Werder-Stimmen zum Spiel

„Bitter“, „schei* Gefühl“, „wir müssen punkten“: Die Stimmen zur Werder-Pleite in Leverkusen

Trotz einer ordentlichen Leistung hat der SV Werder Bremen knapp mit 0:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen verloren. Die Stimmen zum Spiel!

Horst Steffen (Trainer des SV Werder Bremen): „Ich fand, dass die ersten Minuten echt gut waren. Wir haben Druck gemacht und hätten es im Anschluss noch besser ausspielen können. Wenn wir das 1:1 machen, wäre ich gespannt gewesen, wie es weiterläuft. So laufen wir einem Rückstand hinterher, machen es ordentlich, lassen wenig Konter zu, erspielen uns selbst aber auch wenig Chancen. Die Möglichkeiten im Sechzehner hätten wir besser nutzen können, treffen aber die falsche Entscheidung. Die Jungs haben alles investiert, den Ausgleich zu machen, der uns aber nicht gelungen ist. Wir müssen jetzt einen Haken daran machen und den Kopf aufrichten.“

Enttäuschung beim SV Werder Bremen nach der Niederlage bei Bayer Leverkusen - und dem achten Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg.

Stimmen zur knappen Niederlage bei Bayer Leverkusen: Werder Bremen hadert erneut mit liegen gelassenen Punkten

Jens Stage (Spieler des SV Werder Bremen): „Das Spiel war okay, die Leistung war okay. Mit so einem Spiel auswärts gegen Leverkusen musst du eigentlich zufrieden sein, aber null Punkte... das ist ein scheiß Gefühl. Wir hätten punkten müssen und mit dieser Leistung wäre das möglich gewesen. In der ersten Halbzeit hatten wir größere Chancen, weil Leverkusen aggressiver verteidigt hat und dadurch mehr Platz war. Nach dem Tor kamen die Möglichkeiten für Kontersituationen für Leverkusen. In der zweiten Halbzeit haben sie oft tief verteidigt und wir mussten komplett durchspielen. Deshalb war das erste Tor heute ganz entscheidend, weil es das Spiel auf Leverkusens Seite gezogen hat.“

Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Wir haben uns anfangs mit ihren verschiedenen Positionswechseln sehr schwergetan, in der zweiten Halbzeit aber ein anderes Gesicht gezeigt. Ich war überrascht, wie viel Ball sie uns gelassen haben. Wir waren die aktivere Mannschaft, haben es aber nicht geschafft, Gefahr auszustrahlen und waren unter dem Strich zu harmlos, um hier was mitzunehmen. Es ist ärgerlich, wenn du ordentliche Spiele machst und dann nicht mal einen Punkt mitnimmst.“

Mio Backhaus (Torwart des SV Werder Bremen): „Wir haben jetzt gegen drei sehr gute Gegner gespielt. Dass die Qualität haben in den entscheidenden Momenten, das wussten wir. Ich glaube, dass dadurch auch das Gegentor passiert - weil sie das einfach gut spielen. Und nach vorne? Ich hab da eigentlich ein gutes Gefühl aktuell, denn wir kommen in die Räume und auch gut nach vorne. Ich sehe da im Vergleich zu den Spielen gegen Augsburg oder Stuttgart, wo wir nur eine gute Anfangsphase hatten, jetzt einen Unterschied - denn wir haben dreimal über 90 Minuten vernünftig gespielt. Das ist die Basis zum Erfolg, auch, wenn der aktuell noch nicht da ist. Trotzdem glaube ich, dass wir heute wieder gut gespielt haben. Ich verliere lieber heute auf diese Weise, als so wie gegen Stuttgart.“

„Gemischte Gefühle“: Die Stimmen zur bitteren Niederlage des SV Werder Bremen bei Bayer Leverkusen

Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball des SV Werder Bremen): „Das Spiel hinterlässt gemischte Gefühle. Wir waren in der Halbzeit gut drin im Spiel und haben mutig nach vorne gespielt, Räume gefunden, Abschlüsse gehabt. Ich meine, dass wir in der ersten Halbzeit sogar mehr Abschlüsse hatten als Leverkusen, in der zweiten Halbzeit hatte Leverkusen jetzt auch nicht unbedingt viel. Wir hatten noch ein, zwei Chancen, machen aber kein Tor. Und jetzt fährst du nach Hause und hast wieder Nichts in den Händen. Das ist schon bitter gerade.“

... über das achte Bundesliga-Spiel in Serie ohne Sieg: „Wir müssen punkten. Ich habe jetzt keine Leverkusener Mannschaft gesehen, die klar besser war. Individuell dann, weil wir hinten Fehler gemacht haben. Wir kriegen ein Tor, wo du eigentlich das Gefühl hast: Wir stehen kompakt, wir sind in Ordnung. Aber es reicht halt nicht nur, in dem Moment nach rechts und links zu schieben. Du musst auch an die Leute rangehen und den Vorwurf müssen wir uns in der Situation einfach auch machen. Sowohl außen sind wir nicht mitgegangen, als auch in der Mitte sind wir da nicht eng genug dran. Und dann ist natürlich auch eine individuelle Qualität da bei den Leverkusenern, die dann eben mal schnell ein Tor machen. Da müssen wir einfach viel, viel aufmerksamer sein, müssen wir mehr dran sein und nach vorne auch. Wir treffen teilweise die falschen Entscheidungen gerade in Richtung Sechzehner, wo wir einfach mehr mit Überzeugung agieren müssen, mit mehr Überzeugung in die Aktionen gehen müssen. Und das fehlt uns im Moment und daran müssen wir weiter arbeiten. Aber die Überzeugung kommt natürlich auch mit einer breiteren Brust, mit positiven Ergebnissen. Trotz alledem sehe ich eine Mannschaft auf dem Platz, die Gas gibt, die will, die marschiert, die kämpft, die zusammenarbeitet. Und wir werden diesen Bock auch wieder umstoßen.“

Werder Bremen hadert, Bayer Leverkusen erleichtert: Die Stimmen zum Spiel

Jonas Blaswich (Torwart von Bayer Leverkusen): „Das Spiel muss eigentlich deutlicher ausgehen, wenn man unsere Chancen sieht. Wir standen defensiv sehr gut, haben in der zweiten Hälfte vielleicht ein bisschen zu viel Räume gegeben. Wir haben die drei Punkte, das ist das Entscheidende.“

Robert Andrich (Kapitän von Bayer Leverkusen): „Ich glaube, dass der Dreier heute enorm wichtig ist. Ich glaube, man hat aber auch gemerkt, dass nicht alles so locker von der Hand geht nach so drei Spielen. Aber das ist auch völlig menschlich, völlig normal. Die Chancen, die wir so über das ganze Spiel hinten haben... Ich glaube, wenn wir vier, fünf Tore machen, ist das nicht übertrieben. So ist es leider bis zum Ende eng geblieben.“

Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer Leverkusen): „Ein guter Tag heute für uns. Dass es, wenn du drei Spiele zum Auftakt verlierst, schwerer wird, ist nicht ungewöhnlich. Wenn wir die Chancen genutzt und das 2:0 gemacht hätten, hätte das zur Beruhigung beigetragen. So haben wir in der zweiten Halbzeit phasenweise zu tief verteidigt und sind bedacht darauf gewesen, das Tor zu verteidigen und nicht darauf, das zweite Tor zu machen. Die Jungs haben sich reingehauen. Trotzdem fehlte es in der zweiten Halbzeit an Genauigkeit und wir waren zu hektisch. Aber das Wichtigste in solchen Phasen ist es zu gewinnen – auch fürs Selbstvertrauen.“

* Mit Material von werder.de und Sky

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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