„Hab Idee, wie das funktionieren kann“
Werder-Coach Thioune über Vertrauen, Entwicklung – und seine Zukunft in Bremen
Bleibt Daniel Thioune über den Sommer hinaus Trainer des SV Werder Bremen? Jetzt spricht der 51-Jährige über Vertrauen, Entwicklung - und seine Zukunft!
Es geht in diesen Wochen nicht nur um die sportliche Zukunft des SV Werder Bremen, sondern auch um die des Coaches. Seit Februar ist Daniel Thioune im Amt, in zehn Partien auf der Bank der Norddeutschen hat er vier Siege geholt und sechs Niederlagen miterlebt. Nach wie vor müht sich seine Mannschaft um den Klassenerhalt, den der 51-Jährige auch selbst brauchen wird, damit er Trainer an der Weser bleiben darf. Wenn es ihm gelingt, dann ist eine weitere Zusammenarbeit sicher, so hatte es Werders Fußball-Chef Clemens Fritz unter der Woche dem „kicker“ erklärt und damit eine Aussage wiederholt, die auch Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, bereits öffentlich getätigt hatte.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Wir sind auf einem guten Weg, aber der Weg ist noch nicht zu Ende“
„Wir reden immer gern über Vertrauen, aber es war nicht so, dass ich schon nach drei Spielen das Gefühl hatte, dass man mir das Vertrauen entzieht – zumindest nicht von meinen unmittelbaren Vorgesetzten“, sagt Daniel Thioune, der seine ersten drei Partien als Trainer des SV Werder Bremen allesamt verloren hatte und nun vor seiner inzwischen elften Bewährungsprobe steht. Stattfinden wird sie am Sonntag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). Ihm sei in den anfänglichen Gesprächen mit Werders Bossen aufgezeigt worden, dass die erhoffte Positiv-Entwicklung „etwas länger andauern kann“. Nun spürt der Cheftrainer jenen Aufschwung. „Wir sind im Fortschritt“, betont Thioune, der darauf brennt, in Bremen selbst etwas aufbauen zu können: „Sollten wir unsere Ziele erreichen, ist es eine Riesenmöglichkeit, sich während einer Sommer-Vorbereitung Gedanken über eine andere Tabellenkonstellation machen zu können.“ Vorher müsste aber der Klassenerhalt stehen. Thioune: „Wir sind auf einem guten Weg, aber der Weg ist noch nicht zu Ende.“
Vier Partien sind es noch, die über Wohl und Wehe entscheiden. Nach dem Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim VfB Stuttgart (live im TV) folgen die Prüfungen gegen Augsburg, Hoffenheim und Dortmund. „Ich glaube, dass ich schon eine Idee habe, wie das Ganze funktionieren kann, dass ich auch einen Impact auf das Team habe: inhaltlich wie vielleicht auch menschlich“, sagt Daniel Thioune ganz allgemein über seine bisherige Arbeit – und schiebt hinterher: „Wenn ich hier am 1. Juli wieder sitzen und Fragen beantworten darf, dann würde ich mich sehr darüber freuen. Und ich glaube, dass sich meine Vorgesetzten auch darüber freuen würden.“ (mbü)
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