Belastungssteuerung XXL

„Kann nicht mit ihnen planen“: Rückkehr von Werder-Duo überhaupt nicht absehbar

Niklas Stark und Felix Agu fehlen immer noch im Training des SV Werder Bremen. Wie es um beide Profis steht und was Daniel Thioune dazu sagt.

Für einen ganz kurzen Moment wurde Daniel Thioune dann doch etwas schmallippig. Normalerweise hat der Trainer des SV Werder Bremen in kleinen oder auch größeren Mediengesprächen allerlei Worte parat, wenn er eine Entwicklung seiner Mannschaft erklären soll. Auch jetzt, während des Trainingslagers in Harsewinkel, schilderte er wieder ausführlich, was es mit der nun schon zwei Wochen andauernden Belastungssteuerung der beiden Profis Niklas Stark und Felix Agu auf sich hat. Nur als es um eine Prognose für die Rückkehr des Duos ging, beschränkte sich der Chefcoach auf einen einzigen Satz: „Die kann ich Ihnen nicht geben.“ Und das ist nicht nur für ihn äußerst unbefriedigend.

Im Zillertal-Trainingslager des SV Werder Bremen waren Niklas Stark (vorne links) und Felix Agu (rechts) noch dabei, in Harsewinkel können sie nun gar nicht mitmischen.

Belastungssteuerung: Werder Bremen muss immer noch auf Felix Agu und Niklas Stark verzichten

Denn natürlich hatten sie insgesamt bei Werder Bremen gehofft, dass die Verletzungsthematik in diesem Sommer nicht erneut derart prominent im Vordergrund stehen würde. Und dass es nicht wieder die Herren Niklas Stark und Felix Agu trifft. Ersterer wurde schon während der vergangenen Saison von schweren Hüftproblemen geplagt, fiel häufig aus, spielte notgedrungen manchmal doch und wähnte sich nach der Sommerpause eigentlich auf einem guten Weg. Nur um jetzt erneut durch seine Abwesenheit aufzufallen. In Felix Agus Vita stehen ebenfalls allerlei Zwangspausen, dabei wird er dringend auf der rechten Abwehrseite der Bremer gebraucht. Doch Fehlanzeige.

„Kann nicht mit ihnen planen“: Niklas Stark und Felix Agu fehlen Werder Bremen weiterhin

„Im Moment kann ich nicht mit ihnen planen, so ehrlich will ich sein“, sagte Thioune zerknirscht. „Jetzt arbeiten wir fleißig daran, dass diese Spieler wieder gesund werden. Ich glaube, dass wir bei beiden davon ausgehen konnten, dass sie nicht sofort zu ihrer Stabilität zurückfinden. Dafür kennen wir ihre Krankenakten. Wir haben versucht, das auch durch Transfers zu kompensieren und werden das noch durch Transfers kompensieren.“

Für die Innenverteidigung wurde Oskar Wojcik als Stark-Alternative verpflichtet, nach einer Verstärkung für die Außenbahn fahndet Werder Bremen noch. „Bei Felix ist es ein Prozess, ein behutsamer Aufbau tut gut und ist wichtig, um ihn dann wieder heranzuführen“, sagte Thioune. „Aber klar, er muss belastbar sein, um dann halt auch mit uns arbeiten zu können und dann auch die beste Version von sich selbst zu sein.“

Belastungssteuerung bei Werder Bremen: Felix Agu und Niklas Stark weiter nicht im Training

Welche Beschwerden in beiden Fällen genau das Problem sind, verriet der 52-Jährige nicht. Und so gilt bei Werder Bremen weiterhin der längst überstrapazierte Terminus der Belastungssteuerung. „Am Ende sprechen wir genau darüber, weil sie aktuell nicht in der Lage sind, dieses Trainingsvolumen abreißen zu können. Wir reden aber nicht von muskulären Verletzungen, sondern davon, dass sie defizitär sind und dass das, was wir gemacht haben, Beschwerden verursacht hat“, erklärte Thioune. „Viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Da fehlt mir wahrscheinlich auch die fachliche Kompetenz. Für mich als Trainer ist immer nur wichtig: Daumen hoch oder Daumen runter.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/nordphoto GmbH / KFOTO

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