Ally Gudorf Werder-Verteidigerin Hanna Nemeth an, Perez war noch dran – das Ding aber drin (61.). Und es sollte nur sechs Minuten später noch schlimmer kommen: Nach einer weiteren hohen Hereingabe war mal wieder Fölmli mit dem Kopf zur Stelle, von Emilie Bernhardt abgefälscht senkte sich der Ball per Bogenlampe hoch ins Eck – der Doppelschlag zum 1:2 (67.). Die Gastgeberinnen drückten danach auf einen weiteren Treffer, Werder Bremen durfte erst in der Schlussphase wieder mitspielen. Nach einer Unsicherheit von SCF-Torfrau Julia Kassen hatte Weidauer noch einmal die Chance zum ganz späten Ausgleich, köpfte aber vorbei (90.+2).
Nach dem 1:3 gegen die TSG Hoffenheim stand schließlich gegen den SC Freiburg die zweite Niederlage hintereinander. In der Tabelle liegen die Bremerinnen nun auf Platz sieben. Am kommenden Samstag, 14. Oktober (14 Uhr), können es die Werder-Frauen wieder besser machen, dann ist es Zeit für das diesjährige Highlight der Werder-Frauen: Das Heimspiel gegen den 1. FC Köln steigt im Wohninvest Weserstadion, es wurden schon mehr als 15.000 Tickets vergeben. (han)
Werder Bremen: Perez – Ulbrich, Bernhardt (79. Matheis), Nemeth – Hahn (89. Kunkel), Wirtz, Lührßen – Hausicke, Walkling (73. Josten) – Weidauer, Sternad (72. Meyer).