Werder-Transfer-News

„Ausland immer eine Option“: Wie Werder-Stürmer Justin Njinmah über einen möglichen Sommer-Transfer denkt

Verlässt Justin Njinmah den SV Werder Bremen im Sommer? Jetzt spricht der Stürmer über einen möglichen Transfer und seine schwierige Saison.

Bremen - Auf den ersten Blick sind die Zahlen noch ganz okay, 21 Spiele hat Justin Njinmah in dieser Saison schließlich absolviert und dabei drei Tore erzielt. Doch der Stürmer des SV Werder Bremen will viel mehr, zumal er immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde und deshalb auch nur selten Teil der Startelf war. Im Interview mit „transfermarkt.de“ spricht der 24-Jährige über die vergangenen Monate und die Wechselgerüchte um seine Person, die im vergangenen Winter die Runde machten.

Verlässt Justin Njinmah den SV Werder Bremen im Sommer? Jetzt spricht der Stürmer über einen möglichen Transfer.

Der italienische Traditionsclub AS Rom soll, so hieß es seinerzeit, bereit gewesen sein, für eine Ablösesumme von bis zu zehn Millionen Euro einen Transfer Justin Njinmahs zu realisieren – doch Werder Bremen blockte die Offerte ab. „Ich bekomme vieles mit. Es gab Angebote, das kann ich nicht leugnen“, sagt der Torjäger rückblickend, geht aber nicht weiter ins Detail. Nur so viel: „Sowas sprichst du mit dem Verein ab und eine Entscheidung wird immer gemeinsam getroffen. Mir wurde signalisiert, dass man mich halten will. Deswegen bin ich weiterhin hier.“ Doch der nächste Sommer naht bekanntlich, und somit auch die nächste Wechselphase. Nicht unwahrscheinlich, dass Justin Njinmah dann erneut in den Fokus anderer Clubs gerät. „Ein Wechsel ins Ausland kann immer eine Option sein. Ich bin jemand, der gerne auch mal etwas Neues sehen will“, erklärt der gebürtige Hamburger. „Es ist interessant, solche Transferphasen mitzuerleben. Wenn Vereine auf mich zukommen, mit denen ich früher auf der Playstation gespielt habe. Ich bin aber auch sehr zufrieden, weiter hier bei Werder zu sein.“

Werder Bremens Justin Njinmah über möglichen Sommer-Transfer: „Wechsel ins Ausland kann immer eine Option sein“

Und mit den Bremern könnte er in dieser Spielzeit durchaus noch ein großes Ziel realisieren: den europäischen Wettbewerb. Doch Vorsicht sei geboten, meint Njinmah: „Von jedem ist es ein Traum, das internationale Geschäft zu erreichen. Aber es ist der falsche Zeitpunkt, das Fass wieder aufzumachen. Es wurde bereits genug darüber geredet. Wir versuchen, die Saison sehr gut zu Ende zu bringen.“ Der nächste Gegner des SV Werder Bremen ist dabei der VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr), dass Justin Njinmah in der Startelf stehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Dabei wollte er vor der Saison eigentlich so richtig angreifen, sein Premierenjahr deutlich toppen. Doch es lief nicht wie gewünscht. „Ich kann nicht sagen, ob ich einen Schritt nach vorne oder nach hinten gemacht habe. Gemessen an der Erwartung haben sich die Fans und ich sicherlich mehr erhofft“, gibt Njinmah zu, betont aber auch: „Ich weiß, wie ich an mir arbeite und wie ich im Training Vollgas gebe. Da fühlt es sich nicht wie ein Rückschritt an. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich jetzt wieder an dem Punkt bin, der Mannschaft mit meinen Qualitäten zu helfen.“

Während der Hinrunde war das nicht ganz so einfach. Nach einem ordentlichen Start in die Saison zog sich der flinke Stürmer eine Knöchelblessur zu, fiel einige Zeit aus und brauchte danach lange, um wieder in Tritt zu kommen. „Du kannst dein Maximum nur zeigen, wenn du fit bist“, sagt Justin Njinmah. „Jetzt war es eigentlich der Plan, deutlich mehr zu spielen. Aber daraus wurde nichts und deswegen haben wir definitiv noch nicht alles von mir gesehen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

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