Werder-Noten nach Remis gegen Hannover
Einzelkritik: Nicht der Tag des Kapitäns, Rashica mit Dampf
Bremen – Einen Punkt gerettet: Werder in Noten nach dem 1:1 gegen Hannover 96 am ersten Bundesliga-Spieltag der neuen Saison.
Jiri Pavlenka: Fast arbeitslos, weil seine Kollegen so gut verteidigten. Trotzdem geschlagen, weil seine Kollegen ihn einmal im Stich ließen. Machtlos beim Gegentor. Note 3
Theodor Gebre Selassie: Sehr einsatzfreudig und in der Defensive auf der rechten Seite bärenstark. Wenngleich auch er zur Viererkette gehörte, die beim 0:1 nicht auf der Höhe war. Da trifft ihn aber nur eine kleine Schuld. Stark, wie er den Ausgleich erzwingen wollte – dafür wurde er mit seinem Kopfball-Tor zum 1:1 belohnt. Note 2
Milos Veljkovic: Beinahe hätte er Werder in Halbzeit eins in Führung gebracht. Als Innenverteidiger eigentlich immer Herr der Lage, doch vor dem 0:1 passte die Abstimmung mit Nebenmann Moisander nicht. Hielt sich zudem im Spielaufbau etwas zurück. Note 3
Niklas Moisander: Das 0:1 geht zum größten Teil auf seine Kappe, der Finne reagierte ungewohnt zögerlich. Ansonsten souverän im Abwehrzentrum und mit so vielen Ballkontakten (92) wie kein anderer Spieler auf dem Platz. Note 3,5
Fotostrecke: Werder Bremen mit Remis gegen Hannover 96




Ludwig Augustinsson: Sehr aktiv auf der linken Seite und ein guter Bewacher von Bebou. Wagte sich sogar in den gegnerischen Strafraum und zeigte dort kurz nach der Pause, dass er leider kein Torjäger ist. Das 1:0 muss er eigentlich machen. Note 2,5
Philipp Bargfrede (bis 82.): Der Sechser ließ sich immer mal wieder zwischen die Innenverteidiger fallen, um das Spiel von hinten aufzubauen. Nicht so präsent wie sonst, gewann auch nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe – und schaltete sich nur selten vorne ein. Note 3,5
Maximilian Eggestein: War extrem bemüht, Tempo ins Spiel zu bringen. Doch es fehlte ihm etwas das Durchsetzungsvermögen. Konnte sich und seine Kollegen zu selten in Szene setzen. Note 3,5
Davy Klaassen: Wenn es vor dem 96-Tor gefährlich wurde, dann war der Niederländer oft beteiligt. In der ersten halben Stunde sehr auffällig, auch sehr aggressiv in den Zweikämpfen. Tauchte dann bis zur Pause etwas ab. Nach dem Wechsel wieder besser, aber auch ihm fehlte die letzte Zielstrebigkeit. Note 2,5
Yuya Osako: Auf dem rechten Flügel nur selten auffällig. An ihm lief das Spiel lange Zeit etwas vorbei. Als der er dann aber für den verletzten Kruse in die Mitte rücken durfte, blühte der Japaner auf, hatte auch eine richtig gute Chance (56.). Insgesamt war es aber zu wenig. Note 4
Max Kruse (bis 52.): Das war nicht der Tag des Kapitäns! Kaum gute Aktionen in der Offensive, dazu drei richtig gefährliche Fehlpässe – und dann auch noch eine Oberschenkelverletzung kurz vor der Pause. Note 4,5
Florian Kainz (bis 67.): Begann so gut, wie er in Worms aufgehört hatte. Doch dann ließ der Österreicher immer mehr nach. Bei ihm war am deutlichsten zu erkennen, dass Werder an diesem Tag das Tempo fehlte. Note 4
Milot Rashica (ab 52.): Kam für den verletzten Kruse und machte durchaus Dampf auf seiner Seite. Die beste Szene hatte aber weniger mit Tempo, sondern eher mit Präzision zu tun. Seine Flanke musste Gebre Selassie nur noch zum 1:1 einnicken. Note 2,5
Claudio Pizarro (ab 67.): Mit ihm wurde Werder endlich richtig gefährlich im Strafraum. Einziges Problem: Noch fehlt im die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Vergab drei gute Chancen. Note -
Johannes Eggestein (ab 82.): Er hätte der Held werden können, doch kurz vor Schluss verpasste er den Siegtreffer. Note -
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