Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Bittencourt kämpft, Zetterer überzeugt - Kownacki bleibt blass
Der SV Werder Bremen verliert mit 0:1 gegen Borussia Dortmund. Die Noten zum Spiel beim BVB - alle Bremer Profis in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Der Ersatzkeeper vertrat den verletzten Pavlenka und absolvierte in Dortmund den erst dritten Bundesliga-Einsatz seiner Karriere. Wirkte dabei allerdings so, als stünde er Woche für Woche im Tor. Unaufgeregt, sicher und mit starken Paraden gegen Malen (6./45.) sowie Ryerson (24.). Lediglich die Streuung bei seinen Abschlägen war etwas zu groß. Beim Gegentreffer von Brandt ohne Abwehrchance (67.). Note 2
Milos Veljkovic: Trug auf der rechten Seite der Dreierkette seinen Teil dazu bei, dass von Ex-Werder-Profi Füllkrug nicht viel zu sehen war. Behielt im direkten Duell mit dem Ex-Kollegen in der 53. Minute einen kühlen Kopf und verhinderte eine große Chance. Vermied im Spielaufbau das Risiko. Note 3
Marco Friedl: Der Kapitän agierte als zentraler Innenverteidiger der Dreierkette, aus der bei Dortmunder Ballbesitz eine Fünferkette wurde. Dirigierte viel und gewann wichtige Kopfballduelle. Blieb auch am Boden ohne nennenswerte Fehler. Note 3
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Werder Bremen in Noten gegen BVB: Mitchell Weiser schwach bei Pleite gegen Borussia Dortmund
Anthony Jung (bis 87.): Rückte wegen der großen Personalnot in der Defensive in die Dreierkette und bekleidete dort den linken Part. Ging körperbetont in die Zweikämpfe und eroberte so einige Bälle, die er aber nicht immer zum Mitspieler brachte. Note 3,5
Mitchell Weiser: Auf der rechten Außenbahn um offensive Ideen und Vorstöße bemüht, dabei aber ohne durchschlagende Wirkung. Defensiv gegen die schnellen Dortmunder immer mal wieder mit Problemen. Ließ sich von Nmecha überrennen, was dem BVB eine Großchance ermöglichte (39.). Verlor vor dem 0:1 dann die Orientierung und Torschütze Brandt aus den Augen (67.). Note 5
Leonardo Bittencourt (bis 68.): Für den 29-Jährigen war es der erste Startelf-Einsatz seit dem ersten Spieltag. Agierte bei Dortmunder Ballbesitz gemeinsam mit Stage und Schmid auf einer Linie vor der Abwehr und kämpfte verbissen um jeden Ball. Gewann vor der Pause wichtige Zweikämpfe und setzte offensiv Akzente. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich dann Ballverluste ein. Musste ausgepumpt und gelb-rot-gefährdet vorzeitig vom Platz. Note 2,5
Jens Stage: Der Däne kam nach längerer Zeit mal wieder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, wo er als eine Art Taktgeber vorgesehen war. Kompensierte die Geschwindigkeitsnachteile gegen die schnellen BVB-Spieler lange durch ein gutes Stellungsspiel und konnte mehrfach retten. Vor dem 0:1 dann aber viel zu passiv gegen Passgeber Can (67.). Note 4
Dawid Kownacki bleibt ohne Wirkung gegen den BVB: Die Noten zu Werder Bremen gegen Borussia Dortmund
Olivier Deman: Wirkte zu Beginn auf der linken Seite etwas verunsichert und hatte Probleme mit dem Tempo von Malen. Biss sich allerdings ins Spiel. Seinen Flanken mangelte es jedoch an der nötigen Präzision. Note 4
Romano Schmid (bis 81.): Zwar in die meisten Bremer Offensivaktionen involviert, dabei aber oft glücklos, wodurch er es verpasste, für die nötige Entlastung zu sorgen. Leistete sich in der 32. Minute einen Ballverlust, aus dem fast die Dortmunder Führung resultiert hätte. Note 4,5
Dawid Kownacki (bis 68.): Kehrte nach drei Spielen in die Anfangsformation zurück und konnte keine Eigenwerbung betreiben. Machte in der vordersten Reihe zwar reichlich Meter, traf mit dem Ball am Fuß aber zu oft die falsche Entscheidung und blieb vor dem Tor blass. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: Justin Njinmah vergibt nach Einwechslung große Chance gegen Ex-Club BVB
Marvin Ducksch: Der gebürtige Dortmunder sorgte zu Beginn mit seinen direkt gespielten Pässen in die Tiefe für Überraschungsmomente, die den BVB beschäftigten. Torgefahr ging von ihm im Signal Iduna Park jedoch nicht aus. Auch seine Standards brachten keinen Ertrag. Note 4,5
Senne Lynen (ab 68.): Der Belgier ersetzte Bittencourt, hatte dabei auch ein, zwei gelungene Aktionen, konnte das Ruder aber auch nicht mehr herumreißen. Note -
Justin Njinmah (ab 68.): Sollte mit seiner Geschwindigkeit neuen Schwung in die Bremer Offensive bringen – und vergab in der 82. Minute die große Chance zum Ausgleich gegen seinen Ex-Club. Note -
Nick Woltemade (ab 81.): Der 1,98-Meter-Mann ging für die letzten Minuten ins Sturmzentrum, wo er jedoch keine Akzente mehr setzen konnte. Note -
Rafael Borré (ab 87.): Kam in der Hoffnung auf einen Lucky Punch, der aber auch ihm nicht mehr glückte. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen BVB: Anthony Jung und zwei Überraschungen in der Startelf
Der SV Werder Bremen spielt am 8. Spieltag auswärts gegen Borussia Dortmund. Für welche Aufstellung entscheidet sich Trainer Ole Werner? So könnte die Bremer Startelf gegen den BVB aussehen!
Update (20. Oktober, 19.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - Leonardo Bittencourt und Dawid Kownacki starten ebenso wie Anthony Jung! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und Borussia Dortmund!
Bremen – Ohne ein Quartett muss der SV Werder Bremen am Freitagabend (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) die äußerst schwierige Aufgabe bei Vizemeister Borussia Dortmund angehen, was Cheftrainer Ole Werner einmal mehr zum Umbauen seiner Startelf zwingt. Vor allem in der Abwehr muss der Trainer dabei nach Lösungen suchen - gleich drei Stammspieler fehlen gegen den BVB.
Die beiden Innenverteidiger Niklas Stark (Adduktorenprobleme) und Amos Pieper (muskuläre Probleme) hatten bereits die vergangene Partie gegen Hoffenheim (2:3) verpasst, anders als vor der Länderspielpause wackeln nun aber auch die Alternativen. Christian Groß und Nicolai Rapp waren zuletzt beide krank, dürften gegen Borussia Dortmund zwar im Kader stehen, doch ist es fraglich, ob ihre Luft schon wieder für die Startelf des SV Werder Bremen reicht.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Michael Zetterer rückt für Jiri Pavlenka in die Startelf
Aktuell spricht mehr dafür, dass Dreierkette des SV Werder Bremen beim BVB aus Milos Veljkovic, Marco Friedl und Anthony Jung besteht. Theoretisch könnte sich Ole Werner auch für eine Aufstellung mit einer Viererkette entscheiden, was er während der Pressekonferenz vor dem Spiel zwar nicht ausschließen wollte, aber eben auch hervorhob: „Wichtig ist, dass man nicht alles jede Woche über den Haufen wirft, gerade in einer Phase, wo viel in Bewegung ist und wir uns auch als Mannschaft noch finden müssen. Da nicht zusätzlich für Unklarheit zu sorgen, ist wichtig.“
Wer den verletzten Stammkeeper Jiri Pavlenka (Adduktorenprobleme) im Spiel bei Borussia Dortmund in der Startelf vertreten wird, steht hingegen fest: Ersatzmann Michael Zetterer, dem sein dritter Bundesligaeinsatz bevorsteht. Die Abwehrreihe vor ihm wird komplettiert von Mitchell Weiser (rechts) und Olivier Deman (links) auf den beiden Schienenpositionen in der Aufstellung des SV Werder Bremen.
So sehen Fans das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem BVB live im TV und im Livestream!
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Senne Lynen dürfte gegen den BVB erneut in der Startelf stehen
Als Sechser dürfte Senne Lynen gegen Borussia Dortmund das Vertrauen bekommen, vor ihm auf der Acht haben in der Bremer Aufstellung weiterhin Romano Schmid und Jens Stage die besten Karten, weil Naby Keita (muskuläre Probleme) weiterhin verletzt fehlt. Möglicherweise ist auch Leonardo Bittencourt bei seinem Ex-Verein ein Kandidat für eine Startelf-Rückkehr, weil er für große Mentalität steht, was Werder Bremen helfen könnte.
Der gebürtige Dortmunder und Ex-BVB-Spieler Marvin Ducksch ist im Zweier-Sturm der Bremer Aufstellung derweil absolut gesetzt, für den Job an seiner Seite kommen gleich vier Teamkollegen in Frage. Werder Bremens Kolumbianer Rafael Borré ist allerdings erst am Donnerstag von der strapaziösen Länderspielreise aus Südamerika zurückgekehrt, und Dawid Kownacki hatte zuletzt nur wenig Eigenwerbung betreiben können. Bleiben noch Nick Woltemade und Justin Njinmah, der in den vergangenen anderthalb Jahren als Leihspieler für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund aufgelaufen war und möglicherweise seine zweite Startelf-Chance in Folge bekommen könnte. (dco)
