Werder-Stimmen zum Spiel
„Ich habe heute 20 Krieger gesehen“ - Stimmen zum Werder-Sieg gegen RB Leipzig
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig überraschend mit 3:1 (1:0) gewonnen. Die Stimmen zum Spiel!
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Ich glaube, die haben wir uns heute redlich verdient. Ich sprach jetzt gerade davon, dass die Mannschaft von Leipzig nicht sofort da war – da muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen: Sie war von der ersten Minute an da. Ich glaube, Niclas Füllkrug hat mit der ersten Chance sofort ein Statement gesetzt, was allen geholfen hat, zu erkennen, was wir heute vorhaben. Das Stadion, die Atmosphäre war top, und dann hilft es natürlich, wenn man ein frühes Tor macht. Aber die Art und Weise, wie wir es machen – den Ball gewinnen oben und dann Chuki mit dem Steckpass, spielt auch nicht jeder, können viele sehen, auch nicht jeder spielen – war toll. Und freut mich natürlich sehr für Eren, dass er in seinem ersten Moment bzw. ersten Ballkontakt dann gleich schon wieder getroffen hat. Was diese Mannschaft über 90 Minuten an Intensität heute auf den Platz gebracht hat, hat mich sehr, sehr beeindruckt, weil es der einzige Schlüssel war auch heute, um den Leipzigern Paroli zu bieten.“
Starkes Werder Bremen schlägt RB Leipzig - Kapitän Marco Friedl: „Eine sehr gute Reaktion auf letzte Woche“
Niclas Füllkrug (Torschütze SV Werder Bremen): „Werder macht’s schlau, verkauft die Spieler für viel Geld und holt sie billig zurück (lacht). Nein, hat unheimlich viel Spaß heute gemacht, war ein bisschen die Reaktion, die wir brauchten. So, wie es sich gehört. Wahnsinnig viel Intensität auf den Platz gebracht. Guter Gegner auf der anderen Seite, aber wir haben ihnen heute wenig Chancen gegeben, das Spiel zu gewinnen. Dementsprechend war es eine ordentliche Leistung. Darauf können wir aufbauen.“
Eren Dinkci (Torschütze SV Werder Bremen): „Es war sehr schön. Ich habe ein Tor geschossen, wir haben drei Punkte hierbehalten. Besser geht es nicht. Es war sehr emotional für mich. Ich habe es nie verheimlicht, dass es schon immer ein Traum von mir war, hier zu treffen. Umso schöner, dass es geklappt hat. Der Matchplan war mit einer gewissen Intensität aufzutreten. Wir sind früh vorne raufgegangen und das wurde belohnt. Es gab auch Phasen, wo wir tiefer standen, trotzdem war die Intensität vorhanden, sodass wir wenig zugelassen haben. Die geschlossene Mannschaftsleistung müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen.“
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Es war ein sehr gutes Spiel gegen den Ball vor allem. Ich glaube, dass wir extrem heiß in die Partie gestartet sind, auch eiskalt waren, mit der ersten Chance gleich da waren, dann viel leiden mussten. Das wussten wir aber auch, dass wir kompakt defensiv stehen müssen. Das haben wir über die 90 Minuten sehr, sehr gut gemacht. Sehr ärgerlich ist der Gegentreffer, das ärgert uns hinten vor allem. Vor dem Spiel hätte jeder das 3:1 logischerweise unterschrieben. Es war eine sehr, sehr gute Reaktion auf das Spiel letzte Woche und einfach eine Top-Mannschaftsleistung. Deshalb bin ich sehr froh.“
„Ich habe heute 20 Krieger gesehen“ - die Stimmen zum Sieg des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig
Marco Grüll (Torschütze SV Werder Bremen): „Wir sind sicher mit der Einstellung ins Spiel gegangen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben gewusst, dass wir haben in Freiburg nicht ganz das auf dem Platz gelassen haben, was wir lassen wollten, wollten eine Reaktion zeigen und ich glaube, das frühe 1:0 hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Leipzig war schon spielbestimmend, aber wir haben es gut verteidigt, sie haben in der ersten Halbzeit glaube ich eine Top-Chance gehabt, aber wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht und dann auch verdient gewonnen.“
Youri Regeer (Neuzugang SV Werder Bremen): „Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, was wir heute gebraucht haben - nämlich volle Energie. Wenn man sieht, dass schon nach 30 Sekunden Tacklings von der ganzen Truppe kommen – das war heute das Wichtigste. Wir brauchen elf Krieger, und auch die Jungs auf der Bank, die reinkommen müssen. Es geht nicht die ganze Zeit nur um Fußball, es geht auch um die Einstellung, ein Krieger zu sein. Ich habe heute 20 Krieger gesehen.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Erstmal war es wichtig, von der ersten Minute an die Intensität und Aggressivität auf den Platz zu bringen. Unser Anspruch muss sein, dass es vom Feld auf die Zuschauerränge übergeht, das ist uns ganz gut gelungen. Man hat auch gemerkt, das Stadion war sofort da. Wir waren sehr griffig von der ersten Minute an, sicherlich dann mit dem Tor. Ich finde stark, wie Chuki den Ball – also kriegt den ja eigentlich in den Rücken gespielt – wie er sich dann da noch reindreht, den Ball durchsteckt, Eren mit Topabschluss – das hat uns natürlich gutgetan. Dann haben wir auch gemerkt: In der ersten Halbzeit haben uns so ein bisschen die Entlastungsphasen gefehlt, haben uns schon hinten reindrücken lassen.
Wobei wir aber auch nichts wirklich zugelassen haben. Was mir besonders gut gefallen hat: diese Leidenschaft, dieser Teamgeist, wie wir uns gegenseitig unterstützt haben, wie wir uns gegenseitig gepusht haben – nach guten Aktionen, aber auch nach nicht so guten Aktionen. In der zweiten Halbzeit sind wir sicherlich auch gut reingekommen, und das war, glaub ich, auch das Entscheidende, dass wir dann auch direkt wieder da waren von der ersten Minute an. Klar, dann mit den Toren – das waren jetzt auch keine Zufallsprodukte, hinten weiterhin nicht viel zugelassen. Also ich finde, wirklich ein Riesenkompliment an die Mannschaft, Topjob gemacht.“
Werder Bremen bezwingt RB Leipzig - David Raum: „Sie haben es clever gemacht und erwachsen gespielt“
Ludovit Reis (Profi SV Werder Bremen): „Es war ein geiles Spiel, doch wir haben noch eine sehr lange Saison vor uns. Wir wissen, dass Leipzig eine Top-Mannschaft ist. Wie der Trainer gesagt hat, mussten wir aktiv und aggressiv gegen den Ball arbeiten. Das haben wir getan. Auf dieser Leistung, die wir als Team gezeigt haben, können wir aufbauen. Dennoch gibt es auch noch einiges zu verbessern.“
David Raum (Kapitän RB Leipzig): „Bremen war eiskalt, war griffig, hat seine Chancen genutzt. Wir haben uns keine guten Chancen herausgespielt, hatten zwar viel Ballbesitz, waren aber nicht zwingend genug. Richtung Tor hin hat uns ein bisschen die Idee, der Drang und das Tempo gefehlt. Dann wird es hier schwer, weil sie auch fleißig verteidigen mit den Fans im Rücken. Wir haben alles in allem dominiert, aber haben uns nicht die nötigen Chancen herausgespielt. Glückwunsch an Bremen, haben sie clever gemacht und ein Stück weit auch sehr erwachsen gespielt. Ich weiß nicht, warum die verunsichert sein sollten.“
mit Stimmen von Sky und werder.de
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