Malatini gewinnt über 70 Prozent der Zweikämpfe

Feuertaufe mit vollem Elan: Werder-Verteidiger Malatini gefällt als Stark-Vertreter - hat aber auch noch Nachholbedarf

Julian Malatini zählte nach seiner Einwechslung gegen den 1. FC Heidenheim zu den Lichtblicken bei Werder Bremen.
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Julian Malatini zählte nach seiner Einwechslung gegen den 1. FC Heidenheim zu den Lichtblicken bei Werder Bremen.

Julian Malatini ist bei der 1:2-Niederlage des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim erstmals über längere Zeit für die Bremer zum Einsatz gekommen. Mit dem knapp 50-minütigen Auftritt des Neuzugangs war Trainer Ole Werner zufrieden, sieht aber speziell in einer Kategorie noch Potenzial nach oben.

Bremen – Nach 41 Minuten wurde er ganz plötzlich gebraucht: Julian Malatini. Abwehrspieler Niklas Stark hatte während der ersten Halbzeit gegen den 1. FC Heidenheim schon einen Schlag aufs Knie abbekommen, nun meldete sich auch noch die Hüfte. Für den 28-Jährigen ging es einfach nicht mehr weiter. Also rückte Malatini, der sich nach seinem Winter-Wechsel erst seit wenigen Wochen in Bremen befindet und bislang ausschließlich zu Kurzeinsätzen kam, in die Dreierkette – und legte einen beachtlichen Kaltstart hin. „Er hat es gut gemacht“, lobt auch Cheftrainer Ole Werner, „schließlich ist es nicht einfach, zu so einem Zeitpunkt in die Partie zu kommen. Zumal wir als Mannschaft nicht so gut drin waren.“ Werder Bremen lag kurz vor der Pause bereits mit 1:2 zurück, im weiteren Verlauf sollte sich am Ergebnis nichts mehr ändern. Julian Malatini deutete bei seiner Feuertaufe jedoch an, dass er im Laufe der Rückrunde mehr als nur eine Alternative sein kann.

Werder Bremens Julian Malatini hat gegen den 1. FC Heidenheim über 70 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen

Der junge Argentinier agierte keinesfalls fehlerlos, mit welchem Selbstverständnis er seine Aufgabe allerdings erledigte, fiel dennoch auf. Da war keine Hektik zu sehen, keine Unsicherheit. Stattdessen vertraute der 22-Jährige auf seine Stärken, dribbelte auch mal energisch an oder jagte seinem Gegenspieler körperbetont den Ball ab. „Er war sehr zweikampfstark und hatte ein gutes Tempo, auch in den Luftduellen war er da“, hat Werner beobachtet, dessen Einschätzung von der Statistik gestützt wird. So hatte Werder Bremens Julian Malatini nämlich insgesamt 72,7 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entschieden. Das nächste kleine Ausrufezeichen des Südamerikaners, der erst kürzlich mit einem Treffer beim Sieg gegen Freiburg für Furore gesorgt hatte.

Bei allen positiven Eindrücken bleibt aber natürlich auch noch Optimierungsbedarf. „Im Spiel mit dem Ball kann er sich sicherlich noch verbessern“, findet Ole Werner, „aber das ist auch klar. Es war das erste Mal, dass er mit seinen neuen Kollegen ein bisschen länger auf dem Platz stand.“ Schon am kommenden Freitag ist Werder Bremen erneut in der Bundesliga gefordert, dann beim 1. FC Köln (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Nicht viel Zeit für Niklas Stark also, um seine Hüftprobleme auszukurieren. Und Amos Pieper (Reha nach Knöchelbruch) sowie Milos Veljkovic (Beschwerden im Kniegelenk) fehlen ja auch noch. Vielleicht wird Julian Malatini also bald schon wieder gebraucht – und dann sogar erstmals von Beginn an. (mbü)

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