Werder zu Gast in Dortmund

Heiß auf Ex-Club BVB: Werder hofft auf „Faktor“ Justin Njinmah

Justin Njinmah trifft am Freitagabend auf seinen Ex-Club Borussia Dortmund - wird der Angreifer gegen den BVB zum Faktor für Werder Bremen?
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Justin Njinmah trifft am Freitagabend auf seinen Ex-Club Borussia Dortmund - wird der Angreifer gegen den BVB zum Faktor für Werder Bremen?

Bremen – Wenn im Signal-Iduna-Park das Flutlicht angeht und der SV Werder Bremen am Freitagabend auf Borussia Dortmund trifft, dann richten sich ganz viele Blicke auf einen Mann: Niclas Füllkrug. Der BVB-Star spielte vor anderthalb Monaten noch für die Grün-Weißen, jetzt kommt es zum großen Wiedersehen. Doch auch auf der anderen Seite freut sich einer auf das erste Duell mit seinem Ex-Club: Justin Njinmah.

Bis Sommer schnürte Justin Njinmah noch für die Dortmunder seine Schuhe – auf Leihbasis, wohlgemerkt. Werder Bremen hatte den jungen Angreifer für anderthalb Jahre beim BVB geparkt. Dort lief er vornehmlich in der zweiten Mannschaft auf und deutete sein Potenzial mehr als an. In 51 Pflichtspielen schoss er 18 Tore. Doch Borussia Dortmund verzichtete darauf, die Kaufoption in Höhe von drei Millionen Euro zu ziehen. Für die erste Mannschaft war Njinmah ohnehin kaum ein Thema gewesen, vergangene Saison wurde der 22-Jährige einzig ein Mal, beim 0:3 in Leipzig, kurz vor Schluss eingewechselt – sein Bundesliga-Debüt.

Im großen Signal-Iduna-Park kam Justin Njinmah noch nie zum Einsatz, saß dort einzig ein Mal auf der Bank. Jetzt darf er sich Hoffnungen machen, in Deutschlands größtem Stadion auch aufzulaufen. „Dass Justin eine Option für uns ist, liegt ja auf der Hand“, sagt Werder-Trainer Ole Werner, ohne seine Aufstellung gegen den BVB vorwegnehmen zu wollen. „Dafür hat er dieses Jahr zu viele Dinge schon sehr gut gemacht, als dass es anders wäre.“ Schon bei seinem ersten Bundesligaspiel für den SV Werder Bremen gegen Mainz (4:0) traf der Stürmer selbst und bereitete ein weiteres Tor vor, außerdem erzielte er den 2:1-Siegtreffer gegen Köln.

Justin Njinmah trifft in Dortmund mit Werder Bremen auf Ex-Club BVB - wird er zum Faktor?

Gerade mit seiner großen Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ist Justin Njinmah in einer insgesamt schwachen Bremer Anfangsphase der Saison eine der positiven Überraschungen. „Wir sind sehr zufrieden mit seiner Entwicklung und mit seinen Leistungen“, sagt Ole Werner. „Er kann sicherlich ein Faktor werden im Laufe des Spiels.“ Fans des SV Werder Bremen dürften am Freitag gegen den BVB (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auf eine Neuauflage des furiosen 3:2-Sieges aus dem Vorjahr hoffen, als der ebenfalls pfeilschnelle Oliver Burke allen Dortmundern davonlief und tief in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer für Werder schoss.

Dass Justin Njinmah wegen seiner emotionalen Verbindung zu Borussia Dortmund auf das Match besonders heiß sein dürfte – und sicherlich beweisen möchte, dass er die drei Millionen Euro Ablöse wert gewesen wäre –, spielt für Ole Werner nur eine „sehr untergeordnete“ Rolle. „Es ist nicht die entscheidende Frage, wer schon mal wo gespielt hat“, meint der Coach. „Sonst hast du ein paar Jungs, die schon ein bisschen was gesehen haben, die in den Spielen dann immer auf dem Platz stehen müssten.“ In Leonardo Bittencourt, Marvin Ducksch und Amos Pieper hat Werder Bremen immerhin noch drei weitere Ex-BVB-Profis in seinen Reihen. (han)

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