Werder baut um
Flutlichtmasten aus der Luft: Hubschrauber-Spektakel über Werders Trainingsgelände
Am Donnerstagmorgen wurden vier Flutlichtmasten per Helikopter an Ort und Stelle gehoben - was für spektakuläre Bilder über dem Trainingsgelände des SV Werder Bremen sorgte!
Bremen – Spektakuläre Bilder in der Pauliner Marsch: Per Helikopter wurden am Donnerstagmorgen vier Flutlichtmasten auf dem Trainingsgelände des SV Werder Bremen an Ort und Stelle gehoben und anschließend montiert. Die Aktion wurde nötig, weil es bei der Lieferung der Masten zu Verzögerungen gekommen war. Die Firma bot an, die Lichtmasten per Heli einzusetzen, damit die Arbeiten am Boden ungehindert weiter gehen können. Auf den ehemaligen Plätzen 13 und 14 war in den vergangenen Wochen bereits eine neue Elastikschicht aufgetragen worden, weshalb dieser Bereich für schweres Gerät, welches für das Aufstellen der Flutlichtmasten benötigt worden wäre, nicht mehr befahrbar ist. Werder hatte das Hubschrauber-Spektakel im Vorfeld angekündigt, um vor allem die Anwohner über den damit einhergehenden Lärm zu informieren.
Bei nasskaltem Wetter war das Projekt am Donnerstag leicht verspätet gestartet, was aber nicht am Dauerregen, sondern vor allem an den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen lag. So musste nicht nur die Baustelle im näheren Umkreis geräumt werden, auch eine Freigabe vom Kontrollturm (Tower) am Bremer Flughafen war notwendig. Werders Trainingsgelände liegt bekanntlich zwar nicht in der Einflugschneise des Flughafens, sehr wohl aber in der für das Klinikum Bremen-Mitte. „Sollte es einen Einsatz eines Rettungshubschraubers geben, müssen wir den Luftraum sofort freimachen“, erklärte Peter Rengel, Leiter Infrastruktur beim SV Werder Bremen, vor Ort. Um kurz vor 9 Uhr konnte der Helikopter dann aber starten - und hievte die je 1,1 Tonnen schweren und knapp 22 Meter langen Flutlichtmasten nacheinander an ihre vorgesehenen Plätze. Mitarbeiter am Boden führten die Masten dann jeweils zwei Meter in die bis zu acht Meter in der Tiefe liegenden Stahlrohre ein. Der Rest wird mit einem Kies-Sand-Gemisch aufgefüllt.
Verfolgt den Testspiel-Doppelpack des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim live im DeichStube-Liveticker!
Die Umbaumaßnahmen auf dem Trainingsgelände des SV Werder Bremen liegen indes im Zeitplan. Die erste Bauphase der neuen Kunstrasenplätze ab Platz 13 soll im Oktober beendet sein, die zweite Phase im Mai nächsten Jahres. Dabei handelt es sich um die Felder hinter der Bezirkssportanlage „Platz 11“, die zu gleichen Teilen von Werder und vom Breitensport genutzt werden. Neben den Arbeiten an „Platz 11“ und dem Bau des Werder-Fußball-Campus, der voraussichtlich im Oktober startet, werden auch die bestehenden Kunstrasenfelder erneuert und an aktuelle Standards angepasst. Die Kosten für die neuen Kunstrasenplätze belaufen sich auf rund acht bis neun Millionen Euro, insgesamt liegen die veranschlagten Gesamtkosten für alle vier Projekte bei rund 42 Millionen Euro. Die ausgegliederte KG des SV Werder Bremen ist dabei mit rund 32 Millionen Euro beteiligt, ein Großteil davon ist kreditfinanziert. (nag)
Rubriklistenbild: © DeichStube/Mario Nagel
