Werder-Keeper bald beim DFB?
Werder-Torhüter Zetterer glänzt gegen St. Pauli als Passgeber – Chance beim DFB? Fritz: „Das wäre wünschenswert“
Das Tor zum 2:0 gegen den FC St. Pauli leitete Michael Zetterer mit einem präzisen Abschlag ein, zudem blieb Werder Bremen im dritten Pflichtspiel in Folge ohne Gegentor - winkt dem Keeper bald eine Chance beim DFB?
Hamburg – Der Ball war relativ lange unterwegs, flache Flugbahn, um dann exakt da runterzukommen, wo ihn Michael Zetterer hinhaben wollte: vor den Füßen von Mitchell Weiser. So ging sie los, die Entstehungsgeschichte des Treffers zum 2:0 für den SV Werder Bremen während des Auswärtsspiels beim FC St. Pauli, der gleichzeitig den Endstand markierte – und Zetterer viel Lob einbrachte. Schließlich hatte er mit seinem präzisen Abschlag enorm großen Anteil am Tor gehabt.
Werder Bremens Marvin Ducksch über Michael Zetterer: „Er hat es heute sehr gut gesehen, dass wir vorne in Überzahl waren“
„Wenn man die Spielweise von Zetti kennt, weiß man einfach, dass diese Bälle kommen“, sagte Stürmer Marvin Ducksch, der letztlich Nutznießer der Szene aus der 54. Minute gewesen war, weil Weiser ihn nach dem Abschlag von Michael Zetterer perfekt bedient hatte. „Manchmal will Zetti diese Bälle spielen, und wir können gar nicht so schnell reagieren, wie er den Raum schon sieht“, berichtete Ducksch – und der Stürmer des SV Werder Bremen hielt fest: „Er hat es heute sehr gut gesehen, dass wir vorne in Überzahl waren.“
Nicht umsonst drehte sich Mitchell Weiser auf dem Weg zum Torjubel direkt um und zeigte auf Michael Zetterer, der seinerseits auf dem Platz von den Abwehrspielern abgefeiert wurde. „Ein überragender Ball“, sagte Innenverteidiger und Kapitän Marco Friedl, „und so etwas haben wir von Zetti ja nicht zum ersten Mal gesehen“. In der Tat versucht der Torhüter des SV Werder Bremen immer wieder, mit Abwürfen oder Abschlägen das Spiel schnell zu machen und für Raumgewinne zu sorgen. Am Millerntor gab er den Großteil des Lobes aber direkt an Weiser weiter. „Den Assist für das Tor bekommt Mitch, denn sein Ball in die Mitte war auch nicht verkehrt“, schmunzelte Zetterer nach dem Spiel beim FC St. Pauli – und erklärte: „Die Connection zwischen ihm und mir stimmt einfach. Er hat immer ein Auge für den Raum und weiß, dass ich ihm Bälle dahin servieren kann.“
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Werder Bremens Clemens Fritz über Michael Zetterer: „Er ist voll ins Spiel einbezogen und ein ganz wichtiger Faktor für uns“
Seinen Hauptjob hatte der Keeper des SV Werder Bremen am Millerntor übrigens auch tadellos erledigt: Für Michael Zetterer war das Spiel gegen den FC St. Pauli bereits das dritte in Serie ohne Gegentor. „Das macht schon Spaß“, sagte er. Und es sorgt fraglos für Aufmerksamkeit, sehr wahrscheinlich auch beim Deutschen Fußball Bund (DFB). Zumindest wünscht sich das Werders Sportchef Clemens Fritz.
„Wir wollen keinen irgendwo reinsingen, denn da sind genug Leute unterwegs, die das registrieren“, sagte der Ex-Profi angesprochen auf Zetterers Nationalmannschaftschancen, um dann dessen Vorzüge aufzuzählen: „Sein Abschlag war mehr als die halbe Miete zum Tor. Und wenn man unsere Saison durchgeht, dann spielt er sehr stabil und souverän. Er ist voll ins Spiel mit einbezogen und ein ganz wichtiger Faktor für uns.“ Dass es Kontakt zum DFB gibt, hatte Michael Zetterer erst kürzlich erklärt. Bei Werder Bremen hätten sie nichts dagegen, sollte ihr Stammkeeper weiter in den Fokus rücken. „Das wäre wünschenswert“, sagte Clemens Fritz. (dco)