Werder-Transfer-News

Erst verkaufen, dann zurückholen – denkt Werder bei Karim Coulibaly um?

Werder Bremen plant weiterhin mit einem Transfer von Karim Coulibaly. Dennoch könnte das Top-Talent in der kommenden Saison für den SVW auflaufen.

Es hatte am Donnerstag schon etwas von einem vorgezogenen Abschiedsinterview, als Mio Backhaus und Karim Coulibaly gemeinsam der Medienabteilung des SV Werder Bremen Rede und Antwort zu ihrer Debüt-Saison standen. Bei beiden Jungprofis ist es kein Geheimnis mehr, dass sie bereits in diesem Sommer die notorisch klammen Kassen der Bremer mit hohen Ablösesummen füllen könnten. Während sich bei Backhaus zuletzt die Liste interessierter Vereine merklich vergrößerte, sich der Torwart einen Verbleib in Bremen aber weiterhin gut vorstellen kann, ist es um Coulibaly in den vergangenen Tagen und Wochen etwas ruhiger geworden.

Läuft er nächste Saison doch weiterhin für den SV Werder Bremen auf? Die Bremer könnten sich bei einem Transfer eine direkte Leihe vorstellen.

Werder Bremen plant fest mit einem Transfer von Karim Coulibaly – trotzdem könnte er weiter für den SVW spielen

Das liegt zum einen daran, dass der Innenverteidiger nach einer schwachen Leistung gegen Augsburg bereits zur Pause ausgewechselt wurde und in der Woche darauf beim Auswärtsspiel in Hoffenheim erstmals in dieser Saison 90 Minuten auf der Bank blieb. Zum anderen liegen den Bremern bislang weiterhin keine konkreten Angebote vor. Klar ist dennoch: Werder Bremen rechnet im Sommer weiterhin mit einem Verkauf des 18-Jährigen. Zuletzt wurde davon ausgegangen, dass Karim Coulibaly am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) seine Abschiedsvorstellung im Weserstadion geben wird. Die Bremer schließen allerdings offenbar auch ein alternatives Transfermodell nicht aus: einen Verkauf an einen internationalen Top-Club mit anschließender Leihe zurück an die Weser.

„Das sind bei Spielern in Karims Alter denkbare Modelle. Ich will das grundsätzlich nicht ausschließen“, erklärt Werders Sportchef Clemens Fritz gegenüber der Bild. Für die Grün-Weißen hätte ein solcher Deal durchaus Charme. Werder Bremen könnte die dringend benötigte hohe Ablösesumme generieren und gleichzeitig sportlich weiter von der Qualität Karim Coulibalys, der gegen Borussia Dortmund in der Werder-Startelf stehen dürfte, profitieren. Auch für einen potenziellen Käufer könnte das Modell interessant sein, da der Spieler in vertrauter Umgebung weiterhin regelmäßig Spielpraxis auf Bundesliga-Niveau sammeln würde.

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Hohe Ablöseforderung: Wie lange zieht sich der Transfer von Karim Coulibaly beim SV Werder Bremen?

Noch allerdings befindet sich ein möglicher Transfer in der Schwebe. Ein Grund dafür dürfte auch die kolportierte Ablöseforderung der Bremer sein. Rund 40 Millionen Euro sollen für Karim Coulibaly im Raum stehen. Dem Vernehmen nach soll weiterhin Newcastle United seine Fühler nach dem Defensivtalent ausgestreckt haben und derzeit zu den heißesten Interessenten zählen. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich der Poker noch über mehrere Wochen ziehen könnte – und nicht so schnell über die Bühne geht, wie es sich die Bremer wünschen. Im besten Fall möchte Werder Bremen noch im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres bis zum 30. Juni einen größeren Verkauf realisieren. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/DeFodi.de

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